MARS: Männerschuppen als Orte der Prävention und Gesundheitsförderung im kommunalen Setting für Männer ab 50 Jahren

Mann bearbeitet Holzstück

MARS: Männerschuppen als Orte der Prävention und Gesundheitsförderung im kommunalen Setting für Männer ab 50 Jahren

Die Risiken sozialer Isolation und Einsamkeit gewinnen mit dem Älterwerden im Verlauf der zweiten Lebenshälfte an Bedeutung und steigen bei Männern kontinuierlich an. Gleichwohl sind lebensweltnahe und niedrigschwellige Angebotsstrukturen in der Gesundheitsförderung für ältere Männer im deutschsprachigen Raum noch ausbaufähig. Gemeindebasierte Angebote aus angelsächsischen Ländern unterstreichen bereits seit den 1990er Jahren, wie Gesundheitsförderung mit älteren Männern gelingen kann.

Sogenannte „Men‘s Sheds“ (Männerschuppen) wurden ursprünglich in Australien als Konzept der gemeindebasierten Gesundheitsförderung mit dem Ziel entwickelt, sozialer Isolation im Alter vorzubeugen sowie die Gesundheit und das Wohlbefinden zu fördern. Neben handwerklichen Tätigkeiten und zwischenmenschlichen Aktivitäten werden zunehmend auch gesundheitsbezogene Inhalte vermittelt. In Kooperation mit der Universität Bremen soll die Übertragbarkeit der Männerschuppen für Männer ab 50 Jahren in norddeutschen Kommunen erprobt und untersucht werden.

Ziele 

Das Projekt „MARS“ hat die Erprobung, Entwicklung und Evaluation des Konzepts der Männerschuppen als Orte für Prävention und Gesundheitsförderung im kommunalen Setting bei Männern ab 50 Jahren in Deutschland zum Ziel. Dabei wird erprobt und untersucht, welche förderlichen und hinderlichen Faktoren die Implementation und die Übertragbarkeit auf den deutschsprachigen Raum beeinflussen und welche gesundheitsförderlichen Effekte durch die Männerschuppen sowie spezifische Angebote der Gesundheitsförderung erzielt werden können.

MAẞNAHMEN

Die LVG & AFS ist für die praktische Umsetzung der Männerschuppen zuständig. Zu den Maßnahmen von MARS gehören:

  • die Rekrutierung von Männerschuppen in Bremen und Umgebung
  • die partizipative und bedarfsorientierte Ausgestaltung der Inhalte
  • die Entwicklung und die Durchführung von geschlechtssensiblen Maßnahmen
  • die Gründung und Etablierung eines Netzwerks
  • die Erarbeitung eines Handlungsleitfadens.

Das Projekt wird durch das Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Laufzeit

01. April 2022 - 31. März 2025

Förderer

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert.

Kooperationspartner*innen

Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)