Abgeschlossenes Projekt

Männergesundheitskonferenzen

Silhouetten von Männern
Abgeschlossenes Projekt

Männergesundheitskonferenzen

Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention sind bei Männern und Frauen unterschiedlich wirksam. Auch nehmen Männer gesundheitsbezogene Angebote in der Regel seltener wahr als Frauen. Zudem unterscheiden sich Entstehung, Symptomatik und Diagnostik von Erkrankungen sowie der Umgang mit Belastungen. Männer neigen dabei häufiger zu zögerlichem oder riskanterem Bewältigungsverhalten. Neben biologischen Faktoren (sex) beruhen die Unterschiede vor allem auf dem sozialen Geschlecht (gender) – eine im Lebensverlauf sozial konstruierte Geschlechtsidentität und gesellschaftlich determinierte Rollenerwartungen. Deren Auswirkungen werden im Sinne des Gender Mainstreaming im Gesundheitswesen nur sporadisch berücksichtigt. Dies erfordert nachhaltige Sensibilisierungsprozesse in der (Fach-)Öffentlichkeit, Vernetzung von Multiplikator*innen und Agenda-Setting.

Ziele

Die nationalen Männergesundheitskonferenzen der BZgA und des Bundesministeriums für Gesundheit verfolgen das Ziel, Akteur*innen im Themenfeld „Männergesundheit“ eine Plattform zur Vernetzung und Kooperation zu bieten. Darüber hinaus sollen sie dazu beitragen, die Öffentlichkeit für das Thema Männergesundheit und zentrale genderspezifische Gesundheitsthemen zu sensibilisieren sowie den aktuellen Forschungsstand zu präsentieren. Die Themen der Männergesundheitskonferenzen orientieren sich an der aktuellen Gesundheitsberichterstattung sowie dem Status quo männerspezifischer Präventions- und Versorgungsbedarfe und leisten einen Beitrag, Männergesundheit stärker auf der politischen Agenda zu verankern.

MAẞNAHMEN

Die LVG & AFS ist seit dem Jahr 2012 mit der übergreifenden Projektorganisation der nationalen Männergesundheitskonferenzen betraut. Ihr obliegt die Konzeption, die Organisation sowie die Durchführung und Dokumentation der Veranstaltungen. Im Vorfeld der jeweiligen Männergesundheitskonferenzen konzipiert und leitet die LVG & AFS einen Vorbereitungsworkshop mit ausgewählten Expert*innen und Mitgliedern des Beratenden Arbeitskreises Männergesundheit zur inhaltlich-organisatorischen Ausgestaltung. Angestrebt wird dabei ein Zusammenspiel aus wissenschaftlichem Status quo und Beispielen guter Praxis. Zu den weiteren Aufgaben gehören die Öffentlichkeitsarbeit und die Evaluation der Männergesundheitskonferenzen.

Übersicht der Männergesundheitskonferenzen:

1. Männergesundheitskongress (2013)
Titel: Männergesundheit als Herausforderung für Prävention und Gesundheitsversorgung

2. Männergesundheitskongress (2014)
Titel: Man(n) informiert sich - Fragen und Antworten zur Männergesundheit

3. Männergesundheitskongress (2015)
Titel: Im Fokus: Psychische Gesundheit von Männern

4. Männergesundheitskonferenz (2017)
Titel: Im Fokus: Gesundheitskompetenz von Männern in der Erwerbsphase. Chancen, Perspektiven, Handlungsfelder

5. Männergesundheitskonferenz (2020)
Titel: Gesundheit und Wohlbefinden von Männern im digitalen Zeitalter - Ist die Zukunft männersensibler Prävention digital?

Laufzeit

Beginn der Konferenzen: 2013

Förderer

Bundesministerium für Gesundheit (BMG), vertreten durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Kooperationspartner

BMG und BZgA