Gesundheitsregionen Niedersachsen

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Gesundheitsregionen Niedersachsen

Kommunen sind verantwortlich für die soziale Daseinsvorsorge. In diesem Sinne nehmen Landkreise und kreisfreie Städte eine zentrale Position in der Verbesserung der Bevölkerungsgesundheit ein. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, ist eine enge Kooperation mit anderen Akteur*innen der gesundheitlichen Versorgung vor Ort nötig. In den niedersächsischen Gesundheitsregionen werden Strukturen entwickelt, um träger- und sektorenübergreifende Vernetzung zu realisieren und gemeinsame Strategien und Maßnahmen für eine zukunftsfeste Gesundheitsversorgung vor Ort zu entwickeln. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel Gesundheitsangebote entwickeln, koordinieren und ergänzen, Sektorengrenzen überwinden und Fachkräftekapazitäten ausbauen.

 

Ziele

Der Ansatz der niedersächsischen Gesundheitsregionen wurde ins Leben gerufen, um niedersachsenweit einen kommunalen Strukturbildungsprozess zu befördern. Ziel der kommunalen Strukturbildung ist, Gesundheit wohnortnah und damit angepasst an die jeweiligen regionalen Bedarfe zu gestalten. Hierfür werden Gesundheitsakteur*innen (z. B. aus dem ambulanten, stationären und pflegerischen Sektor, aus den Fachbereichen Teilhabe, Integration, Bildung, Sozialplanung und Mobilität) unter Federführung der kommunalen Gebietskörperschaften träger- und sektorenübergreifend miteinander vernetzt. Kommunen, insbesondere der Öffentliche Gesundheitsdienst, sollen dabei unterstützt werden, in diesem Prozess eine zentrale koordinierende und steuernde Funktion einzunehmen. Gemeinsam lassen sich Strategien für die Gestaltung von Gesundheit vor Ort entwickeln und Maßnahmen sowie innovative Projekte konzipieren und umsetzen, die der Bevölkerungsgesundheit zugutekommen.

MAẞNAHMEN

Nach einer dreijährigen Modellphase ab 2011 („Zukunftsregionen Niedersachsen“) beteiligen sich aktuell 38 und damit die Mehrheit aller niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte. Regional initiieren sie intersektoral und interprofessionell besetzte Steuerungsgruppen sowie themenbezogene Arbeitsgruppen, richten je Gesundheitsregion eine Koordinierungsstelle ein und führen Gesundheitskonferenzen durch.

Mit Hilfe dieser Instrumente kann eine systematische Koordination und Entwicklung zukunftsweisender Versorgungs- und Gesundheitsförderungsansätze stattfinden. Immer orientiert an den Bedürfnissen der Bevölkerung sowie der lokalen Gesundheitsakteur*innen.

Schwerpunktthemen in den Gesundheitsregionen sind unter anderem:

  • Ärztliche und pflegerische Versorgung
  • Notfallversorgung
  • Digitalisierung im Gesundheitswesen
  • Prävention und Gesundheitsförderung in unterschiedlichen Altersstufen und Lebenslagen
  • Aufbau von Beratungsstrukturen und Lotsenansätzen
  • Gesundheitskompetenz
  • Intersektorale Vernetzung
  • Mobilität

Die LVG & AFS ist mit der landesweiten Prozessbegleitung beauftragt. Sie berät und unterstützt beim Auf- und Ausbau von Gesundheitsregionen und begleitet die Arbeit des Lenkungsgremiums aus Förderer und Kooperationspartner auf Landesebene. Sie leistet Öffentlichkeitsarbeit in Form von regelmäßig erscheinenden Newslettern, Vorträgen sowie einer Jahrestagung und begleitet ein landesweites Netzwerk der regionalen Koordinator*innen mit unterjährigen Koordinator*innentreffen.

Laufzeit

Start: 01. Januar 2014.

Die aktuelle Förderrichtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2025

Förderer

  • Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
  • AOK Niedersachsen
  • Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen
  • Verband der Ersatzkassen Niedersachsen
  • BKK Landesverband Mitte
  • Ärztekammer Niedersachsen
  • IKK classic

Kooperationspartner

Kommunalpolitik und -verwaltung, gesetzliche Krankenkassen, örtliche Krankenhäuser/Kliniken, niedergelassene Ärzteschaft, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Selbsthilfe, Initiativen und Verbände etc.