Präventionsketten Niedersachsen: Gesund aufwachsen für alle Kinder!

Ein Kind sitzt auf einem Klettergerüst

Präventionsketten Niedersachsen: Gesund aufwachsen für alle Kinder!

Etwa jedes 5. Kind in Deutschland wächst in Armut auf. Das hat schwerwiegende Folgen für ihre aktuelle Entwicklung und Zukunft: Ihre Chancen auf Bildung, soziokulturelle Teilhabe und Gesundheit sind deutlich geringer als bei Kindern aus stabilen wirtschaftlichen Verhältnissen. Um die Folgen von Kinderarmut gezielt zu bekämpfen, braucht es in Kommunen abgestimmte Strategien und gemeinsame Konzepte. Dies erfordert ein koordiniertes, ressortübergreifendes Handeln aller relevanten Akteur*innen sowie die Beteiligung von Kindern und Familien. Präventionsketten-Kommunen machen es sich zur Aufgabe, Chancengleichheit durch passgenaue Unterstützung für alle Kinder herzustellen – ganz unabhängig von ihrer sozio-ökonomischen Herkunft!

Ziele 

Das Programm „Präventionsketten Niedersachsen: Gesund aufwachsen für alle Kinder!“ zielt darauf ab, die umfassende Teilhabe aller Kindern bis zum Alter von 10 Jahren zu fördern. Im Vordergrund stehen dabei die umfassende kommunale Strategieentwicklung sowie der verlässliche und nachhaltige Strukturaufbau mit zahlreichen lokalen Akteur*innen. Das gesunde Aufwachsen wird durch die Beteiligung der Kinder und ihrer Familien sowie die Entwicklung bedarfs- und bedürfnisorientierter Angebote und Maßnahmen unterstützt.

MAẞNAHMEN

Das Programm begleitet niedersächsische Kommunen jeweils über einen Zeitraum von drei Jahren durch Beratung, Begleitung und Weiterbildung beim Auf- und Ausbau integrierter kommunaler Strategien der Gesundheitsförderung und Prävention. Sechs grundlegende Handlungsprinzipien lenken dabei den Auf- und Ausbau einer lokalen Präventionskette und bringen Politik, Verwaltung, Fachkräfte, Eltern und Kinder zusammen:

  • Kindorientierung für eine Ausrichtung der Unterstützungsangebote an den Bedürfnissen der Kinder
  • Lebenslauforientierung für eine möglichst lückenlose Unterstützung in allen Lebens- und Entwicklungsphasen
  • Lebensweltbezug für eine Berücksichtigung der individuellen, familiären, institutionellen und sozialräumlichen Bedingungen vor Ort
  • Partizipation für eine Entwicklung von Angeboten mit Kindern, Eltern und Fachkräften – nicht für sie
  • Praxisbezug für eine handhabbare und fest verankerte Umsetzung im Alltag
  • Netzwerkorientierung für eine interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit ohne Doppelstrukturen

Im Förderzeitraum unterstützt das Team der Landeskoordinierungsstelle „Präventionsketten Niedersachsen“ teilnehmende Kommunen bei der praktischen Umsetzung dieser Handlungsprinzipien durch eine professionelle Prozessbegleitung und Fachberatung der Koordinierungskräfte sowie der zuständigen Gremien vor Ort. Dabei dient das „Wirkungsorientierte Monitoring“ als wichtiges Planungs- und Steuerungsinstrument. In beteiligungsorientierten Fortbildungen werden die Koordinationskräfte der Kommunen kontinuierlich und praxisnah weitergebildet. In kollegialen Beratungen wird der fallbezogene und lösungsorientierte Austausch unter ihnen gefördert. Zahlreiche Publikationen (u.a. die Reihen “Praxis Präventionskette” und “Gesagt - Getan.”) bereiten gesammeltes Wissen aus der Prozessbegleitung theoriegeleitet und empirisch erprobt für Praktiker*innen auf.

Insgesamt 22 niedersächsische Kommunen beteiligen sich mit 27 Vorhaben am Programm und rufen ihre individuelle Präventionsketten ins Leben.

Projektfilm

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Laufzeit

Start: Juli 2016

Förderer

Auridis Stiftung gGmbH

Kooperationspartner*innen

  • Daniela Behrens, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (Schirmherrin)
  • Nds. Kommunen (mit ihren Fachbereichen Jugend, Bildung, Soziales und Gesundheit)
  • Fachbeirat des Programms „Präventionsketten Niedersachsen“