Landesstelle Psychiatriekoordination Niedersachsen

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Erklärvideo

Landesstelle Psychiatriekoordination Niedersachsen

Die Prävalenz von psychischen Erkrankungen nimmt kontinuierlich zu. Laut Landespsychiatrieplan Niedersachsen weisen Erwachsene zu etwa 27 % bis 32 % eine psychische Störung auf, bei Kindern und Jugendlichen sind 15 % bis 21 % anzunehmen. Die Verteilung und Ausprägung psychischer Störungen variieren dabei in Abhängigkeit von Geschlecht, Sozialstatus und Migrationshintergrund. Damit Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen passende Unterstützung erhalten, müssen sich Hilfsangebote an ihren Lebenswelten orientieren. Das schließt ein, dass alle Akteur*innen vor Ort sektorenübergreifend und partizipativ handeln. Damit die regional oft unterschiedlichen Hilfsangebote auch voneinander lernen und gut mit landesweit tätigen Akteur*innen kooperieren können, bedarf es einer Vernetzung über kommunale Grenzen hinweg.

Ziele

Als Angebot der Unterstützung von Kooperations- und Vernetzungsarbeit wurde 2020 die Landesstelle Psychiatriekoordination Niedersachsen (LSPK) eingerichtet. Vordergründige Ziele der LSPK sind ein barrierefreier Informationsfluss zwischen Land, Kommunen und Versorgungssektoren sowie ein landkreisübergreifender Austausch von Hilfsangeboten in Niedersachsen. Dafür strebt die LSPK eine enge Zusammenarbeit mit allen relevanten Gremien und Institutionen sowie den Interessensvertretungen von Angehörigen und Betroffenen an. Zudem will sie unter anderem die Entwicklung von niedersächsischen Konzepten und Modellen zur Verbesserung der Versorgungsqualität begleiten und darüber informieren. Weiteres Engagement gilt der Entstigmatisierung sowie der Inklusion und Partizipation von Menschen mit psychischen Erkrankungen.

MAẞNAHMEN

Im April 2016 wurde der Landespsychiatrieplan Niedersachsen (LPPN) veröffentlicht. Die im Plan aufgeführten Empfehlungen sind Orientierungspunkte, die zu einer Verbesserung der Versorgung von Menschen mit psychischen Krisenerfahrungen und deren sozialem Umfeld beitragen. Eine Forderung des LPPN war die Implementierung einer Landesstelle zur Psychiatriekoordination in Niedersachsen. Diese nahm im April 2020 ihre Arbeit auf.

Die LSPK steht in engem Austausch mit dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und arbeitet eng mit dem Landesfachbeirat Psychiatrie Niedersachsen zusammen. Sie begleitet wesentlich Entwicklungsziele des LPPN auf Landesebene und ist unter anderem Gast und Mitveranstalterin von Treffen regionaler Zusammenschlüsse.

Zentral in den Aktivitäten der LSPK ist neben der Netzwerkarbeit eine vielfältige Öffentlichkeitsarbeit. Die Website der LSPK www.psychiatriekoordination-nds.de fungiert daher als landesweite Informationsplattform zu Maßnahmen, Nachrichten und Veranstaltungen aus der psychiatrischen Versorgung in Niedersachsen.

Zudem berichtet sie über die Umsetzung des Landespsychiatrieplans (Fortschrittsbericht) und stellt anhand der Projektdatenbank zum Thema psychische Erkrankungen Modelle guter Praxis in Niedersachsen dar. Niedersächsische Strukturen, Akteure und Versorgungsangebote werden außerdem abgebildet.

Um ein großes Miteinander zu erreichen, vernetzt und sensibilisiert die LSPK auch über das Medium Instagram und initiiert die digitale Reihe „Lesungen im Dialog“, welche die Psychiatrie aus unterschiedlichen Blickwinkeln abbilden soll.

Laufzeit

Start: 01. Januar 2020

Förderer

Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Kooperationspartner*innen

  • Landesfachbeirat Psychiatrie Niedersachsen
  • Caritas Forum Demenz – Gerontopsychiatrisches Kompetenzzentrum
  • Kompetenznetzwerk Gerontopsychiatrische Beratung ambet e.V.

Die LSPK strebt eine enge Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteur*innen, Gremien und Institutionen der psychiatrischen Versorgung sowie den verschiedenen Interessensvertretungen von Angehörigen und Betroffenen in Niedersachsen an.