Im Rahmen der Umsetzung des Präventionsgesetzes legen die gesetzlichen Krankenversicherungen und ihre Kooperationspartner*innen einen stärkeren Fokus auf die Gesundheitsförderung von und mit Menschen in schwierigen Lebenslagen. Dazu gehören auch (langzeit-)erwerbslose Menschen. Langanhaltende Arbeitslosigkeit stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Gleichzeitig erschweren gesundheitliche Einschränkungen die (Wieder-)Eingliederung in den Arbeitsmarkt.

Für viele Betroffene sind die Lebensverhältnisse geprägt durch soziale Exklusion und den Wegfall einer festen Tagesstruktur. Um dieser gesundheitlichen Chancenungleichheit zu begegnen, wurde die bundesweite Projektinitiative „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt“ gegründet. Das Projekt wird durch die BZgA aus den Mitteln der GKV gefördert.
Projektflyer

 

Projektziele
Ziel ist es, die Gesundheit erwerbsloser Menschen zu stärken und damit auch die Chancen auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen. Erwerbslose Menschen sollen für einen gesundheitsförderlichen Lebensstil sowie deren Bedeutung für die (Re-)Integration in den Alltag und in das Erwerbsleben sensibilisiert und motiviert werden. Zudem sollen Jobcenter sowie Agenturen für Arbeit, Krankenkassen und Kommunen regional in einer vernetzten Struktur mit weiteren verantwortlichen Partner*innen zusammenarbeiten, um niedrigschwellige Zugänge zu primärpräventiven Angeboten (§ 20a SGB V) der Kassen und weiteren regionalen Akteur*innen in der Gesundheitsförderung zu entwickeln. Durch den kommunalen Netzwerkaufbau werden gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen für die vulnerable Zielgruppen geschaffen und optimiert sowie bedarfsgerechte, gesundheitsförderliche Angebote geplant und initiiert.

Um derzeit erwerbslosen Menschen Informationen zugänglicher zu machen, können Sie hier zwei Faltzettel herunterladen, einen davon in leichter Sprache.
Kostenlose Gesundheitsangebote für Sie
Kostenlose Gesundheitsangebote für Sie – leichte Sprache

 

Umsetzung an den teilnehmenden Standorten
Die bundesweite Modellphase des Projekts der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des GKV-Spitzenverbandes startete im Juni 2014 bis Juni 2015. Ausgehend von den gewonnenen Erfahrungen wurde das Projekt bundesweit für 129 Standorte inhaltlich und konzeptionell weiterentwickelt. Bis April 2020 ist eine Ausweitung auf weitere 105 Standorte geplant.

In Niedersachsen wird das Projekt derzeit an 24 Standorten realisiert. Ab 2020 werden acht weitere Standorte hinzukommen. Zusätzlich erhielt die LVG & AFS Niedersachsen auch im Bundesland Bremen die Beauftragung zur Durchführung des Projekts. Hier wird das Projekt an sechs Standorten in Bremen sowie in Bremerhaven umgesetzt. Die Niedersachsenkarte gibt einen Überblick.

In jedem der teilnehmenden Standorte findet sich ein Steuerungsgremium, bestehend aus Vertreter*innen der Jobcenter und Agenturen für Arbeit, der Krankenkassen, der Kommune sowie weiteren Akteur*innen, regelmäßig zusammen. Gemeinsam werden bedarfsgerecht gesundheitsfördernde Angebote in den Präventionsbereichen Bewegung, Ernährung, Stressmanagement und Sucht nach einem partizipativen Handlungsansatz initiiert.

Die Teilnahme an den Angeboten erfolgt auf einer freiwilligen Basis und ist für alle Erwerbslosen kostenfrei.

 

Laufzeit
Die Projektlaufzeit ist für alle teilnehmenden Standorte bis Ende 2022 bewilligt.

 

 

Tätigkeitsbereiche
Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. (LVG & AFS) unterstützt die teilnehmenden Standorte prozessbegleitend bei der Umsetzung. Zudem koordiniert die LVG & AFS die Netzwerkarbeit auf Landesebene und ist für die Umsetzung der organisatorischen Rahmenbedingungen verantwortlich.

 

Kurzwahl Gesundheit – Telefonische Fortbildung
Hier erhalten Sie die Themen und Termine zur Veranstaltungsreihe der telefonischen Fortbildung für Jobcentermitarbeiter*innen und Multiplikator*innen, sowie die Handouts, Präsentationen und Informationen zu der letzten Veranstaltung.


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Newsletter Gesundheit und Erwerbslosigkeit
Der Newsletter des Projekts Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt informiert über Entwicklungen und Umsetzungen an den Projektstandorten in Niedersachsen und Bremen sowie über projektbezogene Neuigkeiten auf Bundesebene. Darüber hinaus wird auf Veranstaltungen und Wissenswertes aus dem Themenfeld Gesundheit und Erwerbslosigkeit hingewiesen. Der Newsletter erscheint viermal jährlich zum Quartalsende.


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