Fachtagung
27. September 2022

Niedersächsische Landespflegekonferenz 2022

Zur Stärkung der häuslichen Pflege und interkommunalen Vernetzung

Die häusliche Pflege macht deutschlandweit einen Großteil der pflegerischen Versorgung von Menschen mit Pflegebedarf aus. Allein in Niedersachsen werden von den rund 338.000 zu Hause lebenden Menschen mit Pflegebedarf im Sinne des SGB XI nahezu 70 % ausschließlich von pflegenden Angehörigen, ohne Unterstützung durch Pflegedienste, betreut.

Anmeldung

Pflegende Angehörige sind oft vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Sie befinden sich zum Beispiel selbst bereits im fortgeschrittenen Alter, sind berufstätig oder aktive (Groß)Eltern. Damit häusliche Pflegearrangements auch langfristig bestehen können, sind weitere Maßnahmen zur Sicherung und Stärkung der häuslichen Pflege notwendig. Bereits heute haben pflegende Angehörige in vielen Regionen Niedersachsens Schwierigkeiten, Unterstützung durch einen Pflegedienst oder einen Platz in der Kurzzeitpflege zu organisieren. 

Die Niedersächsische Landespflegekonferenz 2022 greift unterschiedliche Themen und Fragestellungen zur Stärkung der ambulanten Versorgung auf. Zunächst wird die aktuelle Situation pflegender Angehöriger analysiert und es werden Herausforderungen und Lösungsansätze in der ambulanten Versorgung präsentiert. Anhand von Praxisbeispielen schauen wir uns in vier Foren an, wie Ansätze zur Gesundheitsförderung und Prävention in der häuslichen Pflege eingesetzt und ambulante pflegerische Versorgungsstrukturen verbessert werden können. Dabei fokussieren wir auch das Zusammenspiel von formeller und informeller Pflege im Sinne von Community Care.

Darüber hinaus werden Chancen einer interkommunalen Vernetzung von Landkreisen und kreisfreien Städten thematisiert. 

Die zunehmende Zahl von pflegebedürftigen Menschen und der Personalmangel in der Pflege stellen niedersächsische Kommunen und Gemeinden und ihre Bevölkerung, das Land Niedersachsen und die Pflegekassen sowie Pflegeanbieter vor große Herausforderungen, die nur gemeinsam zu lösen sind. Die diesjährige Landespflegekonferenz möchte Ihnen Anregungen und Austausch bieten, wie pflegerischen Versorgungslücken durch gemeinsame Anstrengungen und die Bündelung von Ressourcen begegnet werden kann.  
Die Veranstaltung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen, Politik, gesetzlichen Pflegekassen, privaten Krankenversicherung, Verbände der Wohlfahrtspflege, Verbände der privaten Pflegeeinrichtungen, Berufsverbände der Pflegeberufe, Gewerkschaften, Seniorenräte sowie an Interessenvertretungen der pflegenden Angehörigen und Menschen mit Pflegebedarf. 

Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Programm

11:00 Uhr Ankommen und Anmeldung
11:30 Uhr

Begrüßung
Thomas Altgeld, Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.

11:35 Uhr Begrüßungsrede
Daniela Behrens, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
11:50 Uhr

Eröffnung

Häusliche Pflege – Wie sieht die Wirklichkeit aus?
Verena Bentele, VdK-Präsidentin, Sozialverband VdK Deutschland e. V.

Stärkung häuslicher Pflegearrangements – Rolle der professionellen Pflege 
Prof. Dr. Christa Büker, Professorin für Pflegewissenschaft, Fachhochschule Bielefeld 

Gepflegt wird vor Ort. Verantwortungsrollen und Gestaltungsmöglichkeiten der Kommunen in Zeiten knapper Ressourcen 
Prof. Dr. habil Thomas Klie, Institutsleitung, AGP Sozialforschung & Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung an der Evangelischen Hochschule Freiburg

12:50 Uhr

Mittagspause

13:30 Uhr Parallele und praxisorientierte Foren
Forum 1: Prävention und Gesundheitsförderung im Vorfeld und in der häuslichen Pflege
  • Präventive Hausbesuche – Ein niedersächsisches Modellprojekt, Kathrin Ternité, Stadt Braunschweig
  • Potenziale von präventiven Pflegeberatungen im häuslichen Setting, Claudia Calero, compass private pflegeberatung
Forum 2: Stärkung der ambulanten pflegerischen Versorgung
  • Projekt Pflegenachbarn Caritas, Caritas Niedersachsen, Martin Schnellhammer, Hochschule Osnabrück
  • Innovative Lösungen für die häusliche Pflege, Mario Bierschwale, Living Care Lab Schaumburg, Stadt Stadthagen
  • Zusammenarbeit statt Konkurrenz unter Pflegeanbieter*innen, Jowita Tagay, Entlastungsdienst Tagay, Stade
Forum 3: Versorgung gemeinsam (und interkommunal) gestalten
  • Pflegekonferenz gemeinsam gestalten, Christine Brinkmeier, Stadt Osnabrück, Mario Schnelle, Landkreis Osnabrück
  • Perspektive: Pflege! e. V. im Landkreis Vechta und Landkreis Cloppenburg, Tomke zur Brügge, Landkreis Vechta
  • ReKO – Regionales Pflegekompetenzzentrum der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim, Gert Lödden und Hanna Reurik, Landkreis Grafschaft Bentheim
Forum 4: Community Care – Wie kann sie gelingen?
  • Eine bürgerschaftliche Einladung zum Aufbau einer sorgenden Gemeinschaft, Ute Tobias und Christiane Esch, Emder Pflegegenossenschaft für Ostfriesland eG
  • Quartiersmanagement für städtische Kommunen – mit einem Fokus auf Pflege(prävention), Dagmar Vogt-Janssen und Dr. Andrea Töllner, Stadt Hannover
  • Gesund Altern und Pflegen im Quartier – Samtgemeinde Elm-Asse in Niedersachsen, Anna Bussler, Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e. V., Jessica Sommer und Sebastian Gottschall, AWO Bundesverband e. V.
15:00 Uhr Kaffeepause
15:15 Uhr Diskussion: Wie können Kommunen (gemeinsam) die häusliche Pflege stärken?
  • Jürgen Kirchberg, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
  • Prof. Dr. Christa Büker, Fachhochschule Bielefeld 
  • Dr. Gisela Löhberg, wir pflegen e. V.
  • Brigitte Käser, AOK Niedersachsen. Die Gesundheitskasse
  • Hans-Joachim Lenke, LAG der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen e. V.
  • Rolf Amelsberg, Kreisrat, Landkreis Gifhorn
16:00 Uhr Verabschiedung und Ausblick

Moderation
Thomas Altgeld, Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldeschluss ist jeweils 7 Tage vor Veranstaltungsdatum. Anmeldungen werden nur schriftlich über das Anmeldeformular entgegengenommen. Die Anmeldung ist verbindlich. Reservierungen sind nicht möglich. Mit Ihrer Anmeldung akzeptieren Sie die Teilnahme- und Stornobedingungen. Wenn Sie Ihre Teilnahme stornieren möchten, folgen Sie bitte den Schritten in Ihrem Buchungscenter unter dem Punkt "Storno". 

ORGANISATION

Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Nds. e. V. (LVG & AFS Nds. e. V.)
Tel.: 0511 / 388 11 89 - 0
Fax: 0511 / 388 11 89 - 31
E-Mail: info@gesundheit-nds.de
Internet: www.gesundheit-nds.de

Die LVG & AFS Nds. e. V. wird institutionell gefördert durch: