Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt Niedersachsen

Jemand steig eine Treppe hoch

Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt Niedersachsen

In der bundesweiten Projektinitiative „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt“ kooperieren Krankenkassen und Jobcenter sowie Agenturen für Arbeit, um die Gesundheit erwerbsloser Menschen zu erhalten und zu stärken, ihre Lebensqualität zu verbessern und gleichzeitig den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Ein Weg zur Erreichung dieser Ziele ist unter anderem die Schaffung von niedrigschwelligen und bedarfsorientierten Angeboten zur Förderung der Gesundheit.

In Niedersachsen wird das Projekt derzeit an 30 Standorten realisiert. Die LVG & AFS unterstützt die teilnehmenden Standorte prozessbegleitend bei der Umsetzung, koordiniert die Netzwerkarbeit auf Landesebene und ist für die Umsetzung der organisatorischen Rahmenbedingungen verantwortlich.

Ziele 

Mit dem Projekt sollen gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen und Strukturen für Erwerblose auf- und ausgebaut sowie die arbeitsmarktseitigen Beratungsprozesse gesundheitsorientiert ausgerichtet werden. Zu den spezifischen Projektzielen gehören:

  • Sensibilisierung erwerbsloser Menschen für gesundheitsbezogene Themen
  • Stärkung der Gesundheitskompetenz erwerbsloser Menschen
  • Förderung der sozialen Teilhabe und (Re-)Integration in den Alltag
  • Planung und Initiierung bedarfsgerechter, gesundheitsförderlicher Angebote
  • Entwicklung niederschwelliger Zugänge zu primärpräventiven Angeboten (§ 20a SGB V) der Krankenkassen und weiteren regionalen Akteur*innen in der Gesundheitsförderung
  • Fortbildungen für Multiplikator*innen
  • Kommunaler Netzwerkaufbau

MAẞNAHMEN

An den teilnehmenden Standorten wurden Steuerungsgremien, bestehend aus Vertreter*innen der Jobcenter und Agenturen für Arbeit, der Krankenkassen, der Kommune sowie weiteren Akteur*innen, etabliert. Gemeinsam werden bedarfsgerecht gesundheitsfördernde Angebote in den primärpräventiven Handlungsfeldern Bewegungsgewohnheiten, Ernährung, Stress- und Ressourcenmanagement und Suchtmittelkonsum nach einem partizipativen Handlungsansatz initiiert, sowie niedrigschwellige Zugänge zu primärpräventiven Angeboten (§ 20a SGB V) der Kassen und weiteren regionalen Akteur*innen in der Gesundheitsförderung entwickelt. Durch den kommunalen Netzwerkaufbau sollen langfristig gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen für die vulnerable Dialoggruppen geschaffen und optimiert werden.

Seit 2020 werden darüber hinaus digitale Veranstaltungsformate für die Dialoggruppe sowie für Multiplikator*innen standortübergreifend angeboten. Mit der Kursreihe „Zuhause Gesundheit stärken“ wurden ortsunabhängige Gesundheitsangebote für Erwerblose geschaffen, die insbesondere die Erreichbarkeit von Menschen im ländlichen Raum verbessern.

Mit der telefonischen Fortbildungsreihe “Kurzwahl Gesundheit” werden Fachkräfte der Arbeitsförderung im Bereich der Gesundheitsorientierten Beratung unterstützt. Das Format bietet die Gelegenheit, sich mit Expert*innen aus dem Bereich Gesundheit und anderen Fachkräften aus Niedersachsen und Bremen auszutauschen.

Projektfilm

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Laufzeit

Projektstart: Juni 2017. Die Projektlaufzeit ist für alle teilnehmenden Standorte bis Ende 2022 bewilligt.

Förderer

Das Projekt wird aus Mitteln des GKV Bündnis für Gesundheit sowie von den Jobcentern und Agenturen für Arbeit entsprechend ihrer jeweiligen gesetzlichen Zuständigkeit finanziert. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) fördert das Projekt im Auftrag und aus Mitteln des GKV Bündnis für Gesundheit, unterstützt die bundesweite Koordination und koordiniert die bundesweite Begleitevaluation.  

Kooperationspartner*innen

Jobcenter und Agenturen für Arbeit, Vertreter*innen der Kommunen, Gesundheitsämter, Bildungsträger, GKV Niedersachsen, Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Niedersachsen-Bremen