Abgeschlossenes Projekt

Gesundheitsförderung in Berufsbildenden Schulen in Niedersachsen

Berufsschulklasse
Abgeschlossenes Projekt

Gesundheitsförderung in Berufsbildenden Schulen in Niedersachsen

Damit ein guter und gesunder Start in das Berufsleben gelingen kann, sollten bereits während der schulischen Ausbildung die Gesundheitskompetenzen der Berufsschüler*innen durch gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen gestärkt werden. In Niedersachsen weist die Landschaft der Berufsbildenden Schulen (BBS) eine große Heterogenität an Schulformen auf. Trotz der Unterschiedlichkeit bringt jeder Abschluss die Schüler*innen einen Schritt näher an ihren persönlichen Berufseinstieg. 

Vor diesem Hintergrund initiierte die LVG & AFS gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse 2018 das Projekt „Gesundheitsförderung in Berufsbildenden Schulen“, an dem Schulklassen aus dem technischen, kaufmännischen, erzieherischen Bereich sowie dem Gesundheitsbereich und Dienstleistungssektor teilgenommen haben.

Ziele 

Das Projekt zielte darauf ab, die Gesundheitskompetenzen der Schüler*innen zu stärken sowie die Rahmenbedingungen und Abläufe in ihren Schulen gesundheitsförderlicher zu gestalten. Weiterhin war es Ziel, die Schüler*innen aktiv zu beteiligen: Auf Grundlage ihrer Bedürfnisse und Wünsche wurden gemeinsam Verbesserungsbedarfe vor Ort identifiziert und entsprechende Maßnahmen angestoßen.  Dies erfolgte stets unter Berücksichtigung der individuellen vorzufindenden Strukturen und Möglichkeiten der Schulen.

MAẞNAHMEN

Das Projekt unterteilte sich in drei Phasen: Zunächst gab es eine vorbereitende Analyse von gesundheitsbezogenen Bedarfen an Berufsschulen. Darauf folgte eine aktive Phase an den Modellschulen, in welcher das individuelle Handlungskonzept vor Ort gemeinsam geplant und erstellt wurde. Zuletzt wurden Empfehlungen für eine eigenständige Umsetzung vor Ort erarbeitet, um die Ansätze und Maßnahmen strukturell zu verankern.

Das Projekt wurde an vier Modellschulen in Oldenburg, Hildesheim, Emden und Wolfsburg umgesetzt. Um die Vielfalt der Berufsschullandschaft abzubilden, sind insgesamt sieben Modellklassen unterschiedlicher Berufsschulformen, Ausbildungsbereiche und Klassenstufen dabei gewesen. Um die Partizipation aller Beteiligten vor Ort zu ermöglichen, wurde direkt mit den Berufsschüler*innen in den Modellklassen sowie mit den Schulleitungen und Lehrkräften gearbeitet. Das Vorgehen umfasste dabei die folgenden Schritte und Arbeitsschwerpunkte:

  1. Einführung in das Thema Gesundheit
  2. Schriftliche Bedarfserhebungen in allen teilnehmenden Klassen. Abgefragt wurden die fünf Themenbereiche Gesundheitszustand, Gesundheitsverhalten, Arbeits- & Erholungsfähigkeit, Gesundheitsbelastungen und Schule im Fokus
  3. Diskussion und Priorisierung der Ergebnisse sowie Ideenentwicklung in den teilnehmenden Klassen
  4. Vorstellung und Besprechung der Ideen mit der Schulleitung und den involvierten Lehrkräften
  5. Erarbeiten konkreter Umsetzungskonzepte, z. B. Umbaumöglichkeiten für die Eingangshalle, Planung eines Sportturniers, Anschaffung von Wasserspendern, kostenfreies Schulobstangebot
  6. Unterstützung bei der Planung für die Umsetzung der Konzepte

An allen Modellschulen ist ein gesundheitsförderlicher Prozess angestoßen worden, welcher in Arbeitsgruppen weitergeführt werden soll. Zudem wurden die Erkenntnisse des Projekts in einer digitalen Abschlussveranstaltung sowie in Factsheets und einer Handreichung veröffentlicht.

Kooperationspartner*innen

Beteiligte Modellschulen

Laufzeit

März 2018 bis Dezember 2020

Förderer

Techniker Krankenkasse Niedersachsen