Abgeschlossenes Projekt

Gesundheitsförderung für Bewohner*innen stationärer Pflegeeinrichtungen

Eine Pflegerin serviert den Bewohnern Kaffee und Kuchen
Abgeschlossenes Projekt

Gesundheitsförderung für Bewohner*innen stationärer Pflegeeinrichtungen

Bewohner*innen stationärer Pflegeeinrichtungen weisen aufgrund von Multimorbidität oft komplexe gesundheitliche Situationen auf. Dennoch lässt sich ihre Gesundheit fördern und die Lebensqualität steigern. Dies hat auch der Gesetzgeber erkannt. Mit Inkrafttreten des Präventionsgesetzes im Jahr 2015 sind die gesetzlichen Pflegekassen verpflichtet, Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung für Bewohner*innen in voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen umzusetzen (§ 5 Abs. 1 SGB XI). In diesem Rahmen wurde auch das Projekt „Gesundheitsförderung für Bewohner*innen stationärer Pflegeeinrichtungen“ umgesetzt.

 

Ziele

Konzepte der Gesundheitsförderung und Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen sollen dazu beitragen, die Lebensqualität der Bewohner*innen zu erhalten und steigern. Hierbei ist die Beteiligung von Menschen mit Pflegebedarf essenziell. Sie sind als Expert*innen ihrer Lebenswelt anzuerkennen und in allen Phasen von der Planung, über die Umsetzung bis zur Reflexion zu beteiligen.

MAẞNAHMEN

Das Projekt hat fünf Pflegeeinrichtungen der Stadt und Region Hannover und der Stadt und dem Landkreis Hildesheim dabei unterstützt, Prozesse der Gesundheitsförderung für Bewohner*innen anzustoßen. Dabei stand die Beteiligung von Bewohner*innen, Angehörigen und Mitarbeitenden im Zentrum des Prozesses. Im Zuge einer Bedarfs- und Ressourcenanalyse wurden pro Modelleinrichtung zwei Fokusgruppendiskussionen geführt. Insgesamt haben 35 Mitarbeiter*innen sowie 52 Bewohner*innen und Angehörige zu ihren Vorstellungen von Gesundheit und Wohlbefinden für die Bewohner*innen diskutiert. In darauffolgenden Projektwerkstätten mit Bewohner*innen, Angehörigen und Mitarbeitenden wurden pro Einrichtung die Ergebnisse der Fokusgruppen erörtert und Handlungsfelder zur weiteren Bearbeitung und Entwicklung von Gestaltungsansätzen gewählt: Körperliche Aktivität, Ernährung, seelische und soziale Gesundheit, Tagesgestaltung, Struktur und Abwechslung sowie Selbstbestimmung. In kleineren Projektgruppen bestehend aus Bewohner*innen/Angehörigen und Mitarbeitenden wurden im weiteren Schritt in jeder Einrichtung konkrete Konzepte und Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung der Bewohner*innen entwickelt und umgesetzt. Rahmengebend für die Umsetzung von Maßnahmen war der Leitfaden Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen des GKV-Spitzenverbandes.

  • Gewinnung von Modelleinrichtungen
  • Bedarfs- und Ressourcenanalyse mithilfe von Fokusgruppendiskussionen in den Modelleinrichtungen
  • Identifizierung und Priorisierung von Handlungsfeldern in jeder Modelleinrichtung
  • Antragstellung und Umsetzung der geplanten Maßnahmen in der Praxis sowie Unterstützung der Verantwortlichen in den Einrichtungen bei der Umsetzung
  • Durchführung von Reflexionsworkshops zu den angestoßenen Prozessen in den Modelleinrichtungen
  • Über den Projektverlauf Organisation von Netzwerktreffen der teilnehmenden Einrichtungen
  • Erstellung eines Erklärfilms
  • Erstellung einer Broschüre als Handlungshilfe
  • Öffentlichkeitsarbeit

Alle Beteiligten der Pflegeeinrichtungen waren in die einzelnen Projektschritte aktiv einbezogen und konnten mitentscheiden.

Projektfilm

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Laufzeit

01. Februar 2017 bis 31. Januar 2019

Förderer

BARMER Niedersachsen/Bremen

Kooperationspartner

pro familia Landesverband Niedersachen e. V.