Abgeschlossenes Projekt

Bedarfserhebung Fachkräfte der Eingliederungshilfe Bremen

Ein Mann berät eine Frau
Abgeschlossenes Projekt

Bedarfserhebung Fachkräfte der Eingliederungshilfe Bremen

In Deutschland leben laut dem zweiten Teilhabebericht der Bundesregierung 12,7 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Einige von ihnen sind als Schutzsuchende nach Deutschland gekommen. Unabhängig von der tatsächlichen Anzahl der Geflüchteten mit Behinderung belegen Berichte der Träger der Eingliederungshilfe häufiger einen Mehraufwand bei der Unterstützung von Klient*innen, die aufgrund ihrer Fluchterfahrung psychisch belastet oder traumatisiert sind.

Dies betrifft zum einen die zeitliche Komponente, wenn beispielsweise zu Beratungsgesprächen Dolmetschende hinzugezogen werden müssen und zum anderen die Beantragung und Abrechnung von Leistungen. Auch der kultursensible Umgang mit den Klient*innen und deren Angehörigen stellt eine Herausforderung dar.

Ziele 

Ziel des Vorhabens ist es, den Bedarf der Fachkräfte der Eingliederungshilfe im Umgang mit Klient*innen mit Fluchterfahrung zu erfassen. Dies erfolgt über eine Befragung der Fachkräfte erfolgen, auf deren Grundlage Handlungsempfehlungen abgeleitet werden sollen.

MAẞNAHMEN

Die Befragung der Fachkräfte erfolgt durch mehrere Fokusgruppen. Zu jeder Fokusgruppe werden Fachkräfte aus einem Bereich der Eingliederungshilfe eingeladen. Die Teilnehmenden sollen möglichst bei verschiedenen Trägern arbeiten, um die Bedarfserhebung breit anzulegen.

Im Rahmen eines Abschlussberichtes werden die Ergebnisse der Fokusgruppen und Expert*inneninterviews dargestellt und diskutiert. Die Bedarfe und Herausforderung werden auf der Ebene der Einrichtungsträger sowie der Mitarbeitenden getrennt dargestellt. Darüber hinaus werden Themenfelder bzw. Strukturen benannt, die von Leistungsträgern und -anbietern bereits bearbeitet bzw. aufgebaut wurden. Exemplarisch werden bestimmte Maßnahmen herausgehoben und steckbriefartig beschrieben. Darüber hinaus werden diejenigen Themenfelder bzw. Strukturen benannt, die noch nicht bearbeitet, aber als nötig empfunden werden. Abschließend werden Handlungsempfehlungen formuliert.

Laufzeit

01. November 2020 – 31. Dezember 2021

Förderer

Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Kooperationspartner

Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen der Freien Hansestadt Bremen