Netzwerk Frauen/Mädchen und Gesundheit Niedersachsen

Das Netzwerk Frauen/Mädchen und Gesundheit Niedersachsen ist ein Multiplikatorinnen-Netzwerk, das Interessierte aus dem Gesundheits-, Sozial-, Bildungs-, Gleichstellungs- und Politikbereich in Niedersachsen verbindet. Seit seiner Gründung 1995 setzen sich Vertreterinnen aus Organisationen und freien Trägern, aus Wissenschaft und Praxis sowie interessierte Frauen für eine geschlechtssensible Prävention, Gesundheitsförderung und -versorgung ein.    

Ziele  und Schwerpunktthemen

Die Kaiserschnittrate in Deutschland ist immer noch weit höher als die Weltgesundheitsorganisation aus medizinischen Gründen für notwendig angibt. Mädchen unterziehen sich in zunehmendem Maße Schönheitsoperationen und Körpermodifikationen. Sportvereine verzeichnen ab der Pubertät einen Rückgang von weiblichen Mitgliedern. Die COVID-19 Pandemie hat Frauen in der Gesundheitsversorgung als Helferinnen und als Patientinnen besonders viel abverlangt. Die Geburtshilfe ist noch lange nicht frauenorientiert organisiert. Die Möglichkeit zum Schwangerschaftsabbruch ist für Frauen unzulänglich: Es ist nicht für alle Frauen die optimale Versorgung mit kurzen Wegen und der schonendsten Methode verfügbar. Mit diesen und vielen weiteren Themen befasst sich das Netzwerk.

Diese für die Gesundheit von Frauen und Mädchen elementaren Themen werden in Veranstaltungen bzw. Tagungen und in regelmäßig erscheinenden Rundbriefen aufgegriffen. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf benachteiligten Dialoggruppen wie Frauen/Mädchen mit Behinderungen, mit chronischen Erkrankungen oder mit Migrationshintergrund. Durch vielfältige Expertisen zeigt das Netzwerk bei der Bearbeitung solcher Themen Präventions- oder Versorgungsbedarfe und Handlungsmöglichkeiten auf.

Eine geschlechtergerechte und geschlechtssensible Gesundheitspolitik ist als Grundlage für eine entsprechende Gesundheitsförderung, -versorgung und -forschung ebenfalls ein zentrales Thema des Netzwerkes.

Ziel des Netzwerkes ist, das Engagement für die Gesundheit von Frauen und Mädchen in Niedersachsen zu bündeln. Die Netzwerkarbeit verfolgt dabei das Ziel, relevante Themen zu identifizieren und für die Arbeit in Kommunen, in Organisationen, in Praxiseinrichtungen und -projekten aufzubereiten. Das Netzwerk will Impulse geben, für diese Themen in verschiedensten Zusammenhängen zu sensibilisieren.

Mitglieder

Trägerorganisationen des Netzwerkes sind das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, die LVG &AFS, das Frauen- und Mädchen GesundheitsZentrum der Region Hannover e. V., der Sozialverband Deutschland, Landesverband Niedersachsen e. V., der pro familia Landesverband Niedersachsen und dem Queeren Netzwerk Niedersachsen e.V.

Das Netzwerk ist offen für Interessierte aus dem Gesundheits-, Sozial-, Bildungs-, Gleichstellungs- und Politikbereich. Die Mitgliedschaft ist kostenfrei.

Zusammenarbeit

Das Netzwerk lebt von einem regelmäßigen Informations- und Erfahrungsaustausch. Hauptkommunikationsmittel ist ein E-Mail-Verteiler, über den regelmäßig zum Thema Frauen- und Mädchengesundheit informiert wird.

Wer aktiv mitarbeiten möchte, kann sich für die Arbeit in der sog. Organisationsgruppe einschreiben. In Treffen der Organisationsgruppe werden Perspektiven entwickelt, Tagungen geplant und Rundbriefe zusammengestellt.

Die früheren Netzwerktagungen wurden vom Ministerium für Soziales, Frauen, Gesundheit und Gleichstellung dokumentiert und können auf deren Website eingesehen werden. Seit 2005 werden die Tagungen in den Rundbriefen dokumentiert.

Das Netzwerk ist offen für Interessierte. Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung – lernen Sie uns gerne kennen!

Die LVG & AFS koordiniert darüber hinaus das