26. November 2020 Regionale Integrationskonferenz „Flucht und Behinderung“

 
Erstellt am 06.10.20 von Marcus Wächter-Raquet

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Diese Veranstaltung findet als Online-Seminar statt.

Schätzungen von Handicap International zu Folge liegt bei 10 bis 15 Prozent der in Deutschland lebenden Geflüchteten eine Behinderung vor. Obwohl viele dieser Schutzsuchenden bereits Leistungen aus dem Unterstützungssystem für Menschen mit Behinderungen beziehen, belegen Berichte aus der Praxis einen zunehmenden Beratungsbedarf. Immer wieder kommt es zu Verzögerungen in der Leistungsbewilligung und Unterversorgung. Die Ursache liegt unter anderem in den voneinander getrennten Versorgungs- und Kooperationsstrukturen, die Menschen mit Behinderungen und Geflüchtete unterstützen.

Der Fachtag beschäftigt sich mit der Situation geflüchteter Menschen mit Behinderungen und im Besonderen mit der Schnittstelle zwischen den verschiedenen Unterstützungssystemen. Nach grundlegenden Informationen zur Situation von geflüchteten Menschen mit Behinderungen in Deutschland sowie zu den Leistungsansprüchen dieser Personengruppe stellen sich verschiedene Netzwerke aus den Bereichen Behinderung, Flucht sowie Integration, die im Süden Niedersachsens tätig sind, vor. Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte und ehrenamtliche Engagierte aus den Bereichen der Verbandsarbeit für Menschen mit Behinderungen, der Behindertenhilfe sowie dem Unterstützungssystem für geflüchtete Menschen.

Die Veranstaltung wird ausgerichtet vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Leine-Weser, dem Bündnis „Niedersachsen packt an“, der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Kooperative Migrationsarbeit Niedersachen, koordiniert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

 

Programm

13:00 Uhr | Ankommen

13:30 Uhr | Grußwort
Dinah Stollwerck-Bauer, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser

13:40 Uhr | Grußwort
Petra Wontorra, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen

13:50 Uhr | Überblick zur Situation von geflüchteten Menschen mit Behinderungen in Deutschland
Prof. Dr. Anette Korntheuer, Kath. Universität Einchstätt-Ingolstadt

14:30 Uhr | Leistungsansprüche Geflüchteter mit Behinderungen
Sigmar Walbrecht, Flüchtlingsrat Niedersachsen e. V.

15:00 Uhr | Pause

15:30 Uhr | Netzwerke zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und Geflüchteten im Süden Niedersachsens

  • Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)
    Sabine Jensen & Charlotte Zach, Unabhängige Teilhabeberatung Stadt und Landkreis Hildesheim e. V.
  • Behinderten- und Psychiatriebeirat Landkreis Hildesheim
    Cornelia Oppermann, Fachstelle Inklusion, Landkreis Hildesheim & Sedat Baycan, stellvertr. Vorsitzender Behinderten- und Psychiatriebeirat
  • IvAF-Netzwerke in Nds. am Beispiel des Projektes FairBleib Südniedersachsen-Harz
    Kaja B. Schellenberg, Institut für angewandte Kulturforschung e. V.
  • Kooperative Migrationsarbeit Niedersachen, Regionalverbund Südniedersachsen
    Michaela Czulak, Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen eG 

16:15 Uhr | Podiumsgespräch
Ulrike Dammann, Inklusionsbeauftragte, Stadt Hildesheim
Suna Baris, Integrationsmanagerin, Stadt Hameln

16:50 Uhr | Abschluss
Dinah Stollwerk-Bauer, Landesbeauftragte für regionaleLandesentwicklung Leine-Weser

17:00 Uhr | Ende der Veranstaltung