25. November 2019 XXIX. Niedersächsische Suchtkonferenz

 
Erstellt am 26.08.19 von Alexandra Schüssler

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Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover

Wenn es für Jugendliche schwierig wird ...
Suchthilfe und Prävention bei Jugendlichen – eine transdisziplinäre Herausforderung

Die Zeit zwischen Kindheit und Erwachsenenwerden ist eine Zeit des Umbruchs, der Krisen und Herausforderungen. Identitätsfindung, selbständig werden, berufliche und politische Orientierung, sexuelle Identität sind nur einige beschreibende Schlagworte. Für Jugendliche kann es in dieser Zeit schwierig werden…

Zu einer gelingenden Bewältigung dieser Lebensphase gehört die Auseinandersetzung mit riskantem Suchtmittelkonsum und suchtauslösenden Verhaltensweisen. Die Stärkung protektiver Faktoren, die Reflexion und alternative Befriedigung von Bedürfnissen, die mit dem Suchtmittelkonsum verbunden sind, sind zentrale Herausforderungen des Erwachsenenwerdens, der Suchtprävention und Suchthilfe, der Pädagogik und Gesundheitsförderung.

Die XXIX. Niedersächsische Suchtkonferenz ermöglicht einen Blick darauf, was es bedeutet, heute jung zu sein. Wie verändert sich das Sucht- und Risikoverhalten im Kindes- und Jugendalter in Folge gesellschaftlicher Veränderungen, welche Anforderungen ergeben sich für die Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtselbsthilfe?

Die Suchthilfe wird, wie der übrige Gesundheits- und Sozialbereich, digital transformiert. Weitere Veränderungen wie die Aufnahme der „Gaming Disorder“ in den ICD-11, eine zunehmende Medialisierung, der Diskurs um die Legalisierung von Cannabis führen zu veränderten Anforderungen an Suchtprävention, Suchtberatung und Suchtbehandlung. Auch der nach wie vor hohe Alkoholkonsum erfordert gesellschaftspolitische Veränderungen.

Neben diesen grundsätzlichen Fragestellungen werden zwei Projekte vorgestellt: Das bundesweite Projekt „HaLT – Hart am LimiT“, das zeigt, wie der Jugendschutz besser eingehalten und ein verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol erfolgreich gefördert werden kann. Sowie eine im Auftrag der niedersächsischen Suchtselbsthilfe erarbeitete, bundesweit einmalige Studie, die Wege aufzeigt, wie junge mehrfachabhängige Menschen zielgerichteter erreicht werden.

Herzlich eingeladen sind Mitarbeitende der ambulanten und stationären Suchthilfe und Suchtselbsthilfe, der Suchtprävention, der psychiatrischen Versorgung, Suchtmediziner*innen, Allgemeinmediziner*innen, Pädiater* innen, Psychotherapeut*innen, Mitarbeitende psychosozialer Beratungs- und Unterstützungssysteme, Pädagog*innen, Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendhilfe sowie fachlich Interessierte.

 

Programm

09:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

10:00 Uhr | Grußwort
Bärbel Lörcher-Straßburg, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

10:10 Uhr | Herausforderung jung sein – Jugendliche in der Beschleunigungsgesellschaft
Prof. Dr. Heiner Keupp, Ludwig-Maximilians-Universität München

10:50 Uhr | Sucht und Risikoverhalten junger Menschen in Deutschland
Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, IFT-Nord Institut fürTherapie- und Gesundheitsforschung

11:30 Uhr | Kaffeepause

11:50 Uhr | Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen auf die Suchtentwicklung junger Menschen: Anforderungen an die Suchtbehandlung
Prof. Dr. Rainer Thomasius, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

12:30 Uhr | Mittagspause

13:30 Uhr | Internet-, Computer-, Smartphone-Nutzung – Entwicklungsrisiken für junge Menschen
Hon. Prof. Dr. Christoph Möller, Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult

14:00 Uhr | Warum Jugendliche sich mit Alkohol vergiften – Herausforderungen für die Alkoholprävention am Beispiel HaLT
Dr. Heidi Kuttler, Cooptima – Prävention und Gesundheitskommunikation

14:30 Uhr | Suchtselbsthilfe im Wandel – wie bleibt die Suchtselbsthilfe für junge mehrfachabhängige Menschen attraktiv?
Dr. Burkhard Kastenbutt, Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung

15:10 Uhr | Kaffeepause

15:30 Uhr | Zeit für Wandel – Onlineangebote in der Suchtprävention und Suchthilfe junger Menschen
Dr. Peter Tossmann, delphi-Gesellschaft für Forschung, Beratung und Projektentwicklung mbH

16:10 Uhr | Schlussworte

16:30 Uhr | Ende der Veranstaltung

Gesamtmoderation
Thomas Altgeld, LVG & AFS Nds. e. V.