23. Oktober 2019 Netzwerk Sozialpsychiatrischer Dienste in Deutschland

 
Erstellt am 24.07.19 von Susan Radant

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Caffamacherreihe 1-3, 20355 Hamburg

Der Sozialpsychiatrische Dienst in seiner Funktion als psychiatrischer Notdienst – Anspruch und Wirklichkeit!

Das 2010 gegründete Netzwerk Sozialpsychiatrischer Dienste in Deutschland organisiert regelmäßig zentrale bundesweite Treffen und unterhält vier regionale Netzwerke, - Nord, Süd, West und Ost. Ziel und Aufgabe des Netzwerks Sozialpsychiatrischer Dienste ist es, den interdisziplinären, berufsgruppen-, länder- und trägerübergreifenden Erfahrungs- und Meinungsaustausch zu fördern. Im Netzwerk Nord werden zudem seit vielen Jahren regelmäßig Fortbildungsworkshops an wechselnden Orten veranstaltet, an denen vorrangig – aber nicht nur - Kolleginnen und Kollegen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen teilnehmen.
Bei dem 11. Netzwerktreffen Nord geht es um das Thema der psychiatrischen Notfallversorgung durch den Sozialpsychiatrischen Dienst (SpDi).

Der SpDi hat eine wichtige und zentrale Aufgabe als psychiatrischer Notfall- und Krisendienst in der „Kommune“, in der „Gemeinde“ – im sogenannten „Sozialraum“. Er sollte kein „Kriseneinweisungsdienst“ sein, sondern ein „Kriseneinweisungsverhinderungsdienst“!

Gemeinsam wollen wir verschiedene Fragestellungen zu diesem komplexen Themenfeld bearbeiten:

  • Was ist eine „Krise“?
  • Welche Arten von „Krisendiensten“ gibt es?
  • Wie sollte der SpDi in seiner Funktion als psychiatrischer Not- und Krisendienst ausgestattet und organisiert sein?
  • Welchen unterschiedlichen Ansprüchen muss der SpDi gerecht werden, - sowohl gegenüber den Betroffenen, den Angehörigen, den Mitarbeitenden oder z. B. auch der „Klinik“?
  • Wie kann darauf hingewirkt werden, dass die zuständige Versorgungsklinik und der SpDi als psychiatrischer Notdienst effektiv, konstruktiv und kooperativ zusammenarbeiten?
  • Notdienste allgemein und insbesondere auch der SpDi werden häufig mit Gewalt und gefährdenden Situationen konfrontiert. Wie damit umgehen und wie dem vorbeugen?
  • Oft müssen Entscheidungen getroffen werden, die notwendig, gleichzeitig aber auch sehr belastend und ethisch eine Gratwanderung sein können. Wie damit umgehen?

Mit drei Impulsbeiträgen und anschließenden Workshops wollen wir die Thematik diskutieren und vertiefen. Wir freuen uns auf Ihre Mitwirkung und Ihre Beiträge!

Programm

09:30 Uhr | Anmeldung und Ankunft

10:00 Uhr | Begrüßung und Infos aus dem Netzwerk

10:15 Uhr | Was ist Notfallversorgung? Was heißt Krisenintervention?
Folke Sumfleth, Sozialpsychiatrischer Dienst Uelzen

10:45 Uhr | Emotionale Belastungssituationen für Mitarbeitende der Krisenintervention
Uwe Blanke, Sozialpsychiatrischer Dienst Region Hannover

11:15 Uhr | Rechtliche Rahmenbedingungen und Zusammenspiel von ambulantem Dienst und Klinik
Klaus Petzold, Sozialpsychiatrischer Dienst Landkreis Ostholstein

11:45 Uhr | Kaffeepause

12:00 Uhr | Workshops 1. Phase
(Problembeschreibung)

WS 1
Bestandaufnahme: Welche verschiedenen Organisationsformen gibt es hinsichtlich der SpDi?
Dr. Heiko Heißenbüttel, Sozialpsychiatrischer Dienst Bremerhaven
Susan Radant, LVG & AFS

WS 2
Emotionale Belastungssituationen: Supervision mit Fallbeispiel
Uwe Blanke, Sozialpsychiatrischer Dienst Region Hannover
Sarah Duensing, Sozialpsychiatrischer Dienst Hamburg

WS 3
Wege für die praktische Arbeit: Wie lässt sich das Zusammenspiel vom ambulanten SpDi und Klinik verbessern?
Klaus Petzold, Sozialpsychiatrischer Dienst Landkreis Ostholstein
N.N.

13:00 Uhr | Mittagspause

14:00 Uhr | Workshops 2. Phase
(Beispiele aus der Praxis, Lösungsmöglichkeiten)

15:00 Uhr | Kaffeepause

15:15 Uhr | Ergebnisse und Verabredungen

16:00 Uhr | Veranstaltungsende