Zusammen mit dem Anstieg der in Deutschland schutzsuchenden Menschen, wurde die Gesundheitsversorgung von Geflüchteten zu  einem Schwerpunktthema des Arbeitsbereichs. Im Fokus stehen die Entwicklung nachhaltiger Versorgungsstrukturen sowie die Situation Papierloser.

 

Vulnerabilität und Empowerment: Partizipative Ansätze der Gesundheitsförderung mit Geflüchteten (EMPOW)

Ziel des Projektes ist es, gesundheitsbezogene Bedarfe und Ressourcen Geflüchteter partizipativ zu bestimmen, um gemeinsam Maßnahmen der Gesundheitsförderung zu entwickeln und umzusetzen. Menschen mit Fluchterfahrung werden dabei als Co-Forschende und Community-Partner*innen beteiligt: sie bestimmen die Themenwahl, die Zielsetzung, das methodische Vorgehen, die Auswertung und die Entwicklung praktischer Maßnahmen der Gesundheitsförderung wesentlich mit.

Im Hinblick auf den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn zielt das EMPOW-Projekt darauf ab, das Konzept der Vulnerabilität (Verletzbarkeit) kritisch zu hinterfragen und weiterzuentwickeln und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Perspektiven der geflüchteten Menschen selbst zu legen. Partizipative Forschungsmethoden, die zur Anwendung kommen, reichen von kunstbasierten Methoden, über Community-Mapping und Photovoice bis hin zu regulären Methoden der empirischen Sozialforschung.

Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für drei Jahre gefördert (11/2019 - 10/2022), ist an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München angesiedelt und wird an drei Standorten (Hannover, Berlin, München) mit Community- und Praxispartner*innen durchgeführt. In Hannover ist die LVG & AFS ein zentraler Partner, in Berlin der Verein GEDA e. V. und in München das Beratungs- und Behandlungszentrum Refugio.
Weitere Informationen über das Projekt sowie die Kontaktdaten der Ansprechpartner*innen der LMU München finden sie auf der Internetseite des Projektes.

 

Temporäre Arbeitsgruppe Geflüchtete

Innerhalb des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit wurde eine zeitlich befristete Arbeitsgruppe eingerichtet an der auch die LVG & AFS beteiligt ist. Die Arbeitsgruppe wird erfolgreiche Projekte der Gesundheitsförderung bei Geflüchteten identifizieren und diese über die Internetseite des Kooperationsverbundes bekannt machen.
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Veranstaltungen

5. Forum Migration/Flucht und Behinderung
10. Juni 2020, Bremen
Veranstaltungsflyer

Regionale Vernetzungsveranstaltung „Flucht und Behinderung“
17. September 2020, Lüneburg

Regionale Vernetzungsveranstaltung „Flucht und Behinderung“
23. September 2020, Oldenburg



Veranstaltungsarchiv
5. März 2019 | Geflüchtet – behindert – versorgt?, Veranstaltungsflyer
22. November 2018 | 2. Forum Migration/Flucht und Behinderung, Veranstaltungsflyer
10. April 2018 | Geflüchtete Kinder und Jugendliche stärken, Veranstaltungsflyer
8. März 2018 | Rechte und Versorgung behinderter Geflüchteter, Veranstaltungsflyer
23. November 2017 | Geflüchtete Jugendliche im Quartier, Veranstaltungsflyer
10. Juni 2016 | Gesundheitsversorgung von Papierlosen, Veranstaltungsflyer
10. Dezember 2015 | Gekommen um zu bleiben, Veranstaltungsflyer


 

Veröffentlichungen und Dokumentationen

Dokumentation des Workshops "Geflüchtete Jugendliche im Qartier
Der Workshop verfolgte das Ziel Engagierte in der Jugendarbeit für die Situation geflüchteter Jugendlicher zu sensibilisieren und ihnen Methoden sowie Instrumente aufzuzeigen, wie psychisch belastete jungen Geflüchtete unterstützt werden können.
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Einführung der eGK für Asylsuchende und deren psychotherapeutischen Versorgung
Die 2016 im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellte Expertise beleuchtet die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Asylsuchende im Ländervergleich sowie die psychotherapeutische Versorgung Geflüchteter in Deutschland.
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Gesundheitsversorgung von Papierlosen
Im Rahmen der Veranstaltung wurde aus einer menschenrechtlichen Perspektive der Anspruch auf eine angemessene Gesundheitsversorgung dargestellt und ein Einblick in die Lebenssituation sogenannter Papierloser gegeben. Abschließend wurde das Modellprojekt zur Einführung eines anonymen Krankenscheins, das derzeit durch die Medizinische Flüchtlingshilfe Hannover und Göttingen durchgeführt, vorgestellt.
Dokumentation

 

Kontakt
Marcus Wächter-Raquet