Im Rahmen der Umsetzung des Präventionsgesetzes legen die gesetzlichen Krankenversicherungen und ihre Kooperationspartner*innen einen stärken Fokus auf die Gesundheitsförderung von und mit Menschen in schwierigen Lebenslagen. Dazu gehören auch (langzeit-)erwerbslose Menschen. Langanhaltende Arbeitslosigkeit stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Gleichzeitig erschweren gesundheitliche Einschränkungen die (Wieder-)Eingliederung in den Arbeitsmarkt.

Für viele Betroffene sind die Lebensverhältnisse geprägt durch soziale Exklusion und den Wegfall einer festen Tagesstruktur. Um dieser gesundheitlichen Chancenungleichheit zu begegnen, wurde die bundesweite Projektinitiative „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt“ gegründet. Das Projekt wird durch die BZgA aus den Mitteln der GKV gefördert.
Projektflyer

 

Projektziele

  • Sensibilisierung der subjektiven Gesundheit erwerbsloser Menschen
  • Stärkung der Gesundheitskompetenz erwerbsloser Menschen
  • Förderung der sozialen Teilhabe und (Re-)Integration in den Alltag
  • Planung und Initiierung bedarfsgerechter, gesundheitsförderlicher Angebote
  • Entwicklung niederschwelliger Zugänge zu primärpräventiven Angeboten (§ 20a SGB V) der Krankenkassen und weiteren regionalen Akteur*innen in der Gesundheitsförderung
  • Kommunaler Netzwerkaufbau


Umsetzung an den teilnehmenden Standorten
Die bundesweite Modellphase des Projekts der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des GKV-Spitzenverbandes startete im Juni 2014 bis Juni 2015. Ausgehend von den gewonnenen Erfahrungen wurde das Projekt bundesweit für 129 Standorte inhaltlich und konzeptionell weiterentwickelt. Bis April 2020 ist eine Ausweitung auf weitere 105 Standorte geplant.
Die LVG & AFS Niedersachsen erhielt neben den 32 Standorten in Niedersachsen auch im Bundesland Bremen die Beauftragung zur Durchführung des Projekts. Hier wird das Projekt an sechs Standorten in Bremen sowie an dem Standort Bremerhaven umgesetzt. Vertretend für die GKV hat die IKK gesund plus in Bremen die Federführung für das Projekt inne.
Gemeinsam mit Vertreter*innen der Jobcenter und Agenturen für Arbeit, der Kommune sowie weiteren regionalen Akteur*innen werden bedarfsgerecht gesundheitsfördernde Angebote in den Präventionsbereichen Bewegung, Ernährung, Stressmanagement und Suchtprävention nach einem partizipativen Handlungsansatz initiiert.
Die Teilnahme an den Angeboten erfolgt auf einer freiwilligen Basis und ist für alle Erwerbslosen kostenfrei.

 

Laufzeit
Die Projektlaufzeit ist für alle teilnehmenden Standorte bis Ende 2022 bewilligt.

 

Teilnehmende Standorte
Bereits in der ersten Förderphase (Frühjahr 2017) hat ein Standort in Bremen (Bremen Ost II) gemeinsam mit der IKK gesund plus die Arbeit aufgenommen. Mitte 2019 kamen 5 weitere Standorte in Bremen und der Standort Bremerhaven hinzu. Die Karte gibt einen Überblick.

Tätigkeitsbereiche
Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. (LVG & AFS) unterstützt die teilnehmenden Standorte prozessbegleitend bei der Umsetzung. Zudem koordiniert die LVG & AFS die Netzwerkarbeit auf Landesebene und ist für die Umsetzung der organisatorischen Rahmenbedingungen verantwortlich.

 

Newsletter Gesundheit und Erwerbslosigkeit
Der Newsletter des Projekts Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt informiert über Entwicklungen und Umsetzungen an den Projektstandorten in Niedersachsen und Bremen sowie über projektbezogene Neuigkeiten auf Bundesebene. Darüber hinaus wird auf Veranstaltungen und Wissenswertes aus dem Themenfeld Gesundheit und Erwerbslosigkeit hingewiesen. Der Newsletter erscheint viermal jährlich zum Quartalsende.

Sie haben bei sich an den Standorten interessante Angebote, die im Rahmen des Projekts „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt“ stattfinden? 
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Kontakt
Nina Hildebrandt
Carolin Schröer