Dokumentation
24. August 2019

Impfhindernissen begegnen

Impfungen zählen mit zu den wichtigsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin verfügbar sind. Dennoch nehmen nicht alle Menschen den Vorteil des Impfschutzes für sich in Anspruch.

Die Gründe dafür können unterschiedlich sein und werden z. B. von folgenden Faktoren beeinflusst:

  • Vertrauen in die Sicherheit der Impfung,
  • geografische, zeitliche und finanzielle Barrieren,
  • Fehleinschätzung der Risiken einer Impfung im Vergleich zu den Risiken der zu verhütenden Krankheit,
  • erschwerte Entscheidungsfindung aufgrund widersprüchlicher Informationsquellen zu Impfungen.

Hierbei spielt u. a. eine Rolle, dass es sich bei Impfungen um eine medizinische Maßnahme bei gesunden Personen handelt, deren positiver Effekt erst in der Zukunft eintritt. Die Schutzwirkung ist für die Geimpften nicht spürbar, da die Krankheit im besten Falle gar nicht auftritt. Dies gilt umso mehr in einem Umfeld, in dem die Krankheiten, gegen die geimpft wird, kaum noch als Bedrohung wahrgenommen werden. Daher können Einzelberichte über tatsächliche oder vermeintliche unerwünschte Wirkungen von Impfungen verunsichern, mit der Folge, sich nicht impfen zu lassen.

In diesem Spannungsfeld ist es von besonderer Bedeutung, gut und umfassend über Impfungen zu informieren. Auch auf den Umgang mit unerwünschten Wirkungen muss im Zuge der Nutzen-Risiko-Abwägung eingegangen werden.

Auf der Nutzen-Seite steht neben dem individuellen Schutz auch der Schutz Dritter, besonders derer, die nicht geimpft werden können. Insofern sind Impfungen ein ganz persönlicher Beitrag jedes Einzelnen zu einer gesunden Bevölkerung.

Mit der Veranstaltung soll zu den genannten Einflussfaktoren Stellung bezogen werden. Herzlich eingeladen sind Ärzt*innen, Apotheker*innen und Personen anderer medizinischer Fachberufe, sowie weitere Interessierte.

Moderation:
Dr. Matthias Pulz, Niedersächsisches Landesgesundheitsamt

Programm

  • 09:30 Uhr
    Anmeldung und Begrüßungskaffee
     
  • 10:00 Uhr
    Grußworte
    Claudia Schröder, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
     
  • 10:15 Uhr
    Die Standardvorgehensweise der Ständigen Impfkommission (STIKO)
    Dr. Thomas Harder, Robert Koch-Institut
    Vortrag
     
  • 11:00 Uhr
    Impfen – was dürfen und was sollen Krankenkassen?
    Claudia Schaa, AOK Niedersachsen
    Vortrag
     
  • 11:45 Uhr
    Kaffeepause
     
  • 12:00 Uhr
    Verfügbarkeit der Impfstoffe, Lieferengpässe und der aktuelle Stand in Deutschland
    Dr. María Miranda-García, Paul-Ehrlich-Institut
    Vortrag
     
  • 12:45 Uhr
    Mittagspause
     
  • 13:30 Uhr
    Impfmüdigkeit – eine Herausforderung für die Gesundheitskommunikation
    Dorothee Heinemeier, Universität Erfurt
    Vortrag
     
  • 14:15 Uhr
    Erfahrungsbericht „Impfmotivation in der Arztpraxis“
    Dr. Thomas Buck, Vorstand der Ärztekammer Niedersachsen
    Vortrag
     
  • 15:00 Uhr
    Kaffeepause
     
  • 15:15 Uhr
    Podiumsdiskussion mit den niedersächsischen Akteur*innen
    Dr. Jörg Berling, Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen
    Evelyn Geiter, Landesapothekerverband Niedersachsen e. V.
    Dr. Katharina Hüppe, Landesverband Niedersachsen der Ärztinnen & Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst e. V.
    Dr. Matthias Pulz,Niedersächsisches Landesgesundheitsamt
    Marion Charlotte Renneberg, Ärztekammer Niedersachsen
    Claudia Schaa, AOK Niedersachsen

    Moderation: Dr. Thomas Buck
     
  • 16:00 Uhr
    Ende der Veranstaltung