Psychische Gesundheit im Pflegeberuf erhalten

Beschäftigte in der Kranken- und Altenpflege sind neben hohen körperlichen Anstrengungen zugleich auch starken psychischen Belastungen ausgesetzt. Nahezu ein Drittel gibt an, häufig an der Grenze der Leistungsfähigkeit zu arbeiten. Hierauf  verweisen regelmäßig Auswertungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin oder die Arbeitsunfähigkeitsdaten der Krankenkassen. Dabei zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede: Neben Einrichtungen mit eklatanten Fehlzeiten und Fluktuationsraten aufgrund psychischer und psycho-somatischer Störungen findet man immer wieder auch Einrichtungen, in denen offenbar psychische Belastungen gut ausbalanciert werden können.

Was macht diese Unterschiede aus? Expertinnen und Experten sind sich einig: Erst ein gelingendes Zusammenspiel von langfristig angelegten Maßnahmen, die auf eine Anpassung der Arbeitsanforderungen und Arbeitsbedingungen abzielen, Führung als zentrale Einflussgröße berücksichtigen und den Einzelnen in seiner Selbstfürsorgefähigkeit stärken, führen zum Erfolg.

Aber wie kann die Umsetzung konkret aussehen? Im Rahmen der Veranstaltung werden entsprechende Handlungsmöglichkeiten von Krankenhäusern, Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen sowie der dort Beschäftigten beleuchtet. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Anforderungen und Möglichkeiten, die durch die seit 2013 im Rahmen des Arbeitsschutzgesetzes geforderten Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastungen geboten sind.

Die Veranstaltung richtet sich an Verantwortliche in Trägeroranisationen, Führungs- und Pflegekräfte im stationären und ambulanten Sektor, aus der Akutpflege sowie an Mitarbeitende im Qualitäts- und Personalmanagement.

Veranstaltungsflyer >>

Programm

09:00 Uhr | Anmeldung

09:30 Uhr | Eröffnung und Grußwort
Dirk Schröder, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

09:45 Uhr | Gemeinsam im Austausch – Worldcafé

10:15 Uhr | Wieviel Stress verträgt der Mensch – Psychisch gesund im Pflegeberuf | Vortrag
Jörg Haller, AOK Niedersachsen

11:15 Uhr | Kaffeepause

11:30 Uhr | Resilienzförderung als Strategie zur psychischen Belastungsbewältigung | Vortrag
Andreas Gscheidle, motio GmbH        

12:30 Uhr | Mittagspause

13:30 Uhr | „Gefährdungsbeurteilungen zur psychischen Belastung – Hinsehen und Handeln“ | Vortrag
Antje Juschkat, Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Hannover        

14:30 Uhr | Kaffeepause

14:45 Uhr | Praktische Hilfen und Instrumente für die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen zur psychischen Belastung im Pflegeberuf
Oliver Siegrist, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege

15:30 Uhr | Abschluss

16:00 Uhr | Veranstaltungsen