Alter, Geschlecht, Herkunft – Unterschiede machen Unterschiede

Rund 10.000 Menschen nehmen sich in Deutschland jedes Jahr das Leben – Männer mit einem Anteil von 75 Prozent dreimal häufiger als Frauen. Dementgegen werden die meisten Suizidversuche von Frauen begangen, am häufigsten von weiblichen Teenagern und jungen Frauen.

Obwohl im Lebenslauf das Suizidrisiko für beide Geschlechter steigt, ist Suizidalität im Alter ein Tabuthema besonderer Art. Die meisten Suizide werden von Personen mit psychischen Erkrankungen, besonders Depressionen, verübt.

Jeder Suizid und jede Suizidalität treffen immer auch zahlreiche andere Menschen. Angehörige, Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunde sind zurückgelassen mit Fragen von Schuld und Sinn. Diese unterschiedlichen Voraussetzungen fordern differenzierte Antworten in Beratungssituationen und in Kriseninterventionen. Dabei spielt das Internet eine immer größere Rolle. In den letzten Jahrzehnten hat sich durch wirksame Suizidprävention die Zahl der Selbsttötungen nahezu halbiert.

Infostände im Foyer: Bündnis gegen Depression in der Region Hannover, AGUS – Angehörige um Suizid, KIBIS – Selbsthilfe in der Region Hannover, AG Suizidprävention in der Region Hannover

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Programm

09:00 Uhr | Anmeldung

09:30 Uhr | Grußworte
Hauke Jagau, Regionspräsident
Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover
Uwe Blanke, Stellvertretender Koordinator im Bündnis gegen Depression in der Region Hannover

10:00 Uhr | Papa hat sich erschossen
Lesung mit Saskia Jungnikl, Betroffene und Autorin, Hamburg; moderiert von Edith Ahmann, FMGZ Region Hannover e. V.

10:45 Uhr | Suizide: Epidemiologie, Verursachung, Prävention
Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl, Deutsches Bündnis gegen Depression, Universitätsklinikum Leipzig

11:30 Uhr | Kaffeepause

11:45 Uhr | Gender und Suizidprävention bei älteren Menschen
Dr. phil Sylvia Schaller, Nationales Suizidpräventionsprogramm

12:30 Uhr | Mittagsimbiss
Signierstunde mit Saskia Jungnikl

13:15 Uhr | Das Unsagbare aussprechen
Beratungsgespräche führen bei Suizidalität
Dr. med. Thorsten Sueße, Sozialpsychiatrischer Dienst, Region Hannover

14:00 Uhr | Suizid- und Suizidprävention im Kontext von Suizidforen, Online-Prävention, Cyberbullying und Internetabhängigkeit
Toni Steinbüchel, Ruhr-Universität Bochum, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

14:45 Uhr | Kaffeepause

15:00 Uhr | Initiativen aus der Region Hannover stellen ihre Arbeit vor
Rita Klindworth, Astrid Roselieb, AGUS – Angehörige um Suizid
Kurt Brylla, AG Suizidprävention für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der Region Hannover

15:20 Uhr | Suizidprävention – Perspektiven für die Zukunft
Podiumsdiskussion mit
Rita Klindworth, AGUS – Angehörige um Suizid
Kurt Brylla, AG Suizidprävention für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der Region Hannover
Dr. med. Thorsten Sueße, Sozialpsychiatrischer Dienst, Region Hannover
Jan Baßler, Robert Enke Stiftung
Maria Klein-Schmeink, Bündnis 90/Die Grünen
Dr. phil. Sylvia Schaller, Nationales Suizidpräventionsprogramm

16:30 Uhr | Ende

Moderation
DrPH Ute Sonntag, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.