Jeder zweite Mensch wird am Ende seines Lebens pflegebedürftig sein. Kinder mit schwersten Erkrankungen, junge Erwachsene mit Schlaganfall, Menschen mit Demenz, Pflegebedürftigkeit im Alter. Das bedeutet auch: die Wahrscheinlichkeit, jemanden in der Familie zu pflegen, ist hoch.

Ist bei eingetretener Pflegebedürftigkeit ein zumindest teilweise selbstbestimmtes Leben überhaupt noch möglich und falls ja, wie? Wo erhalten Betroffene Unterstützung, Beratung, Hilfe im Fall des Falles? Hat sich an der Situation von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen durch die vielen Gesetzesänderungen wirklich etwas verändert? Werden die Pflegebedürftigen oder die pflegenden Angehörigen anders als noch vor Jahren „behandelt“ und / oder beteiligt? Welche Bedeutung kann die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe für Menschen haben, die selbst pflegebedürftig sind oder ihre Angehörigen pflegen? Welche Möglichkeiten zum besseren Einbezug der Interessen und Bedürfnisse bieten Selbsthilfe und Selbsthilfe-Unterstützung?

Die Tagung Selbstbestimmt bei Pflegebedürftigkeit bietet vielfältige Informationen und Möglichkeiten zur Diskussion. Betroffene und Profis aus den Bereichen Pflege und Selbsthilfe lernen sich kennen und tauschen sich aus.

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Programm

09:30 Uhr | Anmeldung, Begrüßungskaffee

10:00 Uhr | Tagungseröffnung
Tanja Möller, Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e. V. und Dörte von Kittlitz, Selbsthilfe-Büro Niedersachsen

10:15 Uhr | Balance zwischen Hilfe(-bedürftigkeit) und Selbstbestimmung
Ursula Helms, Nationale Kontaktstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen l Vortrag

10:45 Uhr | Welche Hilfen gibt es für Betroffene und Familien im Bereich Pflege?
Inge Schomacker, Senioren- und Pflegestützpunkt Calenberger Land l Vortrag

11:15 Uhr | Kaffeepause

11:30 Uhr | Der aktuelle Landespflegebericht
Birgit Wolff, Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e.V. l Vortrag

12:00 Uhr | Rolle des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen: Aufgaben / pflegebegründende Diagnosen.
Julia Langer, Medizinischer Dienst der Krankenkassen Niedersachsen l Vortrag

12:30 Uhr | Mittagspause

13:30 Uhr | Selbsthilfe und Selbsthilfe-Unterstützung am Beispiel Nienburg
Annette Hillmann-Hartung, KIBIS des Paritätischen Nienburg l Vortrag

14:00 Uhr | Erfahrungsberichte:
Monika Stadtmüller, Seniorenbeirat der Stadt Hannover
Grete Hoppe, Schlaganfall-Landesverband Niedersachsen
Anette Leischel, Intensivkinder Zuhause

14:30 Uhr | Kaffeepause

14:45 Uhr | World Café
Was brauchen wir? Was haben wir? Wo wollen wir hin?

Tisch 1 Was brauchen Betroffene und Angehörige?
Moderation: Roswitha Schulterobben, Selbsthilfe-Büro Niedersachsen

Tisch 2 Was können Selbsthilfe und Pflegebereich von einander lernen? Wie kann eine Zusammenarbeit gut gelingen?
Moderation: Barbara Heidrich, Paritätischer Niedersachsen

Tisch 3 Wie sehen das Selbstverständnis und die Haltung von Hilfeeinrichtungen gegenüber Betroffenen aus?
Moderation: Birgit Wolff, Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e. V.

15:45 Uhr | Tagungsbeobachter/innen berichten

16:30 Uhr | Ende der Veranstaltung