Abschluss- und Perspektivveranstaltung im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit

Epidemiologische Untersuchungen zum Substanzkonsum an deutschen Hochschulen weisen insbesondere in Bezug auf Alkohol, Cannabis und verschreibungspflichtige Medikamente auf hohe Konsumprävalenzen und einen konkreten Bedarf an Präventionsmaßnahmen hin. So gaben 42% der Studierenden, die im Rahmen der Drogenaffinitätsstudie befragt wurden an, mindestens einmal im letzten Monat Rauschtrinken ausgeübt zu haben (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2012). Achtunddreißig Prozent der Befragten einer an den Hochschulen Köln, Paderborn und Aachen durchgeführten Studie berichteten, innerhalb des letzten Jahres Cannabis konsumiert zu haben.

Im Rahmen dreier vom Bundesgesundheitsministerium geförderte Projekte wurden innovative online-basierte Interventionen zur Prävention und Reduktion von Substanzkonsum entwickelt und evaluiert. Erste Studienergebnisse deuten auf ihre Wirksamkeit in Bezug auf den Alkohol- und Drogenkonsum bei Studierenden hin.

Die Tagung stellt die Ergebnisse vor und zeigt Möglichkeiten auf, wie diese Interventionsansätze durch Hochschulen genutzt werden können. Interessierte Hochschulen sind eingeladen, sich ein Bild zu machen und von den Erfahrungen dieser Projekte zu profitieren. Auch sollen Perspektiven einer nachhaltigen Implementierung dieser Maßnahmen diskutiert werden.

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Programm

09:30 Uhr | Begrüßung
Dr. Ute Sonntag, Koordinatorin des bundesweiten Arbeitskreises Gesundheitsfördernde Hochschulen

Grußwort
Gaby Kirschbaum, Bundesministerium für Gesundheit, Berlin

09:45 Uhr | Psychische Belastungen und Suchtverhalten Studierender: Welcher Präventionsbedarf ergibt sich aus der aktuellen HISBUS-Studie?
Dr. Elke Middendorff, Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung GmbH, Hannover
Abstract I Vortrag

10:15 Uhr | Projektvorstellung I: eCHUG, Esslingen
Prof. Dr. Marion Laging, Prof. Dr. Thomas Heidenreich, Hochschule Esslingen
Abstract I Vortrag

10:45 Uhr | Kaffeepause

11:15 Uhr | Projektvorstellung II: Internetbasierte Soziale Normen Intervention zur Prävention von Substanz- konsum bei Studierenden (INSIST), Bremen
Dr. Stefanie Helmer, Dr. Claudia Pischke, Prof. Dr. Hajo Zeeb, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie − BIPS GmbH, Bremen
Abstract I Vortrag

11:45 Uhr | Projektvorstellung III: Dein-Masterplan, Berlin
Dr. Peter Tossmann, Delphi-Gesellschaft für Forschung, Beratung und Projektentwicklung mbH, Berlin
Prof. Dr. Renate Soellner, Universität Hildesheim
Abstract I Vortrag

Moderation des Vormittags: Dr. Ute Sonntag, Koordinatorin des bundesweiten Arbeitskreises Gesundheitsfördernde Hochschulen

12:15 Uhr | Mittagspause

13:15 Uhr | (Sucht-) Prävention an Hochschulen konkret weiter denken
4-5 parallele Arbeitsgruppen mit folgenden Fragestellungen:

1. Wie muss die derzeitige Situation zur Suchtprävention für Studierende bewertet werden?

2. Wie können Suchtpräventionsprogramme nachhaltig an Hochschulen implementiert werden?

Moderation
Dr. Stefanie Helmer, Leibniz-Institut für Präventions forschung und Epidemiologie − BIPS GmbH, Bremen
Prof. Dr. Thomas Heidenreich, Hochschule Esslingen
Prof. Dr. Marion Laging, Hochschule Esslingen
Dr. Claudia Pischke, Leibniz-Institut für Präventions- forschung und Epidemiologie − BIPS GmbH, Bremen
Dr. Peter Tossmann, Delphi-Gesellschaft für Forschung, Beratung und Projektentwicklung mbH, Berlin

15:00 Uhr | Präsentation der Ergebnisse der Arbeitsgruppen

15:30 Uhr | Abschlussrunde: Vertreter/innen von Hochschulen, Krankenkassen, Studentenwerken und von Studierenden

Moderation
Gaby Kirschbaum, Bundesministerium für Gesundheit, Berlin

16:00 Uhr | Schlussworte
Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung