Neue Morbidität im Kindes- und Jugendalter und deren Folgen

Die qualifizierte Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen hat einen hohen Stellenwert: wir alle wünschen uns, dass unsere Kinder gesund aufwachsen.
Obwohl es der Mehrzahl der Kinder in Deutschland gut geht, gibt es immer mehr Kinder, die verhaltensauffällig sind. Auch chronische Krankheitsbilder wie Allergien, Diabetes, Gelenk- und Haltungskrankheiten nehmen zu. Medizin und Pädagogik stehen vor großen Herausforderungen.

Neben individuellen Angeboten ist dabei auch die Gesundheitsförderung in Settings wichtig, um so die Chancengleichheit aller Kinder und Jugendlichen zu fördern. Wie muss unsere Welt aussehen, dass sich alle Kinder gesund entwickeln? Was können wir tun, um die Rahmenbedingungen zu verbessern?

Das aktuelle Präventionsgesetz enthält erste Ansätze, um diese Rahmenbedingungen zu verändern. Insbesondere eine stärkere Finanzierung der Präventionsangebote durch die Gesetzlichen Krankenkassen soll zu einem qualitativen Ausbau von gesundheitsfördernden Maßnahmen beitragen.

Es gibt ein umfangreiches Vorsorgeprogramm der gesetzlichen Krankenversicherung,  in dem Kinder und Jugendliche von der Geburt bis zur Volljährigkeit von Ärztinnen und Ärzten begleitet werden. Da leider hierdurch nicht alle Bevölkerungsschichten gleichermaßen angesprochen werden, sollte mit aktiver Beteiligung der Kinder, Schülerinnen und Schüler, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte sowie Eltern, behandelnden Ärztinnen und Ärzten, Politik und öffentlichem Gesundheitsdienst gesundheitsförderliche Prozesse und Zusammenarbeit angeregt werden. Wie diese Zusammenarbeit zukünftig verbessert und ausgebaut werden kann, wollen wir auf der Fachveranstaltung mit Ihnen diskutieren.

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Programm

 13:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

14:00 Uhr | Grußworte
Heike Sander, Barmer GEK Dr. Gisbert Voigt, Ärztekammer Niedersachsen

14:25 Uhr | Ungleiche Gesundheitschancen von Kindern und Jugendlichen: Die Bedeutung der neuen Morbidität
Dr. Thomas Lampert, Robert-Koch-Institut, Berlin

15:05 Uhr | Morbidität bei Kindern und Jugendlichen - wie stellt sich dies in der kinderärztlichen Praxis dar?
Dr. Ulrich Kohns, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Psychotherapie, Essen

15:45 Uhr | Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen - Wie verändert sich die Morbidität
Prof. Dr. Gerd Glaeske, Zentrum für Sozialpolitik, Universität Bremen

16:15 Uhr | Kaffeepause

16:35 Uhr | Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen - Standards in der kinder- und jugendpsychiatrischen Diagnostik und Versorgung
Prof. Dr. med. Michael Kölch, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Vivantes Klinikum im Friedrichshain, Berlin

17:15 Uhr | Gesunde Schülerinnen und Schüler? Schulische Strategien am Beispiel MindMatters
Dr. Birgit Nieskens, Zentrum für Angewandte Gesund- heitswissenschaften, Leuphana Universität Lüneburg

17:45 Uhr | Podiumsdiskussion – “Welche gemeinsamen Strategien finden wir?“
• Dr. Bettina Langenbruch, Fachausschuss Kinder- u. Jugendgesundheit i. Landesverband Nds. d. Ärztinnen u. Ärzte im ÖGD
• Prof. Dr. Michael Kölch, Kinder- und Jugendpsychiatrie
• Martin Klawitter, IGS Buchholz
• Heike Sander, Barmer GEK
• Dr. Ulrich Kohns, Facharzt f. Kinder- u. Jugendmedizin
• Dr. Gerhard Porps, Kultusministerium Niedersachsen

18:30 Uhr | Tagungsende

Moderation
Thomas Altgeld, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.