Herausforderungen erkennen, Chancen nutzen
Pflegekongress des Landes Niedersachsen

Die demografische Entwicklung geht mit einer erheblichen Zunahme des Bevölkerungsanteils hochbetagter Menschen einher. Hieraus erwächst eine Vielzahl gesellschaftlicher Veränderungsprozesse. Der Pflegesektor ist in gleich zweifacher Weise von diesem Wandel betroffen: Die Gruppe der Hilfe- und Pflegebedürftigen nimmt zu. Zugleich sinkt die Zahl der jungen Menschen, die Unterstützung erbringen können.


Um unter diesen Bedingungen die pflegerische Versorgung auch zukünftig auf hohem qualitativem Niveau sicherzustellen, bedarf es einer grundlegenden Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen. In Niedersachsen bestehen hierfür bereits heute zukunftsweisende Ansätze. Sie vermitteln Impulse, wie zum Beispiel dem Fachkräftebedarf im dynamischen Wachstumsmarkt Pflege auch in den kommenden Jahren begegnet und der Sozialraum durch eine gezielte Quartiersarbeit oder den Einsatz technischer Assistenzsysteme zum Zentrum einer zukunftsfähigen Pflegelandschaft werden kann. Im Rahmen des Pflegekongresses des Landes Niedersachsen werden entsprechende Perspektiven aufgezeigt und Handlungsfelder für die niedersächsische Kommunal- und Landespolitik ausgelotet. Auf diese Weise wird eine Annäherung an die Fragestellung möglich, wie der demografische Wandel als Entwicklungschance für die Pflege genutzt werden kann.

Die Veranstaltung der Niedersächsischen Landesregierung richtet sich an Vertretungen der Pflegekassen, der Kommunalen Spitzenverbände, der Verbände der Wohlfahrtspflege und der privaten Pflegeeinrichtungen, der Pflege-Berufsverbände, der Gewerkschaften, der Trägerorganisationen, der Beschäftigten in der Pflege, der Wohnungswirtschaft und der Seniorenräte.

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Programm

10:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

11:00 Uhr | Grußwort
Gemeinsam für gute Pflege in Niedersachsen
Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident

11:15 Uhr | Impulsvortrag
Pflege zukunftsgerecht gestalten
Cornelia Rundt, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

11:45 Uhr | Segel setzen für eine demografiefeste Gestaltung der Pflege | Vortrag
Prof. Dr. Heinz Rothgang, Zentrum für Sozialpolitik, Universität Bremen

12:45 Uhr | Mittagsimbiss

13:45 Uhr | Parallele Fachforen 1 und 2

Fachforum 1
Pflegebedürftigkeit und Umfeldgestaltung


Selbstbestimmt Altern im Quartier – Beispiele aus der Stadt Burgdorf | Vortrag
Jan-Hinrich Brinkmann, Stadt Burgdorf

Technische Assistenzsysteme im Auftrag des älteren Menschen | Vortrag
Prof. Dr. Andreas Hein, OFFIS e. V. - Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Informatik


Fachforum 2
Personalsicherung in der Altenpflege


Auszubildendenrekrutierung, Mitarbeitergewinnung und -bindung in der Altenpflege | Vortrag
Hanne Rosner, Stabsstelle Demografiemanagement, Landeshauptstadt Kiel

Personalsicherung in der Altenpflege – Perspektive der Gewerkschaften | Vortrag
David Matrai, Ver.di Landesbezirk Niedersachsen-Bremen

Personalsicherung in der Altenpflege – Perspektive der Arbeitgebervertretung | Vortrag
Jörg Reuter-Radatz, Diakonisches Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers e. V.

15:15 Uhr | Perspektivdiskussion zur zukünftigen Entwicklung der Altenpflege in Niedersachsen
Claudia Schröder, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Prof. Dr. Heinz Rothgang, Zentrum für Sozialpolitik, Universität Bremen
Hanna Naber, Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen e. V.
Heike Lange, Landesarbeitsgemeinschaft der Verbände der Privaten Pflegeeinrichtungen in Niedersachsen
Ines Henke, Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens
Hartmut Tölle, Deutscher Gewerkschaftsbund, Niedersachsen
Marita Mauritz, Niedersächsischer Pflegerat

16:15 Uhr | Veranstaltungsende

Moderation
Thomas Altgeld, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.