Geschätzte acht Millionen Menschen in Deutschland sind von chronischen Schmerzen betroffen. Sie sind oft über viele Jahre in hohem Maße körperlichen, psychischen und sozialen Belastungen ausgesetzt. Therapiebrüche, aber auch Informationsverluste während der Behandlung zwischen den beteiligten Akteurinnen und Akteuren stehen auf der Tagesordnung. Gründe hierfür sind unter anderem in der Komplexität der verschiedenen Erkrankungen, in der sektoralen Gliederung des Systems und in einer fehlenden Vernetzung über die Grenzen der Fachdisziplinen und Berufsgruppen hinaus zu finden. Somit ist klar: Das deutsche Gesundheitssystem steht mit der bedarfsgerechten Versorgung chronischer Schmerzpatientinnen und -patienten vor einer großen Herausforderung.


Insbesondere vor dem Hintergrund des Versorgungsstärkungsgesetzes werden Expertinnen und Experten auf der Fachtagung diese Problematik sowie mögliche Lösungswege diskutieren: Wie kann eine bedarfsgerechte Versorgung ganz konkret aussehen? Wo fangen wir an, welche Kooperationen müssen wir eingehen? Wie kann die Versorgungsqualität im Entlassmanagement und somit die Schnittstellenproblematik ambulant/stationär verbessert werden?

Die Veranstaltung wendet sich an niedergelassene und stationär tätige Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, Vertreterinnen und Vertreter von Krankenkassen, aus Politik und Verwaltung sowie an alle Interessierten.

Fortbildungspunkte
Die Veranstaltung ist mit 3 Fortbildungspunkten bei der Akademie für ärztliche Fortbildung beantragt.

Veranstaltungsflyer >>

Programm

14:00 Uhr | Grußworte
Jörg Röhmann, Staatssekretär Nieder sächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Heike Sander, Landesgeschäftsführerin BARMER GEK

14:20 Uhr | Sektorübergreifende Schmerzversorgung aus stationärer Sicht
Univ. Prof. Dr. Wolfgang Koppert, M.A., Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Medizinische Hochschule Hannover

14:50 Uhr | Sektorübergreifende Schmerzversorgung aus ambulanter Sicht
Prof. Dr. Michael Bernatek, M.A., Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie-Osteologie, Spezielle Schmerztherapie und Sportmedizin

15:20 Uhr | Kaffeepause

15:35 Uhr | Haben Krankenkassen ein Schmerzempfinden?
Schmerzmedizin aus Sicht der BARMER GEK

Dr. Ursula Marschall, BARMER GEK

16:05 Uhr | Podiumsdiskussion: Wie sieht die sektorübergreifende Schmerzversogung von morgen aus?
Dr. Jörg Berling, Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen
Dr. Ursula Marschall, BARMER GEK
Dr. Thela Wernstedt, MdL
Harry Kletzko, Deutsche Schmerzliga

17:00 Uhr | Ende der Veranstaltung

Moderation
Thomas Altgeld, Geschäftsführer Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.