Entwicklung und Sicherung von Qualität

Die Diskussion um ein kommendes Präventionsgesetz hat erneut Fahrt aufgenommen. Damit rücken Fragen der Qualitätsentwicklung und -sicherung in der Gesundheitsförderung wieder stärker in den Vordergrund. Gefordert wird eine verbindliche, flächendeckende Qualitätssicherung, um die Potentiale von Prävention und Gesundheitsförderung nachhaltig auszuschöpfen. Diese Anforderung stellt jedoch Akteurinnen und Akteure der Praxis angesichts eines wachsenden und unübersichtlichen Angebots von Instrumenten und Verfahren der Qualitätsentwicklung, mangelnder zeitlicher und personeller Kapazitäten sowie begrenzter Fördermittel vor Herausforderungen.


Die im Rahmen des bundesweiten Projekts „Gesundheitsförderung in Lebenswelten – Entwicklung und Sicherung von Qualität“ stattfindende Regionalkonferenz Bremen rückt das Setting Stadtteil sowie das Handlungsfeld Migration in den Fokus. Wir möchten Sie herzlich einladen, im Rahmen der Veranstaltung mit uns in einen Dialog zu treten, um den Weiterentwicklungsprozess einer praxisorientierten Qualitätssicherung aktiv mitzugestalten und so Ihre gute Arbeit zu unterstützen und sichtbar(er) zu machen. In Arbeitsgruppen zu den ausgewählten Bereichen möchten wir erste Ergebnisse aus vorausgegangenen Befragungen von Praktikerinnen und Praktikern vorstellen und mit Ihnen über Ihre Wünsche, Ideen, Erwartungen und Bedürfnisse zu diesem Thema diskutieren.

Die Veranstaltung richtet sich an Akteurinnen und Akteure, Projektverantwortliche und Fachkräfte aus dem Setting Stadtteil, dem Handlungsfeld Migration, Verantwortliche auf kommunaler Ebene sowie alle am Thema Interessierten.

Das von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geförderte und maßgeblich mitgetragene Projekt hat zum Ziel, Qualitätsentwicklung stärker in der täglichen Praxis der Gesundheitsförderung in Settings zu vernetzen. Es wird im Rahmen des Kooperationsverbundes „Gesundheitliche Chancengleichheit“ durchgeführt.

Veranstaltungsflyer >>

Programm

09:30 Uhr | Anmeldung

10:00 Uhr | Begrüßung
Prof. Dr. Norbert Schmacke, Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung
Dr. Frank Lehmann, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

10:20 Uhr | Gesundheitsförderung in Settings: Gute Arbeit sichtbar machen | Vortrag
Thomas Altgeld, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. (LVG & AFS)

10:50 Uhr | Gesundheitsförderung im Stadtteil – Nachhaltigkeit durch partizipative Qualitätsentwicklung | Vortrag
Dr. des. Gesine Bär, Alice Salomon Hochschule Berlin

11:30 Uhr | Kaffeepause

11:50 Uhr | Qualität für alle – Wie steht es bei der Gesundheitsförderung mit Migranten und Migrantinnen? | Vortrag
Prof. Dr. Hajo Zeeb, Leibnitz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS GmbH

12:30 Uhr | Mittagspause

13:30 Uhr | Parallele Arbeitsgruppen

AG 1
Gesundheitsförderung im Stadtteil

Input I: Vorbild sein für Andere – Qualitätsentwicklung anhand der Good Practice-Kriterien des Kooperationsverbundes „Gesundheitliche Chancengleichheit“, Astrid Gallinger, Gesundheitstreffpunkt West | Vortrag
Input II: Ergebnisse der Praxisbefragung, Iris Bregulla, LVG & AFS

AG 2
Migration und Gesundheit

Input I: Partizipative Qualitätsentwicklung am Beispiel der Einrichtung Frauengesundheit in Tenever, Jutta Flerlage, Frauengesundheit in Tenever | Vortrag
Input II: Ergebnisse der Praxisbefragung, Sven Brandes, LVG & AFS

15:15 Uhr | Abschließende Worte des Moderators

15:30 Uhr | Veranstaltungsende

Gesamtmoderation
Marcus Wächter, LVG & AFS