Möglichkeiten und Grenzen der Personalisierten Medizin

Die Idee ist gut: Jeder Mensch bekommt nur das Medikament und die Therapie, die auch bei ihm bzw. ihr eine Wirkung zeigt. Die Dosierung kann individuell angepasst werden und Nebenwirkungen müssen nur noch ertragen werden, wenn die Therapie auch Erfolg verspricht.


Sind wir schon mittendrin in diesem Paradigmenwechsel der Medizin und „One size fits all“ war gestern? Heißt die Medizin heute und in der Zukunft: personalisiert, individualisiert, stratifiziert, genom- oder auch biomarkerbasiert? Schon die Vielfalt der kursierenden Namen macht deutlich: Einigkeit unter Fachleuten besteht nicht und Erwartungen auf der Seite der Patientinnen und Patienten werden viele geweckt. Die Entwicklungen stecken – mit einigen Ausnahmen – noch in den Kinderschuhen und viele Folgen sind zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abzuschätzen.

Welche Konsequenzen ergeben sich für die Medizin, die Menschen und das Gesundheitssystem? Was müssen Ärztinnen und Ärzte wissen? Führt die personalisierte Medizin zu vermehrten Kosten oder können sie sogar reduziert werden? Ist die Evidenz wirklich ausreichend, bestimmte Patientengruppen von Therapien auszuschließen? Wie stehen die Vertreterinnen und Vertreter einzelner Interessensgruppen zur Personalisierten Medizin? Diese und weitere Fragen zum aktuellen Stand der Entwicklungen sollen von Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen beleuchtet und diskutiert werden. Herzlich eingeladen sind Ärztinnen und Ärzte, Pflegende, Apothekerinnen und Apotheker, Vertreterinnen und Vertreter von Krankenkassen und Pharmaunternehmen sowie alle weiteren Akteurinnen und Akteure aus dem Gesundheitswesen.

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Programm

09:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

10:00 Uhr | Begrüßung und Einführung in das Thema
Brigitte Käser, AOK Niedersachsen
Thomas Altgeld, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Nds. e. V.

10:20 Uhr | Wegbereiter der Personalisierten Medizin
Prof. Dr. Bärbel Friedrich, Leopoldina Nationale Akademie der Wissenschaften, Halle / Saale

11:00 Uhr | Kaffeepause

11:30 Uhr | Personalisierte Medizin: Behandlung von Patienten statt Behandlung von Krankheiten
Prof. Theo Dingermann, Johann Wolfgang Goethe- Universität Frankfurt am Main

12:10 Uhr | Personalisierte Medizin – Alter Wein in neuen Schläuchen?
Prof. Dr. Jürgen Schölmerich, Universitätsklinikum Frankfurt am Main

12:50 Uhr | Mittagspause

13:50 Uhr | Evidenzbasierung und personalisierte Medizin: (k)ein Widerspruch?!
PD Dr. Stefan Lange, Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Köln

14:30 Uhr | Personalisierte Medizin – Wie kann sie bezahlbar bleiben? Anforderungen an Qualität und Nutzen
Dr. Gerhard Schillinger, AOK Bundesverband

15:10 Uhr | Kaffeepause

15:40 Uhr | Personalisierte Medizin – Status Quo und Perspektiven aus Sicht der pharmazeutischen Industrie
Dr. Thorsten Ruppert, vfa Berlin

16:20 Uhr | Ethische Aspekte bei der individualisierten Medizin: Erwartungen von Patientinnen und Patienten gegenüber prognostischen Tests mit Biomarkern
Dr. des. Sabine Wöhlke, Universitätsmedizin Göttingen

17:00 Uhr | Ende der Veranstaltung

Moderation

Thomas Altgeld, Geschäftsführer Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.