28. Tagung des Netzwerks Frauen / Mädchen und Gesundheit Niedersachsen

Im Frühjahr 2013 hat sich Angelina Jolie wegen der Häufung von Brustkrebserkrankungen in ihrer Familie und nach einem genetischen Test einer beidseitigen Brustdrüsenkörperentfernung unterzogen. Nach dem großen Medienecho haben sich Anfragen bei Beratungsstellen, der Ärzteschaft und in Kliniken gehäuft. Viele Frauen überlegen, ob sie sich einem genetischen Test unterziehen, um ihr Risiko an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken abzuklären.


Welche Aussagekraft und welcher individuelle Nutzen aus dem Ergebnis eines (prädiktiven) Gentests abzuleiten sind, sollte – vor seiner Durchführung – ausführlich am besten im Rahmen einer genetischen Beratung besprochen werden. Ein Risiko zu haben, heißt noch nicht krank zu sein oder zu werden. Eine fehlende oder falsche Information über die Bedeutung des Gentestergebnisses führt zu starker Verunsicherung.

Wir nehmen die Diskussion für oder wider Gentests zum Anlass, das Thema von verschiedenen Seiten zu beleuchten:

• Was können Gentests leisten?
• Wozu dient eine genetische Beratung?
• Wie gehen wir mit Wissen und Nichtwissen um?
• Wie sind Risikozahlen zu bewerten?

Eingeladen sind neben den Mitgliedern des Netzwerks Frauen / Mädchen und Gesundheit Niedersachsen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Krankenkassen, von Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, Ärztinnen und Ärzte, Gleichstellungsbeauftragte sowie am Thema Interessierte. Die Tagung wurde in Kooperation mit dem Frauen- und MädchenGesundheitsZentrum Region Hannover e. V. (FMGZ) vorbereitet.

Veranstaltungsflyer >>

Programm

10:00 Uhr | Grußwort
Niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt

10:15 Uhr | „Das hättest du doch wissen müssen?!“
Gesellschaftliche Implikationen und Sprachgebrauch
Erika Feyerabend, BioSkop e. V.

11:30 Uhr | Richtige Fakten, falsche Schlüsse?
Vom Umgang mit Statistiken und Zahlen

Dr. Markus Feufel, Charité-Universitätsmedizin Berlin und Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

12:30 Uhr | Mittagspause

13:30 Uhr | Auffälliger Gentest – und dann? Folgen, Beratung, Verantwortung…
Dr. med Susanne Morlot, MHH, Institut für Humangenetik Tumorgenetische Beratung

15:00 Uhr | Begleitung und Beratung – Das Recht auf (Nicht-) Wissen
Diskussion mit und im Publikum

Impulse von Dr. Angelika Voss & Edith Ahmann (FMGZ), Elke Gravert (UPD)
Dr. Silja Samerski (Uni Hannover) - angefragt

16:00 Uhr | Ende der Tagung

Moderation
Tanja Föhr – Agentur für Innovationskulturen