Gesundheitskommunikation gendersensibel gestalten

Frauen und Männer unterscheiden sich hinsichtlich ihres gesundheitsbezogenen Kommunikationsverhaltens und reagieren verschieden auf krankheits- und gesundheitsrelevante Botschaften. Diese Erkenntnis ist für Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis zentral, die sich mit Gesundheitskommunikation befassen. Welche geschlechterbezogenen Spezifika bestehen? Wie müssen Botschaften gestaltet sein, um Männer und Frauen zu erreichen? Welche Geschlechterbilder werden gegenwärtig in den Medien transportiert? Welcher Nutzen ist mit einer gendersensiblen Gesundheitskommunikation verbunden?

Mit diesen Fragen befasst sich die Fachtagung, die von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. in Kooperation mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und dem Netzwerk Medien und Gesundheitskommunikation durchgeführt wird. Finanziell wird diese Fachtagung von der Barmer GEK unterstützt. Die Beiträge setzen Impulse für eine gendersensible Aufbereitung und Vermittlung von gesundheitsrelevanten Informationen und lenken den Blick gezielt auf die hiermit verbundenen Herausforderungen und Chancen.

Fach- und Leitungskräfte aus dem Gesundheitswesen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie auch andere am Thema interessierte Personen sind herzlich eingeladen, gemeinsam miteinander ins Gespräch zu kommen.

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Programm

09:45 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

10:15 Uhr | Begrüßung
Alexandra Sowka, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover; Netzwerk Medien und Gesundheitskommunikation
Heike Sander, Landesgeschäftsführerin Nds. / Bremen, Barmer GEK

10:30 Uhr | Was hat eigentlich Geschlecht mit Mediennutzung und Körperbild zu tun?
Ergebnisse aus der aktuellen WHO-Studie „Health Behaviour in School-Aged Children“ (HBSC)
Sarah-Christina Glücks, WHO Collaborating Centre for Child and Adolescent Health Promotion, Universität Bielefeld

11:05 Uhr | Wenn Barbies Wespentaille zu dick ist: Körperbilder in Kinder- und Jugendmedien und ihre Bedeutung
Dr. Maya Götz, Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI)

11:40 Uhr | Männer sollen anders sein als Frauen. Wie zielführend ist geschlechtersensible Gesundheitskommunikation?
Dr. Daniela Schiek, Universität Duisburg-Essen

12:15 Uhr | Mittagspause

13:15 Uhr | Geschlechtersensible Kommunikation in der Presse? Das Beispiel Apotheken Umschau
Christine Wolfrum, Apotheken Umschau

13:50 Uhr | Prävention und Gesundheitsförderung geschlechtersensibel kommunizieren: Beispiele aus der Praxis einer Krankenkasse
Dr. Rüdiger Meierjürgen, Stabsstelle Gesundheit, BARMER GEK Hauptverwaltung

14:25 Uhr | Wie ein Arzt Männer erreicht
Dr. med. Heribert Schorn, niedergelassener Arzt, Göttingen

15:00 Uhr | Kaffeepause

15:20 Uhr | World Café
Themen der Tische
Tisch A: Bildauswahl
Tisch B: Kampagnenbotschaften
Tisch C: Kommunikationswege
Tisch D: Geschlecht oder Diversity?
Tisch E: offenes Thema

16:30 Uhr | Gemeinsames Resümee

17:00 Uhr | Ende

Moderation
Thomas Altgeld, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.