Jedes dritte Kind kommt mit einem Kaiserschnitt auf die Welt – Tendenz steigend. Dabei gibt es große regionale Unterschiede. In Niedersachsen liegen diese zwischen 26 und 43 %. Damit bewegt sich die Kaiserschnittrate in Niedersachsen über dem Bundesdurchschnitt. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sind nur 10 bis 15 % dieser Eingriffe medizinisch wirklich notwendig.

Die Ursachen sind vielfältig. Im Rahmen der diesjährigen Tagung des Netzwerks Frauen / Mädchen und Gesundheit Niedersachsen werden die Ergebnisse der Studie „Faktencheck Gesundheit – Kaiserschnittgeburten – Entwicklung und regionale Verteilung“ vorgestellt, die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellt wurde. Darüber hinaus werden Ansätze und Modelle zur Senkung der Kaiserschnittrate vorgestellt und diskutiert.

Eingeladen sind neben den Mitgliedern des Netzwerks Frauen / Mädchen und Gesundheit freiberufl iche und angestellte Hebammen, Mitarbeiterinnen von Schwangerenberatungsstellen, Krankenkassen, Ärztinnen und Ärzte, Gleichstellungsbeauftragte sowie am Thema Interessierte.

Die Tagung wurde in Kooperation mit der Kaiserschnittstelle Hannover und dem Frauen- und MädchenGesundheitsZentrum Region Hannover e. V. vorbereitet.

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Programm

10:00 Uhr | Begrüßung
Cornelia Rundt, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration

10:15 Uhr | Kaiserschnittgeburten in Niedersachsen: Daten – Fakten – Hintergründe
Prof. Dr. Petra Kolip, Universität Bielefeld

11:15 Uhr | Kliniklogik und Kaiserschnittrate
Dr. Wolf Lütje, Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus, Hamburg

12:15 Uhr | Mittagspause

13:15 Uhr | PARALLELE WORKSHOPS

1. Wenn Frauen einen Kaiserschnitt wünschen …
Wiebke Schrader, leitende Hebamme, Diakoniekrankenhaus Henriettenstiftung, Hannover

2. Hebammen und Ärzteschaft im Kreißsaal: Konkurrenz oder Team?
Dr. Helmut Kirchner, Klinikum Region Hannover (KRH)
Christiane Schwarz, Lehrhebamme (KRH)

3. Qualitätsentwicklung im Rahmen der Förderung der physiologischen Geburt
Astrid Krahl, Hochschule Osnabrück

4. Frauen kommen zu Wort: Anforderungen an die Geburtshilfe
Karin Helke-Krüger und Heinrike Pfohl-Horster, Kaiserschnittstelle Hannover

15:00 Uhr | Podiumsdiskussion „Was ist zu tun?“
mit Prof. Dr. Petra Kolip; Dr. Wolf Lütje, Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Geburtshilfe u. Gynäkologie (DGPFG)
Heike Sander, BARMER GEK; Brigitte Salisch, Niedersächsischer Hebammenverband

16:00 Uhr | Ende der Veranstaltung

Moderation
Dr. Ute Sonntag, LVG & AfS Niedersachsen e. V.