Körperliche Aktivität, psychische Gesundheit und Teilhabe im höheren Alter fördern

Gesundheitsförderung und Prävention spielen in einer älter werdenden Bevölkerung eine wichtige Rolle, da Gesundheit auch im höheren Alter die Voraussetzung für Selbstständigkeit und aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist.


Erfolgreiche Präventionsmaßnahmen können im Lebensverlauf an verschiedenen Aspekten der körperlichen, psychischen und sozialen Gesundheit ansetzen. Das psychische Befinden wirkt sich auf die körperliche Gesundheit aus und erhöht die Bereitschaft zu Aktivitäten und Bewegung. Eine gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung haben wiederum einen positiven Einfluss auf das psychische Wohlbefinden. Soziale Kontakte, gelebte familiäre Beziehungen und Freundschaften haben ebenfalls eine positive Wirkung auf geistige und körperliche Beweglichkeit.

Die entsprechenden Potenziale können in jedem Lebensalter gestärkt und gefördert werden. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf der zweiten Bundeskonferenz „gesund und aktiv älter werden“ die Bedeutung körperlicher Aktivität, psychischer Gesundheit und sozialer Teilhabe im Alter in den Vordergrund. Beleuchtet werden Wechselwirkungen, Synergieeffekte und Gestaltungsmöglichkeiten. Zur Förderung der Vernetzung zentraler Handlungsfelder und Akteure sowie mit dem Ziel des Transfers guter Praxis werden regionale Angebote, Handlungshilfen und Praxisbeispiele vorgestellt und ziel­gruppenspezifisch diskutiert.

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Programm

09:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

10:00 Uhr | Begrüßung und Eröffnung
Prof. Dr. Elisabeth Pott, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

10:15 Uhr | Grußwort
Daniel Bahr, Bundesgesundheitsminister

10:30 Uhr | Älter werden – aktiv bleiben: eine Herausforderung in Zeiten des demografischen Wandels
Prof. Dr. Dres. h.c. Ursula Lehr, BAGSO | Abstract

11:00 Uhr | Kaffeepause

11:30 Uhr | Alter und psychische Gesundheit | Vortrag
Prof. Dr. med. Gabriela Stoppe, Universität Basel

12:00 Uhr | Erfolgreiche Altersplanung durch stabile Gesundheit und Selbstbestimmung
Dr. med. Martin Willkomm, Krankenhaus Rotes Kreuz, Geriatriezentrum

12:30 Uhr | Das biografische Geheimnis gelingenden Lebens Über das Müssen, Sollen, Wollen, Können und Dürfen im Alter
Prof. Dr. Annelie Keil, Gesundheitswissenschaftlerin, Bremen

Moderation
Thomas Altgeld, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.

13:00 Uhr | Mittagspause

14:00 Uhr | 3 Parallele Foren

Forum 1
Bewegung im Alter


14:00 Uhr | Bewegtes Alter(n) – eine Frage des Geschlechts? | Vortrag
Prof. Dr. Ilse Hartmann-Tews, Deutsche Sporthochschule Köln

14:30 Uhr | Wechselwirkungen zwischen Bewegungsförderung und geistiger Gesundheit
Prof. Dr. med. Wolfgang Maier, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Bonn, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V.

15:00 Uhr | Geistige Fitness im Alter – Konzentration durch Bewegung | Abstract
Prof. Dr. Claudia Voelcker-Rehage, Jacobs Universität Bremen

15:30 Uhr | Kaffeepause

15:50 Uhr | Praxisbeispiel: Bewegungsnetzwerk 50+
Ute Blessing-Kapelke, Deutscher Olympischer Sportbund

16:10 Uhr | Praxisleitfaden: Bewegungs- und gesundheitsförderliche Kommune| Vortrag
Wiebke Sannemann, Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen

Moderation
Ute Blessing-Kapelke, Deutscher Olympischer Sportbund


Forum 2
Psychische Gesundheit im Alter


14:00 Uhr | Soziale Determinanten psychischer Erkrankungen im Alter | Vortrag
Dr. Antje Richter-Kornweitz, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.

14:30 Uhr | Das Leben mit Demenz gestalten
Prof. Dr. med. Johannes Pantel, Institut für Allgemeinmedizin, Johann-Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main

15:00 Uhr | Psyche und Medikation
Prof. Dr. Gerd Glaeske, Universität Bremen, Zentrum für Sozialpolitik

15:30 Uhr | Kaffeepause

15:50 Uhr | Von der prädiktiven Diagnostik zur Prävention: Stand der medizinischen Präventionsforschung
Prof. Dr. Bernd Röhrle, Klinische Psychologie und Psychotherapie Fachbereich Psychologie Philipps-Universität Marburg

16:10 Uhr | Praxisleitfaden: Sucht oder Leben?

Kann man im Alter (noch) süchtig werden?
Rudolf Hillenkamp, Wendepunkt Stadt Arnsberg

Moderation
Dr. Beate Grossmann, Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e. V.


Forum 3
Soziale Teilhabe älterer Menschen stärken


14:00 Uhr | Gute Nachbarschaft für jedes Alter
Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner, Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft

14:00 Uhr | Soziale Teilhabe - Ein Beitrag zum Gesundheitsziel Gesund älter werden

14:45 Uhr | Soziale Teilhabe älterer Migrantinnen und Migranten stärken | Vortrag
Annette Beyer und Johanna Buchcik, Hochschule für angewandte Wissenschaft Hamburg

15:30 Uhr | Kaffeepause

15:50 Uhr | „INCLUSage - Debating older peopl´s needs“ Aktive Mitwirkung und Partizipation älterer Menschen bei der Gestaltung des demografischen Wandels als Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern | Vortrag
Brigitte Paetow, Landesseniorenbeirat Mecklenburg-Vorpommern e. V.

16:10 Uhr | Praxisbeispiel: Netzwerk Märkisches Viertel e. V.
Dr. Birgit Wolter, Institut für Gerontologische Forschung e. V.

Moderation
Dr. Claudia Kaiser, Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen

16:30 Uhr | Bewegter Ausklang

17:00 Uhr | Veranstaltungsende