Thementag des Arbeitskreises Gesundheitsfördernde Hochschulen

Hochschulen haben in ihrer Komplexität konkrete Auswirkungen auf die psychische und soziale Gesundheit von Beschäftigten und Studierenden. Hochschulen als Lern- und Arbeitsraum sind mit Belastungen und zugleich auch ganz besonderen Ressourcen für die psychische und soziale Gesundheit der in diesem Setting studierenden, arbeitenden und lehrenden Menschen verbunden.


Die Hinweise aus mehreren Studien lassen parallel zur Entwicklung in der Bevölkerung auch eine Zunahme an psychosomatischen Stressreaktionen – psychischen Störungen und Depressionen – erkennen, die sich trotz durchaus unterschiedlicher Ursachen bei Studierenden, Beschäftigten und auch Lehrenden zeigen. Die Vielfalt der daraus resultierenden Erschöpfungszustände bis hin zu den psychischen Störungen wird häufig unter dem Begriff Burnout zusammengefasst.

So sind die Hochschulen aufgefordert, alle Statusgruppen in eine intensive Diskussion einzubeziehen. Die Hochschulen gründen bereits Uni-Bündnisse gegen Depression oder suchen das intensive Gespräch mit den Studierenden. Es sollen dadurch perspektivisch die psychischen und sozialen Kompetenzen der Personen auf dem Weg zu einer gesunden Hochschule gestärkt werden.

Der Thementag des Arbeitskreises Gesundheitsfördernde Hochschulen erörtert die fördernden und hemmenden Rahmenbedingungen für die psychische und soziale Gesundheit an Hochschulen und stellt Modelle guter Praxis vor.

Deshalb lädt der bundesweite Arbeitskreis Gesundheitsfördernder Hochschulen alle Akteurinnen und Akteure in Hochschulen ein, die sich für diesen Themenbereich interessieren oder damit zu tun haben – und natürlich sind uns die Studierenden herzlich willkommen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Universität Paderborn, der TK und der LVG & AFS statt.

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Programm

09:00 Uhr | Ankommen und Kaffee

09:30 Uhr | Begrüßung
Jürgen Plato, Kanzler der Universität Paderborn

09:45 Uhr | Von Stellschrauben und Schnittstellen, Strukturen und Prozessen: Ansatzpunkte für die Förderung der psychischen Gesundheit an Hochschulen

Professorinnen- und Professorengesundheit | Vortrag
Prof. Dr. Johannes Michalak, Universität Hildesheim

Gesundheit für Beschäftigte im akademischen Mittelbau 
Sonja Staack, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Hauptvorstand

11:00 Uhr | Kaffeepause

11:15 Uhr | Gesundheit von nicht wissenschaftlich Beschäftigten
Dr. Ulrich Stößel, Universität Freiburg

Studierendengesundheit | Vortrag
Carolin Köster, GriPs-Projekt, Universität Paderborn

12:20 Uhr | Mittagspause

13:00 Uhr | Modelle guter Praxis (Workshops)

WS1 | Instrumente und Vorgehen für einen nachhaltigen Umgang mit psychosozialen Belastungen – ein Praxisbericht
Karl W. Klingenberg, Universität Bielefeld

WS2 | Psychisch stark am Arbeitsplatz – Aktivitäten des Uni-Bündnisses gegen Depression an der Universität Paderborn | Vortrag
Sandra Bischof, Dr. Yvonne Salman, Universität Paderborn

WS3 | „Gesund in die Zukunft – Gesundheitszirkel für Studierende gegen Stress“ – ein Beispiel für Partizipation und Empowerment der Betroffenen | Vortrag
Angela Reichelt, Hochschule Fulda

WS4 | Gesunde Arbeit – Salutogene Arbeits- und Prozessgestaltung in Teams | Vortrag
Dr. Elisabeth Wienemann, Universität Hannover

WS5 | Brauchen wir unterschiedliche Ansprache und Beteiligungszugänge der verschiedenen Zielgruppen?
Dr. Ulla Simshäuser, Pädagogische Hochschule Heidelberg, Petra Dann, Techniker Krankenkasse

14:45 Uhr | Kaffeepause

15:00 Uhr | Psychische und soziale Gesundheit: Hochschulen in der Pflicht?

Podiumsdiskussion mit

Erik Marquardt, freier zusammenschluss der studentInnenschaften
Astrid Schäfer, Deutsches Studentenwerk
Sonja Staack, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Hauptvorstand
Prof. Dr. Johannes Michalak, Universität Hildesheim (angefragt)

16:00 Uhr | Ende

Moderation
Hans-Werner Rückert, Freie Universität Berlin