Umgang mit psychosozialen Belastungssituationen und Süchten in der öffentlichen Verwaltung

Süchte und psychische Belastungssituationen in der Arbeitswelt stehen häufig in einem wechselseitigen Verhältnis. So können arbeitsbezogene Belastungen, wie Unzufriedenheiten im Team, monotone Arbeitsabläufe, empfundene Unter- oder Überforderung sowie Arbeitsverdichtung und Personalabbau Ursache für Stress sein und in der Folge das Suchtverhalten begünstigen. Umgekehrt können aber auch Suchtprobleme das psychische Belastungserleben beeinflussen und sich negativ auf den Arbeitsalltag auswirken. In der Folge zeigen sich z. B. Teamkonflikte oder verminderte Leistungsfähigkeit und Fehlzeiten.

Ein ganzheitlicher Ansatz, der eine gezielte Suchtprävention umfasst und zugleich ein gesundheitsförderliches Arbeitsklima im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements in den Blick nimmt, stellt dabei eine Chance sowohl für Beschäftige als auch für Vorgesetzte dar.

Mit der Folgeveranstaltung zur XXI. Niedersächsischen Suchtkonferenz vom 30.11.2011 »TÜCHTIG UND / ODER SÜCHTIG?« wird das Zusammenspiel zwischen psychischen Belastungen und Süchten insbesondere in der öffentlichen Verwaltung beleuchtet. Instrumente aus der Suchtprävention oder das betriebliche Eingliederungsmanagement können dabei unterstützend wirken und verschiedene Handlungsmöglichkeiten für eine Kultur des »Hinschauens und Handelns« aufzeigen. Zudem geben praktische Beispiele aus der öffentlichen Verwaltung Impulse für das eigene Arbeitsfeld.

Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Personalvertretungen sowie Führungs- und Personalverantwortliche in Bundes-, Landes- und kommunalen Behörden. Ebenso angesprochen sind Verantwortliche für die Suchtprävention und für das Gesundheitsmanagement, Mitarbeitende der betriebsärztlichen Versorgung und des Arbeitsschutzes sowie weitere Interessierte.

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Programm

09:15 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

10:00 Uhr | Eröffnung und Begrüßung

10:10 Uhr | Grußwort
Dr. Sabine Brägelman-Tan, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration

10:20 Uhr | Einflussfaktoren psychischer Gesundheit auf das Suchtverhalten | Vortrag
Dr. Elisabeth Wienemann, Leibniz Universität Hannover WA – Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft

11:10 Uhr | Wege der Kommunikation in der Suchtprävention | Vortrag
Günter Schumann, PROSA, beraten-coachen-gestalten

11:55 Uhr | Kaffeepause

12:15 Uhr | Betriebliches Eingliederungsmanagement – Was kann es leisten? | Vortrag
Daniela Möller, Technische Universität Braunschweig

13:00 Uhr | Mittagspause

14:00 Uhr | Prev@Work, Suchtprävention in der Ausbildung | Vortrag
Anke Schmidt, Fachstelle für Suchtprävention Berlin

14:35 Uhr | »Suchtprävention und Suchthilfe der Niedersächsischen Landesverwaltung«
Der Stufenplan im Einsatz
Georg Wiegand, Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover

15:10 Uhr | »Fit in die Zukunft« – Gesundheitsmanagement und Suchtprävention am Beispiel der Stadt Wolfsburg | Vortrag
Diethelm Müller, Stadt Wolfsburg

15:45 Uhr | Suchtberatung in der Polizei | Vortrag
Rainer Zitzke, LAG Sucht Niedersachsen

16:20 Uhr | Ende der Veranstaltung

Moderation
Thomas Altgeld, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.