Für Menschen mit einem hohen Betreuungsbedarf und eingeschränkter Alltagskompetenz haben die nächsten Bezugspersonen eine besonders große Bedeutung. Angehörige von demenz- und psychisch kranken sowie von geistig behinderten Menschen übernehmen vielfältige Aufgaben in der häuslichen Versorgung. Sie sind überwiegend sehr engmaschig eingebunden und häufig hohen Belastungen ausgesetzt.


Niedrigschwellige Betreuungsangebote haben das Ziel zu ihrer Entlastung beizutragen und Pflegepersonen Unterstützung zu bieten. Im Rahmen dieser Tagung werden Experten und Expertinnen Rollen, Funktionen und Aufgaben von pflegenden Angehörigen sowie eine passgenaue Gestaltung unterstützender Angebote darstellen. Es soll diskutiert und geklärt werden, welche Funktion freiwillige Helferinnen und Helfer in familialen Konstellationen ambulanter Betreuung einnehmen können.

Im Modellprojekt EWINA sollen Effekte und Inanspruchnahme von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten erfasst werden. Die Ergebnisse dienen gleichzeitig zur Qualitätsentwicklung dieser Angebotsform. Die Veranstaltung richtet sich an Leitungskräfte und Koordinatoren/Koordinatorinnen in Niedrigschwelligen Betreuungsangeboten und an beratende Einrichtungen, Pflegestützpunkte, Pflegeberater und -beraterinnen der Pflegekassen.

Moderation
Thomas Altgeld und Birgit Wolff

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Programm

09:30 Uhr | Begrüßungskaffee

10:00 Uhr | Begrüßung
Thomas Altgeld, LVG & AFS

Grußworte
Jürgen Kirchberg , Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration
Helmut Glenewinkel, AOK Niedersachsen

10:30 Uhr | Vorstellung des Modellprojekts EWINA | Vortrag
Sven Brandes, Birgit Wolff

11:00 Uhr | Angehörige pflegen – Pflegealltag bei erhöhtem Betreuungsbedarf
Prof. Dr. Elke Hotze, Hochschule Osnabrück

11:45 Uhr | Zusammenarbeit mit Eltern behinderter Kinder und Jugendlicher
Prof. Dr. Markus Storck, Ostfalia Hochschule

12:30 Uhr | Mittagspause

13:45 Uhr | Demenz in der Ehe – wie die Pflegebeziehung die Paarbeziehung verdrängt
Prof. Dr. Luitgart Franke, Fachhochschule Dortmund

14:30 Uhr | Angehörige beraten – aber wie? | Vortrag
Christa Matter, Alzheimer Gesellschaft Berlin e. V.

15:15 Uhr | Kaffeepause

15:45 Uhr | Angehörigen-Gesprächskreise – ein professionelles Angebot? | Vortrag
Marianne Miemietz-Schmolke, Caritas Forum Demenz Hannover

16:15 Uhr | Selbsthilfe (selber) organisieren | Vortrag
Helga Kassebom, Angehörigenkreis Demenz- und Alzheimererkrankter Hildesheim
Marina Stoffregen, KIBIS des Paritätischen Hildesheim

16:45 Uhr | Verabschiedung