7. März | 4. April | 2. Mai | 6. Juni

Argumente für Gesundheit – Depression kontrovers
Veranstaltungsflyer als PDF

Depressive Erkrankungen haben in den Industrienationen eine erhebliche und weiter zunehmende Bedeutung. Dies
ist erkennbar an den depressionsbedingt zunehmenden Fehlzeiten am Arbeitsplatz und vorzeitigen Ausstiegen aus dem Erwerbsleben. Versorgungsstudien belegen gleichzeitig, dass Depressionen in etwa der Hälfte der Fälle nicht angemessen diagnostiziert werden. Selbst die richtig erkannten Fälle erfahren häufig keine ausreichende Behandlung. Darüber hinaus treten depressive Störungen vermehrt als Begleiterkrankungen bei zunächst körperlichen Erkrankungen auf, z. B. bei Störungen der Durchblutung des Herzens oder Blutzuckererkrankungen.

Eine begleitende Depression ist nicht nur mit einer schlechteren Lebensqualität verbunden, sie führt auch zu einer höheren Sterblichkeit. Depressive Erkrankungen stellen alle Akteure im Gesundheitswesen weiterhin vor große Herausforderungen,
trotz inzwischen verbesserter Leitlinien für die Erkennung dieser Krankheit und für die Behandlung der davon betroffenen Personen. Die Diagnostik und Therapie ist zwischen haus- und fachärztlicher bzw. psychotherapeutischer Betreuung noch nicht optimal abgestuft. Auch die Bedeutung von Gesellschaft und Arbeitswelt für die Entstehung und den Verlauf bzw. die Verhinderung depressiver Erkrankungen sollte gründlicher diskutiert werden.

Mit der Veranstaltung „Argumente für Gesundheit“ wendet sich die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. einem Nachmittagsveranstaltungsformat zu. Gemeinsam mit der Ärztekammer Niedersachsen, der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, der KKH-Allianz, dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung und der Techniker Krankenkasse wird eine erste Reihe „Depression kontrovers“ an vier Nachmittagsterminen, jeweils am ersten Montag der Monate März bis Juni 2011 durchgeführt. In den Veranstaltungen verdeutlichen zunächst zwei fachkundige Referenten unterschiedliche Positionen und dazwischen entstehende Reibungsflächen, die anschließend gemeinsam mit dem Publikum diskutiert werden sollen.

An allen vier Terminen haben die Teilnehmenden zusätzlich die Möglichkeit, sich über die Arbeit des Bündnises gegen Depression in der Region Hannover zu informieren.

7. März
Wurzeln der Depression: Lebensleid oder Stoffwechselstörung?
16:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee
17:00 Uhr | Begrüßung durch Kooperationspartner
17:10 Uhr | Prof. Dr. Thomas Bock, Hamburg
17:40 Uhr | Prof. Dr. Borwin Bandelow, Göttingen
18:10 Uhr | Diskussion
19:00 Uhr | Ende der Veranstaltung

Moderation: Dr. Elisabeth Siegmund-Schultze, KKH-Allianz

Der erste Veranstaltungstermin widmet sich der Dialektik von Kranksein und Krankheit. Die Referenten treten in einen argumentativen Positionsaustausch zwischen natur- und kulturwissenschaftlichen Ansätzen des Verständnisses depressiver Erkrankungen.

4. April
Kampf gegen die Depression – zu wessen Wohl und Wehe?
16:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee
17:00 Uhr | Begrüßung durch Kooperationspartner
17:10 Uhr | Prof. Dr. Bruno Müller-Oerlinghausen, Berlin
17:40 Uhr | Prof. Dr. Dr. Martin Härter, Hamburg
18:10 Uhr | Diskussion
19:00 Uhr | Ende der Veranstaltung

Moderation: Dr. Sabine Voermans, Techniker Krankenkasse Landesvertretung Niedersachsen

Es geht um die Frage „Cui bono? - Wem nützt und wem schadet die Hausse dieser Diagnose?“ Es soll darum gehen, ob
die Offensive gegen die Depression den einzelnen betroffenen Menschen, den Psychiatern/Psychiaterinnen und Psychotherapeuten/Psychotherapeutinnen, den Pharmafirmen, der Volkswirtschaft, der Gesellschaft usw. eher nützt oder
schadet.

2. Mai
Behandlung der Depression: Bei wem sitzen Sie richtig?

16:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee
17:00 Uhr | Begrüßung durch Kooperationspartner
17:10 Uhr | Dr. Cornelia Goesmann, Hannover
17:40 Uhr | Dr. Ernst-Jürgen Borgart, Bad Pyrmont Vortragsfolien als PDF
18:10 Uhr | Diskussion
19:00 Uhr | Ende der Veranstaltung

Moderation:
Prof. Dr. Wolfgang Seger, Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Niedersachsen

Hier soll die Frage diskutiert werden, ob die Depression primär in die Hand des Hausarztes bzw. der Hausärztin (z.B. wegen der psychosomatischen und somatopsychischen Zusammenhänge und Risiken, der Nähe zum familiären und nachbarschaftlichen Umfeld) oder in die eines Psycho-Fachmannes bzw. Fachfrau (z.B. wegen Leitlinien-konformer störungsspezifischer Pharmako und Psychotherapie, Herausnahme aus dem kränkenden Milieu) gehört.

6. Juni
Bewältigung der Depression durch Arbeit: Fluch oder Segen?
16:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee
17:00 Uhr | Begrüßung durch Kooperationspartner Vortragsfolien als PDF
17:10 Uhr | Dr. Hans-Peter Unger, Hamburg-Harburg
17:40 Uhr | Prof. Dr. Christine Morgenroth, Hannover Vortrag als PDF
18:10 Uhr | Diskussion
19:00 Uhr | Ende der Veranstaltung

Moderation:
Jan Miede, Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover

Psychische Gesundheit ist in der Arbeitswelt zu einem Boomthema geworden. Im Rahmen dieser Veranstaltung soll diskutiert werden, ob die depressiven Menschen durch Arbeit herauskommen aus ihrem Tief oder durch eine immer belastendere Arbeitswelt eher darin festgehalten werden.

Die Zertifizierung mit Fortbildungspunkten ist bei der Akademie für ärztliche Fortbildung der Ärztekammer Niedersachsen und der Psychotherapeutenkammer beantragt.

Veranstaltungsort
Ärztekammer Niedersachsen, Großer Vortragssaal,
Berliner Allee 20, 30175 Hannover

Anreise
mit dem Zug: ca. 10. Min. Fußweg. Aus dem Haupteingang des Hauptbahnhofs links in die Joachimstrasse, über den
Thielenplatz in die Lavesstraße. An der ersten Kreuzung links in den Schiffgraben bis zur Ampelkreuzung (dabei wird eine
Eisenbahnbrücke unterquert) , rechts in die Berliner Allee. Der Vortragssaal befindet sich direkt an der Ecke.

Hinweise zur Anreise mit dem Auto erhalten Sie auf der Hompage der Ärztekammer Niedersachen unter: www.aekn.de

Teilnahmebedingungen
Die Teilnahmegebühr beträgt pro Veranstaltungstermin mit Voranmeldung 10 Euro.
Bei Anmeldung zu allen vier Veranstaltungen reduziert sich die Gebühr auf insgesamt 30 Euro.
Die Teilnahmegebühr an der Abendkasse beträgt 15 Euro.

Anmeldeschluss ist jeweils eine Woche vor dem Veranstaltungstag.

Anmeldungen nehmen wir nur schriftlich oder online entgegen. Sie erfolgen unter Anerkennung der Teilnahmebedingungen
und sind verbindlich. Mit Anmeldung zur Veranstaltung wird die Teilnahmegebühr fällig. Eine gesonderte Rechnungsstellung und Anmeldebestätigung erfolgen nicht.

Bankverbindung
Bitte überweisen Sie den Teilnahmebetrag unter Angabe Ihres Namens und des Stichwortes „Depression“ auf das Konto der
Landesvereinigung bei der Bank für Sozialwirtschaft, Kto-Nr: 8 40 40 03, BLZ: 251 205 10

Organisation
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für
Sozialmedizin Nds. e.V. (LVG & AFS)
Sabine Erven
Tel.: 05 11 / 38 81 18 98 Fax: 05 11 / 3 50 55 95
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.gesundheit-nds.de | Arbeitsbereich AFS