Mit dem Alter steigt die Anzahl der Medikamente die Patientinnen und Patienten regelmäßig einnehmen. Statistisch gesehen nimmt jeder Mensch ab dem 60. Lebensjahr im Mittel drei rezeptpflichtige und fast ebenso viele apothekenpflichtige Arzneimittel ein. 30 Prozent der zwischen 75- und 85-jährigen Patientinnen und Patienten bekommen mehr als acht Arzneimittel verordnet. Besonders bei älteren Menschen mit mehreren, oft auch chronischen Erkrankungen, besteht das Problem einer Polymedikation.


Das Thema der Polymedikation gerade bei Seniorinnen und Senioren ruft eine Vielzahl von Fragen für die Praxis auf: Wie muss eine ärztliche Therapie aufgebaut sein, um der Gefahr unerwünschter Nebenwirkungen und Interaktionen entgegen zu wirken und eine Polymedikation zu vermeiden? Welche Besonderheiten müssen bei der Pharmakotherapie älterer Menschen berücksichtigt werden? Würde eine übergreifende Leitlinie zur Behandlung multimorbider Patienten praktisch umsetzbar sein und welchen möglichen Gefahren setzt sich die behandelnde Ärztin, der behandelnde Arzt durch die Pharmakotherapie Multimorbider aus juristischer Sicht aus? Welche Rolle kommt der Apotheke zu als Bindeglied zwischen Patientin / Patient und Ärztin / Arzt vor dem Hintergrund des erheblichen Anteils der Selbstmedikation?

Die Tagung soll aufzeigen, welche Herausforderungen in der Praxis bewältigt werden müssen und welche Lösungsansätze oder Hilfestellungen im Gesundheitssystem bereits umgesetzt wurden, beziehungsweise vorhanden sind.
Die Veranstaltung richtet sich an niedergelassene Hausärztinnen- und ärzte, hausärztlich tätige Internistinnen und Internisten, Apothekerinnen und Apotheker, Pflegefachkräfte sowie alle weiteren Interessierten.

Wissenschaftliche Leitung und Moderation:
Prof. Dr. Dr. Ernst Mutschler

PROGRAMM
Programmflyer als PDF

09:30 Uhr | Anmeldung

10:00 Uhr | Begrüßung durch die Kooperationspartner

10:15 Uhr | Einführung in das Thema
Prof. Dr. Dr. Ernst Mutschler

10:25 Uhr | Besonderheiten bei der Pharmakotherapie älterer Menschen
Prof. Dr. Bernd Drewelow, Zentrum für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Rostock

11:00 Uhr | Polymedikation als geriatrische Herausforderung
Prof. Dr. Cornel Sieber, Institut für Biomedizin des Alterns der FAU Erlangen-Nürnberg Vortrag als PDF

11:35 Uhr | Kaffeepause

12:00 Uhr | Sinn und Zweck einer übergreifenden Leitlinie zur Behandlung multimorbider Patienten
Prof. Dr. Dieter Lüttje, Klinikum Osnabrück GmbH

12:35 Uhr | Gefahren einer Polymedikation aus juristischer Sicht Vortrag als PDF
Marco Eicher, Dr. Heberer und Kollegen, München

13:10 Uhr | Diskussion

13:20 Uhr | Mittagspause

BLITZLICHTER

14:20 Uhr | Kostenreduktion und Qualitätssteigerung in der Pharmakotherapie Vortrag als PDF
Ralf Defort, AOK Niedersachsen

14:30 Uhr | Ansatzpunkte in der Arztpraxis
Dr. Cornelia Goesmann, Deutscher Hausärzteverband, Landesverband Niedersachsen, Hannover

14:40 Uhr | Ansatzpunkte in der Apotheke
Magdalene Linz, Apothekerkammer Niedersachsen

14:50 Uhr
| Medikationssicherheit in der stationären Altenpflege
Frank Hanke, Gero PharmCare, Gesellschaft für Geriatrische Pharmazie mbh, Köln

15:10 Uhr | Kaffeepause

15:40 Uhr | Polypharmakotherapie in der hausärztlichen Praxis - Der Alltag zwischen Erfassung und Priorisierung
Dr. Guido Schmieman, MPH, Institut für Allgemeinmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover

16:10 Uhr | Potenziell inadäquate Medikamente für Ältere - die PRISCUS-Liste (Vortrag ist leider ausgefallen)
Stefanie Holt, Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie, Universität Witten/Herdecke

16:40 Uhr | Zusammenführung und Ausblick
Prof. Dr. Dr. Ernst Mutschler

16:50 Uhr
| Diskussion

17:30Uhr
| Ende der Veranstaltung


Organisation
Landesvereinigung für Gesundheit und
Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.
Sabine Erven
Tel.: 05 11 / 38 81 18 98, Fax: 05 11 / 3 50 55 95
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.gesundheit-nds.de