Wenn von Depressionen die Rede ist, werden Gewalterfahrungen als Auslöser oftmals nicht in Betracht gezogen. Depressionen sind jedoch eine der am häufigsten auftretenden Traumafolgestörungen.
In der gesundheitlichen Versorgung zeigen sich eine Reihe von Defiziten. So bleiben Gewalterfahrungen und daraus resultierende Traumata als Auslöser für Depressionen häufig unerkannt, depressive Symptome werden bei Menschen, die Gewalt erfahren haben, auch leicht übersehen. Eine zu späte Behandlung oder Fehlbehandlung kann zu jahrelangen chronischen Beschwerden führen.

Die Tagung beleuchtet den Zusammenhang von Gewalt, Trauma und Depression, fragt nach geschlechtsspezifischen Unterschieden in Symptomatik, Therapie, Rehabilitation und Prävention. Auch Aspekte der in unserer Gesellschaft zu verzeichnenden Zunahme depressiver Erkrankungen werden erörtert. Abschließend werden Anforderungen an eine geschlechtsspezifische Prävention und gesundheitliche Versorgung Betroffener diskutiert.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, besonders Fachkräfte aus dem Gesundheits-, Bildungs-, Gleichstellungs- und Politikbereich möchten wir ansprechen.
Flyer als PDF Download

Programm:
14 Uhr | Stehkaffee

14.30 Uhr | Begrüßung
Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover
Erwin Jordan, Sozialdezernent der Region Hannover
Prof. Dr. Petra Garlipp , Bündnis gegen Depression der Region Hannover

14.45 Uhr | Übererregt oder depressiv? Explodieren oder implodieren?
Über die Schwierigkeit, nach erlittener Gewalt die eigenen Gefühle zu (er)klären

Michaela Huber, Psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin und Ausbilderin in Traumabehandlung, Göttingen

16.15 Uhr | Pause

16.45 Uhr | Perspektiven für gendersensible Prävention und gesundheitliche Versorgung

Podiumsdiskussion mit:
Dr. Margarete Wegenast, Bundesverband der Frauennotrufe und Frauenberatungsstellen (BFF)
Michaela Huber
Almut Koesling, Männerbüro Hannover e.V.
Maren Otto, Bestärkungsstelle für das Hannoversche Interventionsprogramm Gegen MännerGewalt in der Familie (HAIP-Verbund)
Prof. Dr. Petra Garlipp, Bündnis gegen Depression der Region Hannover
Gertrud Corman-Bergau, Psychotherapeutenkammer Niedersachsen und Beirat für das Netzwerk traumatisierter Flüchtlinge Niedersachsen

18.15 Uhr | Ende

Moderation:
Dr. Ute Sonntag, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.
Edeltraud Jäger, Lebensberatung im [ka:punkt]

Informationen:
Veranstaltungsort
Haus der Region, Hildesheimer Str. 20
30169 Hannover, Raum 602

Anmeldung
Wir bitten um Anmeldung bis zum 02.06.2010 unter der E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Fax: 05 11 / 3 50 55 95
oder per Post mit dem Coupon von dem Veranstaltungsflyer.
Die Veranstaltungsgebühr beträgt 25 Euro.

Organisation
AG Gender und Depression des Bündnisses gegen
Depression der Region Hannover

für Rückfragen:
Birgit Robel
Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover
Tel.: 05 11 / 1 68 -4 47 03 /-4 35 02

Die Anerkennung von Fortbildungspunkten für diese Veranstaltung ist bei der Akademie für Ärztliche Fortbildung der Ärztekammer Niedersachsen beantragt.