Auswirkungen und mögliche Alternativen der ADHS-Behandlung

Das Thema ADHS hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen, vor allem weil die Zahlen der diagnostizierten Fälle und damit auch die Verschreibungszahlen für medikamentöse Therapien nach wie vor steigen. Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist mittlerweile die am häufigsten diagnostizierte psychische Störung/Erkrankung im Kindesalter. Die Daten des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys zeigen, dass bei insgesamt 4,8 % der Kinder und Jugendlichen ADHS diagnostiziert wurde. Weitere 4,9 % der Teilnehmenden können als Verdachtsfälle gelten. Bei Jungen wurde ADHS um den Faktor 4,3 häufiger diagnostiziert als bei Mädchen. Bereits bei 1,8 % der Teilnehmenden im Vorschulalter wurde ADHS diagnostiziert.

Welche gesundheitlichen und sozialen Folgen die Diagnose und Behandlung für die betroffenen Kinder und Eltern für den gesamten Lebensverlauf haben, ist bislang zu wenig diskutiert worden. Insbesondere Auffälligkeiten in Bezug auf die Entwicklung der Ausprägung von Suchtverhalten, werden erst langsam erkannt. Gerade weil hier zusätzliche Gefährdungspotenziale vorliegen, nimmt die Bedeutung von früher Prävention und Behandlungsstrategien auf hohem fachlichen Standard zu. Die Fachtagung soll die Zusammenhänge zwischen Suchtverhalten und ADHS genauer beleuchten und Präventionsstrategien aufgezeigen.
Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Suchtberatungsstellen, Jugendämtern, Schulen, Elternverbänden, Gesundheitsämtern, Krankenkassen, der psychiatrischen und psycho-therapeutischen Versorgung.

PROGRAMM

9:30 Uhr | Anmeldung

10:00 Uhr | Begrüßung

10:15 Uhr | Neurobiologische Hintergründe der Entstehung von ADHS und der Wirkung von Psychostimulanzien
Prof. Dr. Gerald Hüther, Universität Göttingen

11:00 Uhr | ADHS und Sucht im Kindes und Jugendalter
Dr. Christoph Möller, Kinderkrankenhaus auf der Bult, Hannover

11:45 Uhr | Kaffeepause

12:00 Uhr | ADHS und Sucht im Erwachsenenalter: eine besondere Risikokonstellation?
PD Dr. Norbert Wodarz, Universität Regensburg

12:45 Uhr | Mittagspause

13:45 Uhr | Mögliche Alternativen zur ADHS-Behandlung

  • Psychotherapie der ADHS im Erwachsenenalter
    Dr. Swantje Matthies, Universität Freiburg
  • Frühprävention zur Verhinderung von ADHS bei Kindern im Alter von 0-3 Jahren
    Dr. Bernd Henke, Hamburg
  • "Wilde Jungs“ in der Schule: Erfahrungen - Chancen - praktische Hilfen
    Heidi Porzig, Braunschweig

16:00 Uhr | Ende der Veranstaltung

Veranstaltungsort:

Akademie des Sports des LSB Niedersachsen e.V.
Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover

Organisation:
Landesvereinigung für Gesundheit und
Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.
Sabine Hillmann
Tel.: 05 11 / 38 81 18 98, Fax: 05 11 / 3 50 55 95
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.gesundheit-nds.de