03. September 2018 3. Frauengesundheitskonferenz

 
Erstellt am 19.06.2018 von Till Amelung

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Theodor-Heuss-Platz 1-3, 30175 Hannover

der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Bundesministeriums für Gesundheit

Die Arbeitswelten von Frauen sind vielschichtig. Neben dem klassischen Sektor der Lohnarbeit sind Frauen nach wie vor die Hauptzuständigen für Kinderbetreuung, Haushalt, Pflege von Angehörigen - alles unbezahlte Tätigkeiten, die zur Care-Arbeit oder Sorgearbeit zählen. Diese vielfältigen Aufgaben, die Frauen täglich bewältigen, können sie positiv verstärken, sie können aber auch eine Belastung für die Gesundheit darstellen. Insbesondere dann, wenn Frauen zu wenig Wertschätzung für die geleistete Arbeit erfahren, damit überfordert sind und sich mit ihren Bedürfnissen alleine gelassen fühlen. Nicht zuletzt stellen sich durch den Wandel von Arbeit durch Digitalisierung Fragen, wie sich dieser Trend auf die Gesundheit von Frauen auswirkt.

Die 3. Frauengesundheitskonferenz bringt nun erstmals Expertinnen aus Fachrichtungen von soziologischer Arbeitsmarktforschung über Frauengesundheitsforschung bis hin zur Arbeitsmedizin zusammen. Gemeinsam soll ausgeleuchtet werden, welche Ressourcen und Risiken das Erwerbsleben für die Gesundheit von Frauen beinhaltet und was Frauen in der Erhaltung ihrer Gesundheit unterstützen kann.

Welche Angebote zur Gesundheitsförderung brauchen Frauen im Betrieb? Welche Art der Unterstützung benötigen Frauen in belastenden Lebenssituationen? Wir laden Sie herzlich ein, sich an diesen und weiteren Fragestellungen zu beteiligen. Fünf Fishbowls geben Ihnen Gelegenheit, ausgewählte Aspekte mit Praxisbezug zu vertiefen und mit Ihren Arbeitsfeldern zu verknüpfen. Diskutieren Sie mit Expertinnen aus ganz Deutschland, wie Sie diese Aspekte in Ihre Arbeit integrieren und für Frauen nutzbar machen können. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und die Diskussion mit Ihnen.

 

Programm

09:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

10:00 Uhr | Begrüßung
Dr. med. Heidrun Thaiss, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln

10:15 Uhr | Grußwort
Sabine Weiss MdB, Parlamentarische Staatssekretärin, Bundesministerium für Gesundheit

10:30 Uhr | Improvisationstheater
Improzess Unternehmenstheater, Berlin

10:45 Uhr | Frauen und Arbeit – die nächsten Schritte zu mehr Gesundheit: Ein Überblick
Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Institut für Wirtschaftslehre des Haushalts und Verbrauchsforschung,
Justus-Liebig-Universität Gießen

11:30 Uhr | Kaffeepause

11:45 Uhr | Frauengesundheit als Thema in der Arbeitsmedizin – aktuelle Perspektiven
Prof. Dr. Ute Latza, Gruppe 3.1 Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Dortmund

12:30 Uhr | Interviewforum Frauen und Arbeit: Personen und Betriebe im Spannungsfeld von Leistungs- und Gesundheitskultur
Prof. Dr. Nadine Pieck, Institut für Gesundheitsförderung und Prävention im Betrieb, Hochschule Magdeburg-Stendal

13:00 Uhr | Mittagspause mit Postersession
Präsentation von Projekten und Regelangeboten, die die Gesundheit von Frauen im Arbeitsumfeld stärken

14:30 Uhr | Frauen – Arbeit – Gesundheit: Von der Analyse zur Aktion: 5 parallele Fishbowls

15:45 Uhr | Kaffeepause

16:00 Uhr | Improvisationstheater

16:15 Uhr | Schlusswort
Dr. Monika Köster, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln

16:30 Uhr | Ende der Tagung

Gesamtmoderation
Ulrike Hauffe, Landesbeauftragte für Frauen a.D., Bremen

Graphic Recording
Tanja Föhr, Föhr – Agentur für Innovationskulturen, Hannover

 

Fishbowl-Themen

1) Digital und flexibel durch die Rushhour des Lebens? Flexibilisierung, Vereinbarkeit und psychische Gesundheit bei Frauen.
Dr. Julia Schorlemmer, Institut für Arbeitsmedizin, Charité Berlin

2) Care-Arbeit als Erwerbsarbeit: Ressourcen und Risiken
Carola Bury, Referentin für Gesundheitspolitik, Arbeitnehmerkammer Bremen

3) Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit Fokus auf Pflege von Angehörigen
Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft, Charité Berlin

4) „Wir arbeiten so gut, wie wir uns fühlen!“ Gesundheitskompetenz von berufstätigen Frauen stärken
Dr. Ilona Bürgel, Diplom-Psychologin und Buchautorin, Dresden

5) Prävention und Gesundheitsförderung bei erwerbstätigen Frauen unter besonderer Berücksichtigung vulnerabler Gruppen
Prof. Dr. Nadine Pieck, Institut für Gesundheitsförderung und Prävention im Betrieb, Hochschule Magdeburg-Stendal