07. März 2018 Zusammen denken, was zusammen gehört

 
Erstellt am 15.09.2017 von Christina Kruse

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Präventionsketten Niedersachsen: Fachtagung sowie Information zur 3. Förderphase

In den niedersächsischen Kommunen wachsen die meisten Kinder gesund und im Wohlergehen auf. Allerdings ist der Anteil der armen Kinder anhaltend hoch: Von den 7- bis 15-jährigen Kindern und Jugendlichen im SGB-II-Bezug waren 54,1 % schon drei Jahre und länger auf diese Leistung angewiesen. Ihre Chancen auf Bildung, soziokulturelle Teilhabe und Gesundheit sind deutlich geringer als die der Kinder aus gesicherten Einkommensverhältnissen. Die Kommunen in Niedersachsen tragen eine besondere Verantwortung für die Unterstützung und Förderung dieser Kinder.

Das Konzept der Präventionskette stellt sich diesen Herausforderungen: Es betrachtet die Belange von Kindern und Familien systematisch über ihre Lebensphasen hinweg und zeichnet sich durch integriertes Handeln aller relevanten Akteur*innen aus. Das übergeordnete Ziel ist, umfassende Teilhabechancen zu eröffnen, eigene Ressourcen zu stärken und Chancengleichheit zu fördern. „Wie kann ein Aufwachsen im Wohlergehen auch und gerade für jene gelingen, die schwierige Lebensbedingungen bewältigen müssen?“ ist die handlungsleitende Frage in den Kommunen und Ausgangspunkt für die Etablierung bedarfs- und bedürfnisorientierter Angebote. Insbesondere die Kinder- und Jugendhilfe als auch Vertreter*innen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und des Gesundheitswesens stellt das vor große Herausforderungen.

Die Tagung bietet fachlichen Input zum Konzept der Präventionsketten und die Möglichkeit zum Austausch.
Außerdem werden Informationen zum Programm und zur Bewerbung für die 3. Förderphase gegeben.

Das Programm „Präventionsketten Niedersachsen: Gesund aufwachsen für alle Kinder!“ unterstützt bis 2022 bis zu 38 niedersächsische Kommunen beim Auf- und Ausbau einer Präventionskette. Fünfzehn niedersächsische Kommunen haben bereits mit der Arbeit begonnen; weitere Interessenten können sich ab dem 01. März 2018 für die 3. Förderphase bewerben.

 

Programm

09:30 Uhr | Anmeldung

10:00 Uhr | Begrüßung und Einführung
Dr. Antje Richter-Kornweitz, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.
Vortrag

10:30 Uhr | Sind Präventionsketten eine Antwort der Jugendhilfe auf die Erkenntnisse der Armutsforschung?
Gerda Holz, Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS), Frankfurt a/M
Vortrag

11:15 Uhr | Pause

11:30 Uhr | Sind Präventionsketten eine Antwort der Gesundheitsförderung auf die Erkenntnisse zur Kinder- und Jugendgesundheit?
Dr. Elke Bruns-Philipps, Niedersächsisches Landesgesundheitsamt (NLGA)
Vortrag

11:50 Uhr | Darum sind Präventionsketten aus unserer Sicht die richtige Antwort – Moderierte Diskussion
Dr. Elke Bruns-Philipps, Niedersächsisches Landesgesundheitsamt (NLGA)
Roland Levin, Region Hannover
Dr. Claus Weth, Beauftragter TK / Gesunde Städte-Netzwerk-Projekt

12:45 Uhr | Mittagspause

13:45 Uhr | Grußwort
Dr. Carola Reimann, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

14:15 Uhr | Workshops: Zentrale Anforderungen an den Aufbau von Präventionsketten
Vier parallel laufende Workshops

WS1 Übergänge gestalten – Übergangskonzepte als wichtiges Element einer Präventionskette
Dagmar Lettner, Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V.
Vortrag

WS2 Nachhaltigkeit schaffen – Übergreifende Steuerung als Instrument zur nachhaltigen Verankerung von Präventionsketten
Gerda Holz, Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS), Frankfurt a/M
Vortrag

WS3 Qualität sichern – Wirkungsorientiertes Arbeiten als Qualitätsmerkmal
Markus Büchel, Auridis gGmbH
Sven Brandes & Wiebke Sannemann,
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.
Vortrag

WS4 Zusammenarbeit stärken – In Netzwerken Verbindlichkeit herstellen
Alexander Mavroudis, Köln
Vortrag

16:30 Uhr | Ausblick

16:45 Uhr | Ende der Veranstaltung


Moderation der Veranstaltung:
Kerstin Utermark,
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.