03. Februar 2018 Vermeidung von Polymedikation bei koronarer Herzkrankheit

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Erstellt am 06.11.2017 von Theresa Vanheiden

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Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover

„Übermedikalisierung ist unethisch und oft gefährlich“, sagte vor 15 Jahren bereits Ivan Illich im British Medical Journal. Geht es nach Leitlinien, müssen Menschen mit Multimorbidität, also vorwiegend ältere Menschen, aufgrund der unterschiedlichen Symptome und Krankheitsbilder verschiedenste Medikamente einnehmen. Auch gemäß den in Deutschland etablierten Disease-Management-Programmen (DMP) wie COPD, Diabetes mellitus Typ I und Typ II und KHK sind oft umfangreiche Medikationspläne zu erstellen. In der Gesamtbetrachtung kann das aber genau im Gegenteil münden: „Der Tatsache ins Auge sehen: wir Ärzte tun zu viel“ resümierte Paul Glasziou bereits 2016 beim 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft
für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) in Frankfurt.

Wir möchten mit der Einladung zu dieser Veranstaltung den Blick schärfen für die Probleme von Übererkennung, Überdefinition und Übermedikalisierung und Mutmachen sowie Strategien entwerfen, wie man vor allem bei hochbetagten Patient*innen ethisch verantwortbar und medizinisch sinnvoll Medikamente weglassen kann.

Zu dieser Veranstaltung möchten wir Ärzt*innen, Apotheker* innen sowie weitere Interessierte einladen und insbesonderedas Thema „Polymedikation bei Menschen mit koronarer Herzkrankheit“aufgreifen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, der AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.

 

Programm

09:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

10:00 Uhr | Grußworte
Brigitte Käser, AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen, Hannover
Dr. Jörg Berling, Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen, Hannover

10:15 Uhr | Polymedikation
Prof. Dr. med. Dirk O. Stichtenoth, Medizinische Hochschule Hannover

11:00 Uhr | Polymedikation bei koronarer Herzkrankheit aus Sicht eines Rhythmologen
N.N.

11:45 Uhr | Kaffeepause

12:00 Uhr | Absetzen oder nicht? Die KHK-Behandlung aus der Sicht eines Geriaters und eines Apothekers
Dr. Sebastian Baum, Evangelisches Krankenhaus Johannisstift Münster gGmbH
Dr. Wolfgang Schwager, Evangelisches Krankenhaus Johannisstift Münster gGmbH

12:45 Uhr | Interventionelle Kardiologie und Polymedikation
Dr. Ulrike Flierl, Medizinische Hochschule Hannover

13:30 Uhr | Mittagessen

14:30 Uhr | 1. Durchgang der Workshops

WS1
Absetzen oder nicht? Die KHK-Behandlung aus der Sicht eines Geriaters und eines Apothekers
Dr. Sebastian Baum, Apotheker, Evangelisches Krankenhaus Johannisstift Münster gGmbH
Dr. Wolfgang Schwager, Evangelisches Krankenhaus Johannisstift Münster gGmbH

WS2
Polymedikation bei koronarer Herzkrankheit aus Sicht eines Rhythmologen
N.N.

WS3
Interventionelle Kardiologie und Polymedikation
Dr. Ulrike Flierl, Kardiologin, Medizinische Hochschule Hannover

WS4
Polymedikation bei koronarer Herzkrankheit aus Sicht eines Apothekers
Carsten Lambrich, Apotheker in Langenhagen

15:30 Uhr | Kaffeepause

16:00 Uhr | 2. Durchgang der Workshops

WS1
Absetzen oder nicht? Die KHK-Behandlung aus der Sicht eines Geriaters und eines Apothekers
Dr. Sebastian Baum, Apotheker, Evangelisches Krankenhaus Johannisstift Münster gGmbH
Dr. Wolfgang Schwager, Evangelisches Krankenhaus Johannisstift Münster gGmbH

WS2
Polymedikation bei koronarer Herzkrankheit aus Sicht eines Rhythmologen
N.N.

WS3
Interventionelle Kardiologie und Polymedikation
Dr. Ulrike Flierl, Kardiologin, Medizinische Hochschule Hannover

WS4
Polymedikation bei koronarer Herzkrankheit aus Sicht eines Apothekers
Carsten Lambrich, Apotheker in Langenhagen

17:00 Uhr | Ende der Veranstaltung

 

Moderation
Sandra Exner, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.