25. Oktober 2017 Prävention, Gesundheitsförderung und Pflege

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Erstellt am 05.09.2017 von Tatjana Paeck

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Sandstraße 4/5, 28195 Bremen

Zusammen denken, was zusammen gehört

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Anteils älterer und pflegebedürftiger Menschen werden Prävention und Gesundheitsförderung im Alter immer wichtiger. Bisher steht jedoch die Gesundheit von pflegebedürftigen Menschen wenig im Fokus gesundheitsförderlicher Maßnahmen. Bestehende präventive und gesundheitsförderliche Angebote für Ältere werden nur zögerlich mit Angeboten für Pflegebedürftige verknüpft und nachhaltig integriert. Dabei lohnt es sich, auch in späteren Lebensphasen, in Gesundheitspotenziale zu investieren, gerade im Hinblick auf die Vermeidung oder Verzögerung von Pflegebedürftigkeit. Das Zusammendenken von Prävention, Gesundheitsförderung und Pflege bietet die Möglichkeit, die gesundheitliche Situation und Lebensqualität im Alter zu verbessern sowie die Selbständigkeit zu fördern.

Der neue Pflege(bedürftigkeits)begriff - festgeschrieben in den Pflegestärkungsgesetzen 1 bis 3 – und das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention (Präventionsgesetz) – liefern neue gesetzliche Grundlagen für die Umsetzung von Prävention und Gesundheitsförderung in der Pflege. Einzelne Einrichtungen machen sich bereits auf den Weg und denken die Handlungsfelder der Gesundheitsförderung, Prävention und Pflege zusammen. Das Potenzial einer stärker präventiven Ausrichtung der Pflege auf Grundlage dieser Gesetze, wird jedoch noch nicht ausgeschöpft.

Auf der fünften Bremer Regionalkonferenz sollen einerseits die neuen (gesetzlichen) Möglichkeiten, die sich durch die Pflegestärkungsgesetze, aber auch durch das Präventionsgesetz ergeben und andererseits Wege und Hindernisse bei der Umsetzung aufgezeigt und diskutiert werden. Hierfür werden am Vormittag zwei einführende Fachvorträge und am Nachmittag vier Workshops angeboten. Die Veranstaltung richtet sich an Pflegedienstleitungen, Pflege(fach)kräfte, pflegende Angehörige, Expert*innen aus der Beratung, Beschäftigte in Trägerorganisationen, Kassenvertreter*innen, Ehrenamtliche und an weitere Interessierte u. a. aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Soziales und Politik.

Programm

09:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

10:00 Uhr | Begrüßung und thematische Einführung
Susanne Nolte, Bremer Volkshochschule und Landesvereinigung für Gesundheit Bremen e. V.
Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz
Dr. Monika Köster, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

10:30 Uhr | Prävention und Gesundheitsförderung in der stationären Pflege – Chancen und Herausforderungen des Präventionsgesetzes
Prof. Dr. Beate Blättner, Hochschule Fulda

11:15 Uhr | Kaffeepause

11:45 Uhr | Die Pflegestärkungsgesetze: Was sollen sie leisten – was können wir erwarten?
Prof. Dr. Stefan Görres, Institut für Public Health und Pflegeforschung

12:30 Uhr | Mittagspause

13:30 Uhr | Workshoprunde 1

Workshop 1
Gesundheitsförderung von Bewohner*innen im stationären Setting
Birgit Wolff, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.

Moderation: Nina Fleischmann, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.

Workshop 2
Neue Möglichkeiten in der ambulanten Pflege durch die Pflegestärkungsgesetze
Thorsten Mittag, Der Paritätische Gesamtverband
Wolfgang Müller, Landesvereinigung für Gesundheit Bremen e. V.

Moderation: Tatjana Paeck, Landesvereinigung für Gesundheit Bremen e. V. in Kooperation mit der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.

Workshop 3
Die gesellschaftspolitische Dimension in der pflegerischen Praxis
Christine Doherr, Haus im Park – Das Zuhause für Menschen mit Demenz
Angela Geermann, Solidar e. V.

Moderation: Nicole Tempel, Landesvereinigung für Gesundheit Bremen e. V. in Kooperation mit der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.

Workshop 4
Das Lübecker Modell Bewegungswelten für die ambulante und stationäre Pflege
Dr. Christina Ralf, Referenzzentrum der Forschungsgruppe Geriatrie Lübeck am Krankenhaus Rotes Kreuz

Moderation: Anja Krahnert, Referenzzentrum der Forschungsgruppe Geriatrie Lübeck am Krankenhaus Rotes Kreuz

14:45 Uhr | Kaffeepause

15:15 Uhr | Workshoprunde 2

16:30 Uhr | Ausblick und gemeinsamer Abschluss der Veranstaltung

16:45 Uhr | Ende der Veranstaltung

Gesamtmoderation
Thomas Altgeld, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.