18.-19. Juni 2015 Ohne Beteiligung geht es nicht!

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Erstellt am 13.04.2015 von Marcus Wächter-Raquet

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Wie die interkulturelle Öffnung von Gesundheitseinrichtungen gelingen kann

Als Reaktion auf die zunehmende Heterogenität der Bevölkerung in Deutschland wird in den letzten Jahren verstärkt die interkulturelle Öffnung von Institutionen, Organisationen und Einrichtungen gefordert. Ein essentieller Bestandteil gelingender Öffnungsprozesse ist die aktive Beteiligung der Zugewanderten und ihrer Interessenvertretungen.


Die Konferenz will Entscheiderinnen und Entscheider im Gesundheits- und Pflegebereich für die Bedeutung von Beteiligungsprozessen bei der interkulturellen Öffnung sensibilisieren sowie Migrantinnen und Migranten motivieren aktiv Beteiligung einzufordern. Die Veranstaltung informiert über aktuelle Entwicklungen der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung von Migrantinnen und Migranten, zeigt Handlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Situation auf und führt Beteiligungsprozesse als essentieller Faktor in die Diskussion um die interkulturelle Öffnung von Gesundheitseinrichtungen ein. Zudem bietet die Tagung die Möglichkeit bundesweite Netzwerke, wie beispielsweise das Forum für eine kultursensible Altenhilfe, und zahlreiche Praxisprojekte, die sich um eine Verbesserung der Gesundheit von Zugewanderten kümmern, kennenzulernen.

Die Konferenz richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Migrantenorganisationen, Integrationsbeauftragte der Länder und Kommunen, Entscheiderinnen und Entscheider aus dem Gesundheits- und Pflegebereich, Vertreterinnen und Vertreter der Dachverbände der Wohlfahrtsorganisationen und Kommunen, Vertreterinnen und Vertreter von Bundes- und Landesministerien sowie deren nachgeordnete Behörden.

Die Konferenz wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration unterstützt und ist Teil des Schwerpunktjahres Gesundheit und Pflege. 

Programm

18. Juni 2015

10:30 Uhr | Anmeldung

11:00 Uhr | Begrüßung
Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

11:30 Uhr | Die Gesundheit von Migrantinnen und Migranten – Zwischen statistischen Maßzahlen und subjektiv empfundener Lebensqualität | Vortrag
Prof. Dr. Theda Borde, Alice Salomon Hochschule Berlin

12:30 Uhr | Mittagspause

13:30 Uhr | Ohne Beteiligung geht es nicht – Wege und Irrwege zur interkulturellen Öffnung von Gesundheitseinrichtungen | Vortrag
Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.

14:30 Uhr | Kommunale Gesundheitsinitiativen interkulturell
Dr. Hans-Georg Wolter, Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main | Vortrag
Virginia Wangare Greiner, Maisha e. V. | Vortrag

15:00 Uhr | Kaffeepause

15:30 Uhr | Interkulturelle Orientierung und Öffnung von Organisationen – Strategische Überlegungen und Praxisbeispiele | Vortrag
Dr. Hubertus Schröer, Institut – Interkulturelle Qualitätsentwicklung München

16:30 Uhr | Gemeinsam mit Migrantenorganisationen für eine bessere Versorgung russischsprachiger Demenzkranker: das Projekt NASCH DOM | Vortrag
Dr. Claudia Kaiser, Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO)
Tatjana Jurk, Landesverband „Integrationsnetzwerk Sachsen“ e. V.

17:00 Uhr | Ende

 

19. Juni 2015

09:00 Uhr | Parallele Workshops

Workshop 1
Zugangswege und Partizipation im Projekt „Flüchtlinge im Blick“
Stéphanie Berrut, Profamilia Bonn / NRW | Vortrag
Rumänische Roma Familien in Berlin
Cristina Arion, Phinove e. V. | Vortrag

Moderation: Saffana Salman, Gesundheit Berlin Brandenburg e. V.

Workshop 2
Dolmetschen im Krankenhaus als Geschäftsmodell
Niels-Jens Albrecht, Universitäts-klinikum Hamburg-Eppendorf | Vortrag

Sprach- und Integrationsmittlung ein Instrument zur Inklusion von Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund?!
Heike Timmen, Diakonie Wuppertal | Vortrag
Moderation: Svenja Budde, Landeszentrum für Gesundheit Nordrhein-Westfalen

Workshop 3
Interkulturelle Öffnung am Beispiel der LVR-Klinik Köln
Dr. Ali Kemal Gün, LVR-Klinik Köln | Vortrag

Multikulturelles Zentrum Stiftungsdorf Gröpelingen
Sabine Schöbel, Bremer Heimstiftung, Stiftungsdorf Gröpelingen
Gudrun Münchmeyer-Eliş, Kontaktstelle für ältere Migrantinnen und Migranten in Bremen, c/o ZIS e. V.

Moderation: Daniela Kleer, LandesArbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung Saarland e. V.

Workshop 4
Vorteil Vielfalt! Diversity Management und Interkulturelle Kompetenz
Ulrike Krämer, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm | Vortrag
Christiane Lembert, VIA Bayern e. V., IQ-Fachstelle Interkulturelle Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung

10:45 Uhr | Parallele Workshops

Workshop 5
Brücken bauen: Wie können sich die Unterstützungssysteme für behinderte Menschen in Bremen interkulturell öffnen?
Kai Baumann, Arbeitsstab des Behindertenbeauftragten des Landes Bremen | Vortrag

Interkulturelles Gesundheitsnetzwerk Bremen (IGN)
Dr. Florence Samkange-Zeeb, Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft der Universität Bremen, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie | Vortrag

Moderation: Libuše Černá, Bremer Rat für Integration

Workshop 6
Alt werden in Deutschland –wie sind Sie darauf vorbereitet?
Moderiertes Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Migrantenverbände

Moderation: Runak Sabbar-Letaief, Journalistin, BASAR Zeitung

Workshop 7
Forum für eine kultursensible Altenhilfe
Manfred Carrier, Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband e. V. | Vortrag

Ortsbesuche – Unterstützung für pflegende Angehörige
Marcus Wächter, LVG & AFS | Vortrag

Lernen kennt kein Alter – Die interkulturelle Seniorenarbeit der AWO in Berlin
Susanne Koch, AWO Landesverband Berlin e. V. | Vortrag

Moderation: Dragica Baric-Büdel, AWO Bundesverband e. V.

Workshop 8
Seitenwechsel – Migration hautnah erfahren
Gabi Al-Barghouthi, Caritasverband Bonn e. V., Fachdienst für Integration und Migration | Vortrag

12:15 Uhr | Mittagspause

13:00 Uhr | Abschlussdiskussion

14:00 Uhr | Ende der Veranstaltung