20. Oktober 2016 Der Mensch im Mittelpunkt – Selbsthilfe Stärken

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Erstellt am 17.08.2016 von Sabine Erven

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Herzogenplatz 2, 29525 Uelzen

In diesem Jahr wird das 40-jährige Bestehen des Sozialpsychiatrischen Dienstes Uelzen, in Trägerschaft der Brücke e. V. , gefeiert. Dieser, bereits Mitte der 60er Jahre gegründete Verein, trat von Beginn an für die Emanzipation seelisch erkrankter Menschen und eine personenzentrierte Sichtweise ein. Einen neuen Schub erhielt dieser Ansatz 2009 durch die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention durch die Bundesrepublik Deutschland mit der Vision der Inklusion. Der nun im Mai dieses Jahres veröffentlichte „Landespsychiatrieplan Niedersachsen“ stellt die Partizipation und Selbsthilfe in den Mittelpunkt der zukünftigen Entwicklung der Psychiatrie in Niedersachsen. In den zurückliegenden 40 Jahren sind umfassende Versorgungsstrukturen geschaffen und ein verbesserter Zugang zu Hilfen ermöglicht worden. Aber nicht immer erweisen sich die Hilfen als sinnvoll, auch teilstationäre oder ambulante Hilfen können Potentiale blockieren und „hospitalisierend“ wirken.

Im Rahmen unserer Tagung wollen wir uns nun mit den Fragen auseinandersetzten:
Was benötigt, was stärkt und fördert Selbsthilfepotentiale?
Fördert oder behindert die Versorgungsstruktur der Eingliederungshilfe die Entwicklung von Selbsthilfepotentialen?
Wie kann ich in meinem (Arbeits-) Alltag Selbsthilfepotentiale fördern?
Im Weiteren werden wir uns auch mit den Möglichkeiten von Ex-In-Ausbildungen, neuen Medien und Kommunikationsformen sowie unseren Erwartungen zum Landespsychiatrieplan auseinandersetzten.

Psychiatrieerfahrene sind von der Teilnahmegebühr befreit (bei Anmeldung über das Onlineformular bitte „von Teilnahmegebühr befreit“ im Bemerkungsfeld eintragen).

Programm

09:30 Uhr | Anmeldung und Begrüßungskaffee

10:00 - 11:45 Uhr | Plenum

10:00 Uhr | Begrüßung
Grußworte:
Staatssekretär Jörg Röhmann, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Dr. Heiko Blume, Landrat des Landkreises Uelzen und Schirmherr des 9. Nds. Aktionstages
Kurt Spannig, Die Brücke e. V., Uelzen und DGSP

Einführung:
Wolfram Beins, Vorstand Landesfachbeirat Psychiatrie Niedersachsen

10:30 Uhr | Grundsätze der Sozialpsychiatrie zu Partizipation und Selbsthilfe
Joachim Speicher, PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband Hamburg

11:00 Uhr | Die Aussagen zu Partizipation und Selbsthilfe im Landespsychiatrieplan Niedersachsen
Martina Schu, FOGS GmbH, Köln

12:00 - 15:00 Uhr | Arbeitsgruppen/Forum

AG 1
Genesungsbegleitung als Bestandteil der psychiatrischen Versorgung – eine Utopie? (begr. Teilnehmerzahl)
Moderation: Sonja Flecks, Eingliederungshilfe, Die Brücke e. V., Uelzen
Input 1: Marlies Lili Michaelis, EX-IN Trainerin, EX-IN Niedersachsen e.V.,
Input 2: N.N.

AG 2
Stärkung der Interessenvertretung durch  Selbsthilfe-Organisationen – mit Schulung? (begr. Teilnehmerzahl)
Moderation: Jeanette Kötke, KIBiS des Paritätischen, Uelzen
Input 1: Rose-Marie Seelhorst und Marlis Wiedemann Arbeitsgemeinschaft der Angehörigen Psychisch Kranker in Niedersachsen und Bremen (AANB) e. V.
Input 2: Matthias Wiegmann, Landesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener Niedersachsen, Osnabrück

AG 3
Hilfe zur Selbsthilfe und längerfristige Betreuung – ein Widerspruch? (begr. Teilnehmerzahl)
Moderation: Folke Sumfleth, Sozialpsychiatrischer Dienst Uelzen
Input 1: Holger Maack, HiPsy Landkreis Harburg, Winsen (Luhe)
Input 2: Claus Winterhoff, ehem. Sozialpsychiatrischer Dienst Lüneburg

AG 4
Hilfe zur Selbsthilfe und neue Medien –  eine Bereicherung? (begr. Teilnehmerzahl)
Moderation: Kurt Spannig, Die Brücke e. V., Uelzen
Input 1: Peter Weber, Ergotherapeut, Redaktionsmitglied Sozialpsychiatrische Informationen, Hannover
Input 2: Andreas Landmann, Projekt Probsthagen e. V. , Hof Windheim, Stadthagen

Forum
Der Mensch ist das Maß aller Dinge – Entspricht der Landespsychiatrieplan unseren Erwartungen?
Moderation: Matthias Tietz, BKK Landesverband MitteInput: Das trialogische Gespräch am KRH Psychiatrie Wunstorf
Org. Team: Sonja Brandes, Dr. Arnhild Köpcke, Elisabeth Stege, Antke Tammen, Andreas Wolter

12:00 Uhr | Beginn: Bestandsaufnahme

13:00 Uhr | Mittagspause

14:00 Uhr | Fortsetzung: Handlungsempfehlungen

15:15 - 16:30 Uhr | Plenum

15:15 Uhr | Wie stärken wir die Selbsthilfepotenziale?Vorschläge für die Praxis: eine Diskussionsrunde

16:30 Uhr | Veranstaltungsende