Nichts determiniert Gesundheit so sehr wie die soziale Lage des Menschen. Frühzeitige Sterblichkeit und gesundheitliche Beeinträchtigungen treten in Gruppen mit niedrigem sozialem Status, Ausbildungsstand und Einkommen häufiger auf als in höheren Statusgruppen. Dies betrifft nahezu alle spezifischen Krankheiten und Behinderungen; d. h. sozial benachteiligte Menschen leiden häufiger unter Erkrankungen, haben eine kürzere Lebenserwartung und erleben weniger in Gesundheit verbrachte Jahre.

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Die verstärkte Zusammenarbeit von Krankenkassen und Kommunen im Rahmen nachhaltiger Strukturen geschieht im Zuge der Umsetzung des Präventionsgesetzes, das am 25.07.2015 in Kraft getreten ist. Es setzt einen besonderen Schwerpunkt auf Präventions- und Gesundheitsförderung in Lebenswelten. Gesetzliche Krankenkassen und ihre Kooperationspartner sollen gemeinsam noch stärker als bisher mit Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen auf Menschen in bestimmten Lebenslagen zugehen. Dazu werden zum einen nachhaltige kommunale Strukturen zur Prävention und Gesundheitsförderung in den Lebenswelten auf- und ausgebaut. Zum anderen werden kassenübergreifende Projekte entwickelt und umgesetzt. Der Name GKV-Bündnis für Gesundheit bündelt alle Projekte und Maßnahmen zur Umsetzung dieser Ziele.

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"Gesund aufwachsen für alle!“ soll Impulse für die präventive Neuausrichtung in den Kommunen setzen. Kommunen sollen durch fachliches Wissen unterstützt und der Strukturaufbau innerhalb der Kommune konkret gefördert werden. Durch vernetztes Vorgehen in der Kommune sollen verlässliche Kooperationsstrukturen entstehen, in denen das gemeinsame Handeln im Vordergrund steht.

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Menschen mit geringem Einkommen oder anderen schwierigen Lebensumständen haben in Deutschland ein doppelt so hohes Erkrankungsrisiko und ei­ne um bis zu zehn Jahre geringere Lebens­erwartung als Men­schen aus bes­ser gestellten Bevölkerungs­schichten. Um die Gesundheit von sozial benachteiligten Menschen zu fördern, müssen zum einen die gesundheitlichen Belastungen verringert und zum anderen die gesundheitsfördernden Ressourcen gestärkt werden. Maßnahmen zur Verringerung der gesundheitlichen Ungleichheit sind dann erfolgreich, wenn sie an den Lebenswelten der Zielgruppen ansetzen.

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Projekt zur Förderung kommunaler Präventionsketten in Niedersachsen für ein gelingendes Aufwachsen in gemeinsamer Verantwortung.

Viele Kinder in Niedersachsen wachsen im Wohlergehen auf. Doch die Armutsquote ist auch hier hoch. Mehr als jedes sechste Kind zwischen 0 bis 10 Jahren (17,3 %) erhielt Mindestsicherungsleistungen (Stichtag 31.12.2015); in der Gesamtbevölkerung waren es 7,0 %. Häufigste Leistungsart bei den unter 10-jährigen Kindern waren SGB-II-Leistungen (85,7 %), 13,3 % erhielten Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und 1,0 % Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII. Die Einkommenslage ihrer Familien bestimmt ihre Gesundheits- und Bildungschancen, ihre Chancen auf soziokulturelle Teilhabe, ihre Chancen auf Unterstützung und Förderung.

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Nationale Kooperation für Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Bundesvereinigung für Gesundheit e. V. (BfGe) und die Landesvereinigungen, Landeszentralen und Landesarbeitsgemeinschaften für Gesundheitsförderung (LGs) sowie Einrichtungen mit entsprechender Aufgabenstellung auf Ebene der Bundesländer arbeiten zusammen, um sozial bedingte Ungleichheit von Gesundheitschancen zu vermindern. Sie vereinbaren, die hierzu vorhandenen Erfahrungen und Instrumente zukünftig gemeinsam zu nutzen und  weiterzuentwickeln und haben dazu eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. 

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Im Rahmen der Umsetzung des Präventionsgesetzes haben sich die gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen (GKV) darauf geeinigt, gemeinsam Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention für vulnerable Zielgruppen  in nichtbetrieblichen Lebenswelten nach § 20a SBG V zu fördern.

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Beispiele guter Praxis zeigen in anschaulicher Weise Wege und Ansätze zur Qualitätsverbesserung auf. Vom beratenden Arbeitskreis des Kooperationsverbundes wurden daher  Kriterien einer Guten Praxis entwickelt, die das Gelingen der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten fördern.Sie sind als ein Beitrag zu einer praxisbasierten, partizipativen Qualitätsentwicklung zu verstehen und sollen zu einer regen Diskussion über das Wie der Gesundheitsförderung anregen. 

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