Die Gesundheitsförderung pflegebedürftiger Menschen, ihrer betreuenden Angehörigen sowie der beruflich in der Pflege Tätigen ist eine wichtige Aufgabe, derer sich die LVG & AFS angenommen hat. In unserer Gesellschaft ist seit längerem ein Alterungsprozess zu beobachten, wie in vielen anderen industrialisierten Ländern. Eine Zunahme alter und hochaltriger Menschen stellt den Gesundheitssektor vor viele Veränderungen und Entwicklungsnotwendigkeiten. Die LVG & AFS befasst sich seit längerem mit pflegebezogenen Themen. Immer wieder nimmt sie die häusliche bzw. ambulante Pflegeversorgung und -betreuung sowie die Alten- und Pflegeheime unter gesundheitsförderlichen Aspekten in den Fokus.

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Die stationäre Pflege nimmt heute und auch zukünftig eine wichtige Rolle im Gesundheitswesen ein. Vor dem Hintergrund des neuen Präventionsgesetzes sieht der Gesetzgeber die Durchführung gesundheitsförderlicher und präventiver Maßnahmen in stationären Pflegeeinrichtungen vor. Bewohner*innen weisen aufgrund von Multimorbidität oft komplexe gesundheitliche Situationen auf, dennoch lässt sich ihre Gesundheit fördern und die Lebensqualität steigern. Diese Potenziale zur Gesundheitsförderung bei Bewohner*innen stehen im Mittelpunkt des Projektes „Gesundheitsförderung für Bewohner*innen stationärer Pflegeeinrichtungen“.

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In der Diskussion um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf richtete sich die Aufmerksamkeit über viele Jahre primär auf Kindererziehungsaufgaben von Beschäftigten. Verstärkt tritt nun jedoch ins Bewusstsein, dass in einer alternden Gesellschaft auch die Verbindung der Erwerbstätigkeit mit der Betreuung und Pflege älterer Menschen einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Der betroffene Personenkreis ist mit sehr spezifischen Herausforderungen konfrontiert.

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Nach Einführung des Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetzes gem. §§ 45 a-c SGB XI im Jahr 2002 sind Niedrigschwellige Betreuungsangebote im ambulanten Bereich eine abrechenbare Leistung geworden. Ehrenamtlich bzw. freiwillig Tätige begleiten und betreuen Menschen mit demenziellen oder psychischen Einschränkungen sowie mit geistigen Behinderungen und ermöglichen ihnen damit eine Teilhabe in der Gesellschaft.

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Beschäftigten und Leitungskräften im Sozial- und Gesundheitsbereich, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Altenpflege und -betreuung ist längst klar: Sie arbeiten in einer Branche, die durch rasant voranschreitende Veränderungen und hohe Anforderungen an jede und jeden Einzelnen geprägt ist. Ein stetig steigender Qualitätsdruck, komplexer werdende Versorgungsbedarfe und die sich vielerorts bereits heute abzeichnenden Personalengpässe stellen in diesem Zusammenhang wesentliche Einflussfaktoren dar.

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Die Altenpflege ist von hoher Arbeitsverdichtung, großer Dynamik und engen Absprachen im Arbeitsalltag gekennzeichnet. Pflege erfordert hohe fachliche Voraussetzungen, Verantwortungsbereitschaft und in der Beziehungsarbeit mit den zu betreuenden Menschen besondere persönliche Kompetenzen. Eine gute Zusammenarbeit, funktionierende Teams und Absprachen sowie eine Arbeitszufriedenheit bei Pflegenden sind wichtig.

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Wie Studien heute belegen, gewinnt die Vereinbarung von Erwerbstätigkeit und informeller Pflege gesellschaftlich an Relevanz. Die Vereinbarenden sind mit der Herausforderung konfrontiert, zwei inhaltlich, zeitlich und räumlich grundlegend unterschiedlich strukturierte Lebensbereiche miteinander in Einklang zu bringen. Hieraus resultieren, wie viele Untersuchungen belegen, nicht selten negative Folgewirkungen für den Beruf und die Gesundheit der Pflegenden. Sie zeigen sich zum Beispiel in Form von einer verminderten beruflichen Leistungsfähigkeit, erhöhten Fehlzeiten, der Notwendigkeit, die Arbeitszeit zu reduzieren bis hin zu umfassenden physischen und psychischen Belastungen, die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko dieser Beschäftigtengruppe bedingen.

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