Die zukünftige Sicherstellung der wohnortnahen Gesundheitsversorgung stellt insbesondere ländli-che Regionen vor Herausforderungen. Fachkräftemangel, die Folgen des demografischen Wandels sowie die Schnittstellenproblematik zwischen den Versorgungsbereichen stellen nur einen Teil der Herausforderungen dar, mit denen sich ländliche Regionen in einem Flächenland wie Niedersachsen auseinander setzen müssen.

 

Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, neue Wege zu gehen und adäquate Lösungen zu entwi-ckeln. Das Modellprojekt "Zukunftsregionen Gesundheit - kommunale Gesundheitslandschaften", initiiert vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, der AOK Niedersachsen und der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, zeigte neue Wege im Rahmen der gesundheitlichen Versorgung auf und diente als Modellphase für die Gesundheitsregionen Niedersachsen.

Zielgruppe
Zielgruppe waren die Akteurinnen und Akteure des Gesundheitswesens.

Was waren die Ziele des Projekts?

  • Verbesserung von Qualität und Wirtschaftlichkeit
  • Sicherstellung der medizinischen Versorgung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels
  • Stärkung der Prävention und Gesundheitsförderung zur Gesunderhaltung und Vermeidung von Chronifizierungen
  • Verbesserung der Versorgung von chronisch Erkrankten und pflegebedürftigen Menschen

Laufzeit
November 2010 bis Dezember 2013

Wo wurde das Modellprojekt umgesetzt?
Die Regionen Emsland, Heidekreis und Wolfenbüttel waren als Zukunftsregionen benannt worden. Kennzeichnend für das Projekt ist der ganzheitliche Ansatz, der versucht, die unterschiedlichen Akteure und Akteurinnen aus den verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens miteinander zu vernetzen und die sektorenübergreifende Zusammenarbeit zu optimieren.

Was leisteten die Zukunftsregionen?

  • Bedarfserhebung / Analyse der Ausgangssituation
  • Schaffung einer regionalen Gesundheitskonferenz
  • Schaffung von Schnittstellen überwindenden Vernetzungsprojekten unter Einbeziehung der Palliativversorgung und der medizinischen Versorgung in Pflegeheimen
  • Anknüpfung an bereits bestehende Modellprojekte
  • Entwicklung von Maßnahmen zur Gewinnung ärztlichen Nachwuchses in ländlichen Regionen

Dabei sollten vorhandene Kompetenzen genutzt und Akteurinnen und Akteure vor Ort sinnvoll miteinander vernetzt werden.

Die Projektpartner
Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, die AOK  Niedersachsen und die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen beschritten mit den Partnern vor Ort neue Wege der Gesundheitsversorgung. Die Koordination und Steuerung vor Ort wird von den jeweiligen Projektkoordinatoren übernommen. Unterstützt wurden die Zukunftsregionen durch die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.

Weitere Kooperationspartner waren

  • Apothekerkammer Niedersachsen
  • Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN)
  • BKK Landesverband Mitte
  • Kommunale Spitzenverbände Niedersachsen
  • Krankenhausgesellschaft Niedersachsen
  • Landwirtschaftliche Sozialversicherung Niedersachsen - Bremen
  • Techniker Krankenkasse
  • Verband der Ersatzkassen Niedersachsen

Evaluation
Im Rahmen des Projektes fand eine prozessbegleitende Evaluation auf Basis des EFQM -Modells (European Foundation for Quality Management)1 statt. Die Ergebnisevaluation wurde von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. durchgeführt.

Den Evaluationsbericht sowie die Projektsteckbriefe finden Sie hier.

Evaluationsbericht

Projektsteckbriefe

Weiterführende Informationen

Den Projektzwischenbericht sowie den Abschlussbericht finden Sie hier zum Download.
Zwischenbericht 2012

Abschlussbericht 2013

Der Online - Newsletter "Zukunftsregionen Gesundheit" stellte die aktuellen Entwicklungen in den Gesundheitsregionen dar und gab weiterführende Informationen zum Projektstand. Auf der Website www.zukunftsregionen.gesundheit.niedersachsen.de steht der Online - Newsletter zum Download zur Verfügung.

Darüber hinaus können Sie hier die Handreichung "Massnahmen zur ärztlichen Nachwuchsgewin-nung in Deutschland", die im Rahmen des Projektes erstellt wurde, downloaden. Wenn Sie dazu Ergänzungen haben, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an unten stehende Kontaktdaten.

Mit der Handreichung Gesundheitsregionen in Deutschland soll ein Überblick über bereits bestehende Aktivitäten und Ansätze gegeben werden. Wenn Sie dazu Ergänzungen haben, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an unten stehende Kontaktdaten.

Kontakt
Thomas Altgeld

Britta Kenter
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1 Das EFQM - Modell ist ein Qualitätsmanagement - System des Total - Quality - Managements. Es bietet die Möglichkeit auf Grundlage von Selbstbewertungen Stärken und Schwächen zu erkennen und Verbesserungspotentiale abzuleiten.