Im Rahmen des Förderschwerpunktes „Verbreitung bewährter Präventionsansätze zur Vermeidung und Reduzierung von Suchtmittelkonsums in Schwangerschaft und Stillzeit“ des Bundesministeriums für Gesundheit, wird das Projekt „Weniger ist mehr – Rauchfreiberatung durch Familienhebammen ab März 2011 gefördert. Im ersten Projektjahr wurde ein Curriculum entwickelt und in Niedersachsen erprobt.

Dies geschah, um Familienhebammen zu schulen, bei ihren Hausbesuchen rauchende Schwangere oder Stillende zu beraten, das Rauchen zu reduzieren, die Wohnung und das Auto rauchfrei zu halten und kleine Schritte Richtung Rauchstopp zu gehen. Im zweiten Projektförderzeitraum wurde die entwickelte Fortbildung in ganz Deutschland durchgeführt

Am 12.12.2014 fand die Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung zu diesem Themenschwerpunkt unter dem Titel "NEIN zu Tabak und Alkohol in der Schwangerschaft – Fachkräfte aus Gesundheit, Soziales und Bildung im Dialog: Erfahrungen nutzen – Wissen vertiefen – Praxis verbessern" statt.
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Aktuelles


Abschlussbericht der 2. Projektphase
Den Sachbericht zum Ende der 2. Förderphase mit Ergebnissen und Erfahrungen aus dem Projektzeitraum Juli 2012 bis Juni 2014 finden Sie hier.

Einführungsseminar in Hannover
Rauchfreiberatung durch Fachkräfte der Frühen Hilfen
Ein zweitätiges Einführungsseminar in Kooperation mit der Niedersächsichen Landesfortbildung  für Hebammen
findet am 01. und 02. Juni 2015 in Hannover statt.
Die Ausschreibung finden Sie hier.

Achtung Terminänderung! Vertiefungsseminar in Hannover
Rauchfreiberatung durch Fachkräfte der Frühen Hilfen
Anstatt am 24. April 2015 findet der Vertiefungstag nun am 15. Juli 2015 von 9:00 - 17:15 Uhr in Hannover statt.
Die Ausschreibung zum Tag finden Sie hier.

Flyer zum Stillen und Rauchen! - in 7 Sprachen
Auf Grundlage der Rückmeldung von Teilnehmenden der Seminare  hat die Projektgruppe einen Flyer
mit den wichtigsten Fakten und Antworten rund um das Thema Stillen und Rauchen für die Arbeit mit Frauen entwickelt. Zudem wurde der deutsche Flyer ins russische, arabische, türkische, rumänische, bulgarische und spanische übersetzt.
Den deutschen Flyer sowie die Übersetzungen finden Sie hier unter "Materialien".


Flyer zu Schwangerschaft und Rauchen!
Der Verein Frauen Aktiv Contra Tabak e.V. hat einen Flyer mit dem Titel "Ich bin schwanger und rauche - was nun?" entwickelt. Er gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen, informiert über Risiken für das Kind und stellt Gründe dar, mit dem Rauchen aufzuhören.
Der Flyer kann
hier heruntergeladen werden!

NEIN zu Tabak und Alkohol in der Schwangerschaft 
1. Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler am 12. Dezember 2014 in Erlangen
Die Jahrestagung am 12. Dezember 2014 in Erlangen möchte auf neue Wege und Möglichkeiten aufmerksam machen,
wie die Fachkräfte der Gesundheits-, Sozial- und Bildungsberufe die Beratung zu Tabak- und Alkoholkonsum noch
erfolgreicher in ihren beruflichen Alltag integrieren können. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die Erfahrungen aus Modellprojekten, die vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert werden und informiert über den bayerischen Präventionspakt „Null Promille!“.
Neben der Präsentation neuer Erkenntnisse werden in zahlreichen Workshops Strategien zur Umsetzung und Kooperation diskutiert.

Den Veranstaltungsflyer und weitere Informationen finden Sie hier
Anmeldungen sind mit dem Flyer-Anmeldecoupon oder auch online unter www.gesundheit-nds.de möglich.

Empfehlungen zum professionellen Verhalten rauchender (Familien-) Hebammen
Im Rahmen des Projektes „Weniger ist mehr – Rauchfreiberatung durch (Familien-) Hebammen“ sind
zwei Werkstattgespräche mit rauchenden (Familien-) Hebammen durchgeführt worden, am 18.11.2013 in Hannover
und am 02.04.2014 in Rostock. Es wurden dort Empfehlungen erarbeitet, die Sie für Ihre Arbeit nutzen können.
Die Empfehlungen finden Sie hier.

Abschluss-Workshop des Projektes am 16. Juli 2014 in Hannover
Das WIM-Team lädt alle Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Interessierte am 16. Juli 2014 von 11:00 - 15:00h
in der Jugendherberge Hannover zum Abschlussworkshop des Projektes ein.
Alle Informationen zum Programm sowie eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie hier.
Die Vorträge zum Workshop finden Sie hier.

Und wie läuft die Rauchfreiberatung in der Praxis?
Erfahrungen der Familienhebamme Maria Schinzel mit "Weniger ist mehr - Rauchfreiberatung durch Familienhebammen"
Den Bericht aus dem Hebammenforum lesen Sie hier

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Ausgangssituation



In Deutschland rauchen durchschnittlich 13 Prozent der Schwangeren zu Beginn der Schwangerschaft. Nur ein Viertel schafft es, während der Schwangerschaft das Rauchen aufzugeben. Junge Mütter und Frauen aus sozial benachteiligten Schichten rauchen besonders häufig während der Schwangerschaft. Die Dunkelziffer wird weitaus höher eingeschätzt. Um Schwangere und junge Mütter darin zu beraten und zu motivieren, weniger zu rauchen und Wohnung sowie Auto rauchfrei zu belassen, wurden Familienhebammen darin geschult, mit einem Arsenal an Instrumenten Rauchfreiberatungen durchzuführen. Die
Familienhebamme betreut schwangere Frauen, Mütter und Kinder bis zum ersten Geburtstag des Kindes aus Familien, die durch gesundheitliche oder psychosoziale Belastungen gefährdet sind und deswegen einen erhöhten Betreuungsbedarf haben.

Das WIM-Projekt wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

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WIM Pilotprojekt Niedersachsen – Phase 1 (März 2011- Juni 2012)



Entwicklung und Umsetzung eines Curriculums „Rauchfreiberatung“ für die Weiterbildung von Hebammen zu Familienhebammen in Niedersachsen.

Projektpartner:
FACT- Frauen aktiv contra Tabak e.V., vertreten durch Sybille Fleitmann
Hebammenverband Niedersachsen e.V., vertreten durch Barbara Staschek und Christiane Schwarz
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V., vertreten durch Dr. Ute Sonntag
Stiftung eine Chance für Kinder e.V., vertreten durch Barbara Staschek


Projektbeschreibung

Projektziele
Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung, Erprobung und Integration eines Moduls „Rauchfrei-Beratung“ in die Qualifizierung zur Familienhebamme in Niedersachsen. Zielgruppen sind neben den in Ausbildung Befindlichen auch bereits fortgebildete Familienhebammen, die sich weiter qualifizieren möchten. 

Methodik
Basiert auf eine
Literaturrecherche und eine Expertinnenbefragung entwickelten die Kooperationspartnerinnen ein auf die Arbeitssituation von Familienhebammen zugeschnittenes Curriculum zur Rauchfreiberatung. Das Curriculum wurde in ein dreiteiliges Seminarkonzept umgesetzt: eine 1,5-tägige theoretische Einführung in das Thema durch eine Hebamme und eine Tabakentwöhnungsexpertin, eine Anwendungsphase des Gelernten durch die Teilnehmerinnen innerhalb von 4-8 Wochen mit der Erstellung eines Fallbeispiels und abschließend ein eintägiges Vertiefungsseminar mit Supervisionscharakter unter der Leitung einer Hebamme, in dem die Erfahrungen diskutiert werden, um die Beratungskompetenz an Hand von Fallbeispielen zu optimieren.

Die Interventionen der Familienhebammen basieren auf dem Konzept der lösungsorientierten Beratung. Die Seminare zeichneten sich dadurch aus, dass jeweils eine Expertin aus dem Hebammenbereich und eine aus dem Tabakkontrollbereich gemeinsam das Seminar durchführten und dabei die unterschiedlichen Kulturen vermittelten. Ein wichtiger Aspekt war, die Selbstwirksamkeitserwartung der Familienhebammen zu erhöhen, damit sie es als sinnvoll ansehen können, die Rauchfrei-Beratungen durchzuführen.

Der Titel „Weniger ist mehr“ weist darauf hin, dass schon eine Reduktion des Rauchens als Erfolg angesehen wird. Diese niedrigschwellige Herangehensweise trägt dazu bei, dass sich langsam eine Motivation bei den Frauen entwickeln kann, weniger zu rauchen und den Rauchstopp als Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Die Erfahrung hat den Wert einer positiven Sprache unterstrichen: sie trägt dazu bei, realistische Ziele zu setzen, die zeitnah umgesetzt werden können, und stärkt die Zuversicht, diese zu erreichen.

 
Evaluationsinstrumente
Für die Evaluation wurden mehrere Ebenen betrachtet. Die Auswertung der Seminare selbst erfolgte über Evaluationsbögen. Einstellungs- und Wissensvermittlung wurden in einem
Prä-Post-Fragebogen- Phase 1 untersucht. Informationen zum Praxistransfer sowie der Akzeptanz und Wirkung der Rauchfreiberatung wurden zum einen aus Sicht der Hebammen durch von ihnen angefertigte Fallberichte sowie einen kurzen Fragebogen zum Abschluss des Projektes erhoben. Zum anderen wurde die Sicht der betreuten Frauen mit Hilfe einer niedrigschwelligen Postkarte erfasst.

Ergebnisse
Das Curriculum wurde praxisnah und auf der Ebene der Kompetenzen angesiedelt gut vermittelbar entwickelt. Die Seminarkonzeption hat sich bewährt. Der Rahmen und die Struktur des Lernens (1,5 Tage plus Vertiefungstag, Reflexion von Fallbeispielen) haben sich bewährt. Insgesamt haben 41 Familienhebammen in drei Seminaren an der Fortbildung sowie 32 Familienhebammen an vier Vertiefungstagen teilgenommen.

Aus den bisherigen relativ kurzen Projekterfahrungen können einige zentrale Aussagen an dieser Stelle weiter führen:
  • Hilfreich und wirksam ist es, die Rauchfrei-Beratung in die Routinearbeit der (Familien-) Hebammentätigkeit zu integrieren.
  • Ein neutrales und nicht wertendes Erfragen des aktuellen Rauchstatus stärkt – entgegen der Vorerwartung vieler
    Hebammen – die Vertrauensbeziehung zwischen Frau und Hebamme.
  • Auf der Basis motivierender Gesprächführung und lösungsorientierter Beratung wirken das längerfristige Begleiten und
    wiederholte Erkunden der Situation unterstützend für einen Rauchstopp oder die Reduzierung des Konsums. Hier liegen Chancen insbesondere für die Familienhebammen, da sie einen ausgedehnten Betreuungszeitraum bis zum ersten Geburtstag des Kindes haben. Vor dem Hintergrund, dass es sich beim Tabakkonsum um mehr oder weniger ausgeprägte Abhängigkeit handelt und der Kenntnis über Funktion und Ursachen des Tabakkonsums, speziell bei Frauen, ist diese längerfristige Begleitung zugleich eine Bedingung für Erfolg und eine Erfolgschance.
  • Die Gespräche der Rauchfreiberatung sind ein bedeutsamer Zugangsweg zu anderen Fragen oder Konfliktlagen der
    Frauen beziehungsweise der Eltern, die als Ursachen für den Tabakkonsum identifiziert und damit bewusst gemacht und bearbeitet werden können.
  • Die Richtung in der Beratung „Weniger ist mehr“ oder „Jede nicht gerauchte Zigarette ist ein Erfolg!“ erweist sich sowohl für die betreuenden Hebammen als auch für die betreuten Frauen und Familien als aussichtsreiche Strategie. Dieses Vorgehen beinhaltet die (Selbst-) Wirksamkeits-Überzeugung in dem Gedanken, dass Veränderung für möglich und machbar gehalten wird.
  • Damit bietet die Integration der Rauchfreiberatung in die Hebammenpraxis für (Familien-) Hebammen und Eltern gute
    Chancen, die eigene Selbstwirksamkeit zu erfahren, sich als erfolgreich zu erleben und über die positiven Auswirkungen auf die eigene Gesundheit und die der Kinder auch das eigene Selbstbewusstsein zu stärken.
  • Insbesondere der Fokus, eine rauchfreie Umgebung für die Kinder herzustellen, setzt bei der Motivation an, eine gute Mutter beziehungsweise ein guter Vater sein zu wollen, und fördert diese Erfahrung bei den Eltern. Sich selbst als „gute Mutter“ bzw. „guter Vater“ zu erfahren, stärkt wiederum das Selbstbewusstsein der Eltern.
  • Damit öffnet sich über die Erfahrung der Rauchfrei-Beratung ein Blick auf zentrale Aspekte gesunder Lebensführung. In der Praxis ermöglicht gelingende Rauchfrei-Beratung auch den Zugang, relevante Bereiche gesunder Lebensführung
    motivierend bzw. verändernd positiv zu beeinflussen. Die Felder Ernährung – Bewegung – Stressbewältigung –
    Persönlichkeit stehen in einem engen ursächlichen Zusammenhang. Das bewirkt, dass Beraterin und betreute Person an jedem konkreten Beratungsansatz auch über die jeweils anderen Aspekte ins Gespräch kommen (sollten).

Der Abschlussbericht steht hier zur Verfügung.


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WIM Folgeprojekt – Phase 2 (Juli 2012 – Juni 2014)



Bundesweite, überregionale Implementierung und Verbreitung der Maßnahme „WIM – Weniger ist mehr: Rauchfreiberatung durch Familienhebammen“

Kooperationspartner
Hebammenverband Niedersachsen e. V., vertreten durch Barbara Staschek
FACT- Frauen aktiv contra Tabak e. V., vertreten durch Sybille Fleitmann
Universitätsmedizin Greifswald, Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin, vertreten durch Dr. Sabina Ulbricht
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V., vertreten durch Dr. Ute Sonntag

Mit Unterstützung durch den
Deutschen Hebammenverband e. V.

Externe Projekt Evaluation
Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld, mehr dazu >>

Landeshebammenverbände, die aktiv an der praktischen Umsetzung der zweiten Projektphase mitwirken:
Landesverband der Hessischen Hebammen e. V., Bayrischer Hebammenlandesverband e. V.,
Berliner Hebammenverband e. V., Hebammenverband Hamburg e. V.,
Hebammenlandesverband Bremen e. V., Hebammenverband Baden-Württemberg e. V.,
Landesverband der Hebammen Nordrhein Westfalen e. V.,
Landeshebammenverband Mecklenburg Vorpommern e. V., Hebammenlandesverband Thüringen e. V.

Projektziele
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hebammenverband als Bundesfachverband und interessierten Landesverbänden sollen 8 bundeslandübergreifende Weiterbildungsseminare angeboten werden. Die Seminare verteilen sich auf die zwei Jahre Förderzeitraum, so dass pro Jahr vier Seminare durchgeführt werden. Um eine angemessene Anzahl von Seminarteilnehmenden zu erzielen, werden spezifische Rekrutierungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Hebammenverbänden und Multiplikatoren entwickelt und umgesetzt. Bildungsexpertinnentreffen, die Bundesdelegiertentagung und Landesdelegiertentagungen ebenso wie der Kontakt zur Bundesfortbildungs- Beauftragten und den Fortbildungsbeauftragten der Länder sollen hierzu genutzt werden.

Konzeptentwicklung „rauchende Hebammen“
Im Pilotprojekt wurde die Problematik rauchender Hebammen öfter thematisiert. Dazu soll ein Konzept entwickelt werden der sich mit dem Umgang mit den rauchenden Hebammen befasst. Das Konzept sollte einen Minimalkonsens und eine Orientierungsliste / Kriterienliste zur Frage: „ Wie gehe ich mit meinem Rauchen in der Beratungssituation um?“ beinhalten. Diese Inhalte sollen unter Beteiligung rauchender Hebammen erarbeitet werden. Dazu sind ein bis zwei Treffen vorgesehen, die von einer Hebamme und einer Tabakkontrollfachfrau moderiert werden. Zudem ist geplant, den rauchenden Hebammen selbst ein Angebot für Kurzinterventionen zu machen.

„Train the trainer“ Ansatz
Die ReferentInnenbasis des Pilotprojektes soll erweitert werden, um das Angebot bundesweiter Seminare abdecken zu können. Daher sind zweimal zwei Werkstattgespräche geplant, um neue ReferentInnen zu rekrutieren. Diese Maßnahme soll außerdem eine Verstetigung des Projekts nach Ende der Förderzeit gewährleisten.

In den Werkstattgesprächen soll das Curriculum und das Instrumentarium der Toolbox vermittelt werden, es sollen sich Tandems finden (je eine Hebamme und eine Tabakkontrollperson), die die Seminare gemeinsam durchführen. Diese Tandems sollen sich der verschiedenen Kulturen der Hebammen und des Tabakkontrollbereiches bewusst werden, diese bewusst wahrnehmen und die zwei Kulturen miteinander verknüpfen. Nur dann könne die Haltungen, die in dem Seminarunterricht gefordert sind, realisiert werden.

Vernetzung
Pro Jahr soll es je ein Vernetzungstreffen geben, um die Verstetigung anzubahnen. Ziele dieser Vernetzungstreffen sind, über den Ansatz zu informieren, eine Verankerung in bestehende Strukturen voranzutreiben und ggf. neue Strukturen zu schaffen, um das Angebot der Rauchfrei-Seminare über Projektende hinaus aufrechterhalten zu können.

Abschlusstagung
Die Abschlusstagung soll Interessierten das Projekt vorstellen, die Ergebnisse der Evaluation präsentieren und eine Übertragbarkeit auf andere Berufsgruppen diskutieren.

Evaluation
Die Evaluation des Projekts wird vom Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Greifswald durchgeführt. Die Evaluation erfolgt in zwei Teilschritten:

1. Vor und nach der Teilnahme am Seminar erfolgt eine
schriftliche Befragung der Teilnehmerinnen zu Wissen und Einstellungen. Im Rahmen der Befragung nach dem Seminar wird das Einverständnis für eine weitere telefonische Befragung nach sechs Monaten eingeholt. Ziel dieses halbstandardisierten Interviews ist es, bislang gesammelte Erfahrungen in der Anwendung der Rauchfrei-Beratung zu evaluieren. Der Rauchstatus der Familienhebammen wird dabei berücksichtigt und dokumentiert.

2. Um mehr über die Akzeptanz und Wirksamkeit der Rauchfrei-Beratung bei den beratenen Frauen zu erfahren, ist vorgesehen, kurze telefonische Interviews durchzuführen. Dazu werden die Familienhebammen gebeten, die Frauen nach der Rauchfrei-Beratung zu ihrer Bereitschaft an einem solchen Interview teilzunehmen, zu befragen und das Einverständnis der Weitergabe der Telefonnummer (ausschließlich für einen einmaligen Kontakt) zu erfragen. Für den Fall, dass die Frauen dazu nicht bereit sind, wird um eine Einschätzung der Beratung auf den bereits eingesetzten Postkarten gebeten.

Externe Projektevaluation
Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld wird im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit Modellprojekte, die im Bereich Suchtprävention in der Schwangerschaft und Stillzeit gefördert werden, zu evaluieren und wissenschaftlich zu begleiten.

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Artikel, Vorträge, Materialien ...



Artikel

 

Vorträge

  • Weniger ist mehr – Rauchfreiberatung durch Familienhebammen, Vortrag auf der Jahrestagung der Deutschen
    Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention – Essen, 12.-14. September 2012
  • Vortrag auf dem Kölner Kolloquium für Suchtfragen, 16. November 2012
  • Vortrag auf der Deutschen Konferenz für Tabakkontrolle, 6. Dezember 2012, Heidelberg
Materialien