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Strategien zur Gesundheitsförderung für benachteiligte Bevölkerungsgruppen (29.04.2004 in Hannover)
Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen müssen zu ihren Alltagsaufgaben oft zusätzlich armutsbedingte Belastungen bewältigen. Ein soziales Netzwerk, das regelmäßige Kontakte und Hilfestellungen garantiert, kann präventiv wirken. Ist diese Hilfe nicht im Freundes- oder Verwandtenkreis gegeben, muss ein soziales Umfeld Ersatz bieten. Eine solidarische Nachbarschaft im Wohnumfeld kann sich neben der Nutzung von institutionellen Angeboten insbesondere für chronisch erkrankte und/oder alte Menschen und für Menschen mit Behinderungen gesundheitsfördernd auswirken. Wo der Sozialstaat an die Grenzen seiner Finanzierung stößt, wird der Ruf nach Übernahme von Verantwortung des Einzelnen größer. Bietet die heutige Stadtplanung und kleinräumige Vernetzung im sozialen Umfeld überhaupt die notwendigen Voraussetzungen? Auf der Veranstaltung sollen grundlegende Vorschläge zur Aktivierung nachbarschaftlicher Hilfeformen für chronisch Kranke, Menschen mit Behinderungen, alte Menschen und „Arme“ vorgestellt werden.
Antworten auf die Fragen der Zukunft werden Experten und Expertinnen geben, die aus den Bereichen Gesundheitsversorgung, Städteplanung, Kirche/Freie Wohlfahrtspflege, Kommune und Bevölkerungsentwicklung kommen. Die Diskussionsergebnisse sollen in mehrere Folgeveranstaltungen fließen, die von Projekten der Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e. V. inhaltlich durchgeführt werden.
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