15.11.04 | Gesundheitsförderung im Stadtteil

Konferenzziele „Mehr Gesundheit für alle im sozial benachteiligten Stadtteil“

Soziale Benachteiligung hat massive gesundheitliche Folgen. Krankheitsrisiken steigen mit sinkendem Einkommen, niedrigem sozialen Status und geringerem Ausbildungstand. In sozial benachteiligten Stadtteilen ballen sich auch gesundheitliche Problemlagen. Gesundheitliche Chancenungleichheit spielt hier eine besondere Rolle, weil die Gesundheitsförderung bislang eher Menschen mit höherem Einkommen und Bildungsniveau erreicht als andere Gruppen, die höhere Bedarfe aufweisen. Im Rahmen der Modellprogramme „Soziale Stadt“ und „Entwicklung und Chancen junger Menschen in sozialen Brennpunkten“ (E&C) sowie von anderen Projekten in sozial benachteiligten Stadtteilen haben viele Ansätze quasi nebenbei auch eine gesundheitsfördernde Wirkung, nur spielt der Gesundheitsförderungsgedanke selbst dabei bislang keine zentrale Rolle.
Die Open-Space-Konferenz soll Raum für Begegnungen schaffen. Sie soll tragfähige Kontakte zwischen Professionellen aus der Stadtteilarbeit, der Gesundheitsförderung, Krankenversicherung und kommunalen Ansprechpartnern anbahnen, um Gesundheitsförderungsaktivitäten im sozial benachteiligten Stadtteil anzubahnen oder auszubauen. Es soll die Möglichkeit bestehen zum Austausch praxisrelevanter Ideen und Konzepte. Die Veranstaltung ist praxisnah ausgelegt und soll Handlungsprinzipien und konkrete Projektideen vermitteln für die Gesundheitsförderung mit eher schwer erreichbaren Zielgruppen.

Methode: Was ist eine Open Space Konferenz?
Die Methode Open Space ist sehr gut geeignet, mit großen Gruppen Ideen, Neuerungen und Lösungen zu entwickeln. Open Space - der Offene Raum - nutzt die Fähigkeiten, Erfahrungen, Potentiale und Ideen aller Akteure und Akteurinnen. Eine Open Space Konferenz funktioniert nach dem Prinzip der Selbstorganisation und arbeitet mit sparsamen Strukturen. Für diese Konferenzform gilt ein einfaches Regelwerk und eine gemeinsam erstellte Agenda. Die Teilnehmenden sind die Expertinnen und Experten für die Bearbeitung der Fragen, die sie selber stellen. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin ist mit verantwortlich für das, was stattfindet, für den Ablauf und für die Vorschläge und Lösungen, die entwickelt werden. Die vielfältigen, oft überraschenden Ergebnisse werden dokumentiert und stehen allen Teilnehmenden im zeitnahen Anschluss an die Konferenz zur Verfügung.

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